Dynasty Feud im Test
GRAFIK 3
SOUND 2
HANDLING 3
SPIELDESIGN 3
MOTIVATION 2

Ich mag die grundlegende Spielidee von Dynasty Feud mit den Teams bestehend aus sehr unterschiedlichen Charakteren, mit verschiedenen Fähigkeiten und ich finde auch die witzige Präsentation super, trotzdem kann ich es nicht empfehlen. Balancing-Probleme sowie Spiel- und Netzwerkperformance kann man sicher mit den kommenden Patches in den Griff bekommen, aber das bringt alles nichts, wenn die Spieleranzahl weiterhin auf diesem niedrigen Niveau stagniert

Summary 2.6 passt
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Dynasty Feud im Test

Die Habsburger, Ming und Yamato, Julier-Claudier, das Haus Hohenzollern, die Tudors oder auch die Kennedys – das sind nur ein paar jener Dynastien, welche die Menschheitsgeschichte geprägt haben. Nur die wenigsten kämpften gegeneinander, lebten sie doch in unterschiedliche Zeitepochen. Ein Umstand, welchen Dynasty Feud ändern will. Zwar nimmt man es dabei mit den historischen Gegebenheiten nicht ganz so genau, aber der Kampf zwischen Wikingern, Cowboys und Rittern ist nicht minder spannend – und definitiv um ein Vielfaches witziger.

Dynasty Feud präsentiert sich als typisches, kompetitives 2D Jump’n’Run-Prügelspiel. Auf bildschirmfüllenden Arenen kämpfen dabei bis zu vier Spieler darum, als letzter Überlebender das Gefecht für sich zu entscheiden. Anders als in vergleichbaren Spielen gibt es dabei keinen Lebensenergie – ein Treffer bedeutet auch gleichzeitig den virtuellen Tod der Spielfigur. Aber wie der Name schon sagt, bestreitet man die Auseinandersetzung nicht alleine, sondern mit einer ganzen Dynastie, bestehend aus jeweils fünf sehr unterschiedlichen Charakteren mit verschiedenen Fähigkeiten. So bedeutet das Ableben eines Kämpfers nicht auch gleich das Spielende, denn erst wenn alle gegnerischen Krieger eines Herrschergeschlechts ausgelöscht wurden, gilt die Partie als beendet. Und so liefern sich 40 verschiedene Charaktere mit individuellen Kampffähigkeiten, aufgeteilt in acht sehr unterschiedlichen Dynastien, witzige Mehrspielerduelle.

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Adel verpflichtet

Da kämpfen dann, die Cartwrongs aus dem wilden Westen, der Wikinger-Can Yngling, die Ritter vom Haus Arthur, die japanischen Nekoyama-Shi, der Urzeitclan Uurg Aaarg und die Piraten der Fanciers Crew gegeneinander. Wer jetzt mitgezählt hat, der hat sicherlich auch bemerkt, dass zwei fehlen. Die Azteken-Dynastie der Sonnenkinder sowie die Maschinen-Probanden des Projekts X22 müssen erst freigeschalten werden, was aber in der Regel spätestens 1-2 Stunden auch geschehen ist.

Jede einzelne dieser Dynastien besteht aus fünf verschiedenen Kämpfern, mit jeweils sehr individuellen Spezialfähigkeiten. Die meisten Spielfiguren haben einen oder zwei Nahkampf-Attacken, mit sehr geringer Reichweite. Dann gibt es welche die über Geschossangriffe verfügen. Diese werden von der Schwerkraft beeinflusst und dazu müssen etwa Bogenschützen, Axtwerfer oder Boomerangexperten ihre Wurfgeschosse immer wieder aufsammeln. Die dritte Kategorie sind die Kugelangriffe. Die sind sehr schnell und haben eine hohe Reichweite, weshalb es nur sehr wenige solcher Kämpfer gibt. Zusätzlich zu den verschiedenen Spezialfähigkeiten spielt natürlich auch die Bewegungsgeschwindigkeit und Sprungkraft eine wichtige Rolle. Die Stärken und Schwächen einer Dynastie ergeben sich nun aus der Summe der Eigenschaften der einzelnen Krieger. Das Haus Arthur ist etwa dank ihrer Rüstung sehr widerstandsfähig, dafür aber langsam. Die Cartwrongs sind auf Fernangriffe spezialisiert, die Nekoyama-Shi ist die beweglichste Dynastie im Spiel und die Sonnenkinder können sich selbst opfern, um damit die Super Feud-Anzeige zu füllen.

Super Freunde

Moment mal, was ist ein Super Feud? Na gut, da müssen wir etwas ausholen. Jede Dynastie hat einen eigenen Schutzgeist und dieser kann nur dann zur Hilfe gerufen werden, wenn die besagte Anzeige vollständig aufgefüllt ist. Diese steigt um jeweils einen Punkt an, wenn man einen Gegner erledigt hat und umgekehrt um zwei, wenn man selber ins Gras beißt. Ist die Super Feud-Anzeige nun vollständig aufgeladen, führt man mittels einfachen Tastendruck einen mächtigen Spezialangriff aus, der mehrere Gegner auf einmal töten kann.

Aufgrund der verschiedenen Spezialfähigkeiten der einzelnen Charaktere kommt auch eine kleine taktische Note ins Spiel. Es bringt nur sehr wenig, lediglich eine einzelne Spielfigur gut zu beherrschen, man muss schon die Stärken und Schwächen aller Kämpfer kennen, um richtig gut zu werden. Dazu kommen auch noch interaktive Arenen, wie etwa ein rollender Zug, eine einstürzende Burg oder ein Totenkopf aus dessen Augen Lava strömt. Hat man dann doch einmal vorzeitlich alle Krieger verbraucht, dann darf man noch als Schutzgeist seine Gegner nerven, indem man etwa auf Knopfdruck den Bildschirm schwarz färbt oder kurzfristig die Steuerung einer gegnerischen Spielfigur beeinflusst.

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WARNHINWEIS!!!

In Sachen Spielmodi enttäuscht Dynasty Feud etwas. Online können sowohl Ranglisten- als auch schnelle Spiele gezockt werden, genauso wie private Partien mit Gegnern aus der Steam-Freundesliste. Kernstück ist aber sicher das lokale Spiel. Hier stehen dann sogar drei verschiedene Varianten zur Auswahl. Familienfehde ist das aus dem Online-Modus bekannte „jeder gegen jeden“. Der Teamkampf ist ein 2 vs 2 Match und bei All-Stars darf man sich seine eigene Dynastie erstellen, wobei jedoch den einzelnen Figuren bestimmte Werte zugeordnet wurden, damit es halbwegs ausgeglichen bleibt. Der Vollständigkeit halber: Einen Trainingsmodus gibt es auch. Der dient aber wirklich nur dazu, die verschiedenen Fähigkeiten der einzelnen Charaktere auszuprobieren.

Bei unserer Anspiel-Session (wohlgemerkt, vor dem offiziellen Release) haben wir zwei Dinge bemerkt: Das Balancing der einzelnen Dynastien ist verbesserungswürdig und das Spiel leidet teilweise massiv an Performance-Problemen. Erster Kritikpunkt machte sich vor allem dadurch bemerkbar, dass fast immer das Haus Arthur gewonnen hat. Natürlich sicherlich auch deswegen, weil es das für Anfänger am einfachsten zu steuernde Team ist, aber auch weil einzelne Spielfiguren wie Lance-a-Lot und der schwarze Ritter etwas zu mächtig sind. Mit den letzten beiden Patches wurde zwar deutlich nachgebessert, aber ganz optimal ist das Balancing trotzdem noch nicht. Zweiter Kritikpunkt hat uns dann doch etwas den Spielspaß geraubt. Da sind Mitstreiter ständig aus einem Match geflogen und trotz schlichter optische Aufmachung und Minimal-Sound leidet das Spiel unter teils argen Rucklern und Aussetzern. Bei meinen Test-Partien nach dem offiziellen Release, war aber eine eindeutige Besserung zu bemerken. Das lag aber vielleicht auch nur daran, dass ich lediglich 1 vs 1 Matches gespielt habe – einfach deswegen, weil nicht mehr Spieler online waren. Jetzt eine Woche später muss man froh sein, überhaupt noch jemanden zu finden. Vielleicht hätte man doch mehr Zeit in eine integrierte Lobby und Matchmaking  investieren sollen. Aktuell wird das noch über die externe Anwendung Discord abgewickelt.

FAZIT Alexander

Dynasty Feud macht mir persönlich sehr viel Spaß. Gut, manchmal hat das Spiel noch leichte Performance-Schwächen, vor allem wenn man die Partien auf diversen Live-Videoportal streamen will, aber es kommen sehr regelmäßig neue Patches und mit jedem merkt man eine deutliche Verbesserung! Die Grafik finde ich sehr witzig und besonders die dynamischen Hintergründe bereiten mir eine innerliche Freude. Damit könnt ihr euren Gegner das Leben sichtlich erschweren und es entstehen sehr lustige Situationen. Für Singleplayer ist das Spiel natürlich nicht geeignet, aber als Party-Game mit drei weiteren Freunden kann man in Dynasty Feud auf jeden Fall Spaß haben über den man auch Tage danach noch lachen wird! Die Steuerung ist ganz gut, ich würde aber jedem ans Herz legen mit Controller zu spielen, einfach viel angenehmer. Das Balancing ist momentan noch gerade für Anfänger eher unausgeglichen, die Ritter zum Beispiel sind für Neulinge empfehlenswert und wirklich overpowered. Deswegen sieht man mich auch meistens mit den Rittern an meiner Seite, zum Leid meiner Kontrahenten!

FAZIT Tom

Ich mag die grundlegende Spielidee von Dynasty Feud mit den Teams bestehend aus sehr unterschiedlichen Charakteren, mit verschiedenen Fähigkeiten – auch wenn das Herausfinden der individuellen Stärken und Schwächen einiges an Einarbeitungszeit erfordert. Ich finde auch die witzige Präsentation super und wenn man erst einmal in einer Partie drinnen ist, dann macht das Spiel verdammt viel Spaß. Eine uneingeschränkte Empfehlung kann ich aber trotzdem nicht abgeben. Balancing-Probleme sowie die Spiel- und Netzwerkperformance kann man sicher mit den kommenden Patches in den Griff bekommen, aber das bringt alles nichts, wenn die Spieleranzahl weiterhin auf diesem niedrigen Niveau stagniert. So bleibt Dynasty Feud aktuell auf die lokalen Mehrspieler-Duelle beschränkt. Hat man da aber genug Gleichgesinnte um den Bildschirm versammelt, dann zeigt das Spiel zumindest in Ansätzen, welches Potential in ihm stecken würde.

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