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Crysis 3

Alter Held, neue Tricks

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Shooter Die ersten beiden Games aus dem Hause Crytek waren echte Technikmonster. Sowohl Far Cry, vor allem aber Crysis 1 boten unglaubliche Grafik, gigantische Welten, viele, viele unterschiedliche Möglichkeiten und sehr innovative Gameplay-Ansätze. Crysis 2 hingegen war anders … linearer, restriktiver, immer noch hübsch anzusehen, aber eben kein Kinnladen-Reißer wie sein Vorgänger mehr … einfach eher massentauglicher Hollywood-Actionfilm als grenzenloser Spielplatz für Guerilla-Kämpfer. Beide Ansätze hatten zweifelsohne ihre Vorteile. Für Crysis 3 trauen sich die Entwickler nun an die kühne Behauptung, das Beste beider Welten bieten zu können.

Charakterköpfe

Ein sehr gutes Beispiel dafür ist natürlich gleich unser Protagonist: Prophet. Während man den als ganzheitlichen Menschen aus Teil Eins kennt, wurde uns in Teil 2 sozusagen nur sein „jetziger Körper“ vorgestellt. Immerhin hat er sich da ja eigentlich gleich zu Beginn des Spiels die Birne weggeblasen und den schwer verwundeten US-Soldaten „Alcatraz“ in seinen Nano-Suit gesteckt … woraufhin der wohl „assimiliert“ wurde. Wie genau das von statten geht, ob dem überhaupt so ist und warum Prophet somit nun nicht eigentlich als fieser Seelenfresser und Körperdieb hingestellt wird, ließ man allerdings bei der uns vorgeführten Präsentation ebenso ungeklärt, wie einige andere Story-Grundpfeiler. Zum Beispiel, warum er nun, im Jahre 2048 und somit 20 Jahre nach den Geschehnissen aus Teil 2, so einen unbändigen Hass auf so gut wie alles und jeden verspürt. Die Seph, die somit ganz offensichtlich doch nicht so „ausgerottet“ sind, wie man am Ende von Teil 2 vielleicht denken konnte, stehen ebenso auf seiner Abschussliste wie die Angehörigen von CELL, die in Crysis 3 nach nichts geringerem als der Weltherrschaft trachten.

Einen wichtigen Baustein in diesen jenen Plan stellen übrigens die sogenannten Nano-Domes dar: gigantische Kuppeln, unter denen das Klima dahingehend manipuliert wurde, dass tropische Urwälder in absoluter Rekordzeit kultiviert werden konnten. In einem davon – dem Liberty Dome und somit dem, der über New York errichtet wurde – spielt nun die komplette Story von Crysis 3. Wie schon in Teil 1 soll dem Gamer allerdings trotz eingeschränktem „Einsatzgebiet“ dennoch eine Menge Abwechslung geboten werden. Insgesamt sieben Settings – von den Entwicklern kunstvoll als die „Seven Wonders of the Rainforest“ tituliert – wurden erdacht und sollen von weitläufigen Grassteppen, über tief-grüne Dschungel-Passagen bis hin zu düsteren Sumpf-Gegenden alles bieten können. Zu sehen bekamen wir allerdings erst mal nur eines davon: Den Sumpf. Dieser ist in dem Stadtteil, der früher mal Chinatown war, entstanden und darf von uns spätnächtens erkundet werden. Gleich zu Beginn unserer Gameplay-Demo erwartet uns allerdings die erste Überraschung: Noch während das Bild aus durchgehendem Schwarz langsam zu etwas wird, das wir alsbald als Rolltreppe einer U-Bahn-Station erkennen können, hören wir eine vertraute Stimme: Psycho, eines der Mitglieder des Ursprünglichen Eingreiftrupps aus Crysis 1, sowie der Held von Crysis Warhead, macht uns via Funk klar, dass wir uns lieber erst einmal bedeckt halten sollen – natürlich erneut in seinem unverwechselbar-britischen Dialekt. Diesen Fakt im Hinterkopf, platzte beim folgenden Interview selbstverständlich gleich die Frage aus uns heraus, welche Rolle er denn genau in der Story spielen würde. Und die Antwort darauf, kann zumindest als „höchst interessant“ bezeichnet werden. Sowohl Prophet als auch Psycho haben ihre ganz eigenen Motivationen, warum sie im Liberty Dome sind und warum sie dort tun, was sie tun. Dabei sollen Psychos allerdings das genaue Gegenteil zu denen von Prophet darstellen. Das lässt freilich eine Menge Raum für Spekulationen. Immerhin will Prophet nichts anderes als jeden einzelnen Ceph und CELL-Mitarbeiter kalt machen. Macht Psycho also gemeinsame Sache mit den Mannen von CELL – oder hat gar seine ganz eigenen Kontakte und Pläne betreffend der Ceph? Wir dürfen gespannt sein. Jedenfalls klang es keineswegs so, als wäre der kampferprobte Brite ein Gegenspieler. Viel eher soll er mit seinen sehr unterschiedlichen Standpunkten für neue Perspektiven auf Seiten Prophets sorgen.

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