Valve: Electronic Arts scheiterte bei Übernahmeversuch
Electronic Arts und Valve verfolgen zwei Geschäftsmodelle, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Während es sich EA zum erklärten Ziel gemacht hat Marktführer aller Sparten zu werden bauen die Steam-Macher eher darauf ein wenig anders zu sein und Schreibtische mit Rädern zu benutzen. Und wie es scheint, sind diese beiden sehr konträren Welten vor einiger Zeit nur knapp einer Kollision entgangen.
Einer Story zufolge, die am vergangenen Wochenende in der Online-Ausgabe der New York Times erschienen ist, hat Electronic Arts vor einer Weile Bestrebungen gezeigt, Valve zu übernehmen. Laut den beiden Insidern, auf die das Gerücht zurückgeht, wäre das Unternehmen dem Publisher weit mehr als eine Milliarde Dollar Wert gewesen und angeblich wurden bereits sehr ausgiebige Gespräche über den Verkauf geführt.
Allerdings, so die anonymen Quellen weiter, hat sich die Belegschaft und allen voran Valve-Boss Gabe Newell wenig erfreut über die Aussicht gezeigt, bald für Electronic Arts zu arbeiten. Scheinbar war es bereits so weit gekommen, dass intern von einer Auflösung Valves die Rede war, bevor man einer Übernahme zustimmen würde.
Wann genau dieser Übernahmeversuch stattfand, wurde leider nicht verraten und auch der hohe Preis den EA geboten hat wirkt auf den ersten Blick zumindest auffällig. Zieht man jedoch in Betracht, dass zu Valve nicht zuletzt die Steam-Plattform gehört, die bis heute den Löwenanteil der weltweiten digitalen Distribution von Computerspielen innehält, lassen sich zumindest Vermutungen über die Motive anstellen. Und wenn man dann noch ein wenig zurückblickt und sich erinnert, wann genau EA sich mit Origin an einem Konkurrenzprodukt versucht hat und systematisch begann, seine AAA-Titel aus dem Steam-Shop zu entfernen, präsentiert sich zumindest eine plausible Theorie, wie lange es her ist, dass EA die Finger nach Valve ausgestreckt hat.

