Star Wars: The Old Republic - der Jedi-Botschafter
Der zweite Macht-User aufseiten der Republik startet ebenfalls wie der Jedi-Ritter auf dem Planeten Tython, wo er bei seiner Lehrmeisterin seine Padawan-Ausbildung abschließen soll. Auch hier sind es einige unterwartete Entwicklungen, die dann im Endeffekt unsere eigentlich geplante Ausbildung ersetzen und uns zahlreiche Ereignisse auf dem Planeten erleben lassen. Doch davor müssen wir uns noch für eine von vier verfügbaren Rassen entscheiden, nämlich Mensch, Cyborg, Twil’ek oder Miraluka; letzeres die Rasse unserer Wahl.
Die Macht ist stark in uns
Bereits von Anfang an wird betont, dass wir etwas Besonderes sind, denn die Macht ist stark in uns, stärker als in vielen anderen Padawanen. Auch unsere neue Meisterin weiß das und bittet uns Hologramme altehrwürdiger Jedi-Meister vor den Fleischräubern in Sicherheit zu bringen, die in letzter Zeit auffällig zerstörerisch agieren. Bereits hier ist recht auffällig, dass sich der Jedi-Botschafter in eine komplett andere Richtung entwickelt, als der Ritter. Einige der Nebenquests sind zwar gleich und wir besuchen auch oftmals die gleichen Orte, aber meistens aus anderen Gründen. Denn nachdem wir die Hologramme in Sicherheit gebracht haben, entdecken wir, dass eines entwendet wurde und unsere Meisterin rät uns in einer nahegelegenen, illegalen Twil’ek Flüchlingssiedlung zu suchen, in die auch der Jedi-Ritter im Verlauf seiner Geschichte geschickt wird. An dieser Stelle wollen wir euch allerdings nicht weiter über den Verlauf eurer Anfangsgeschichte, die man auch ruhig mit den Origins aus BioWares Dragon Age vergleichen kann. Auch uns erwarten einige schwierige Entscheidungen, die beeinflussen, ob wir zur hellen Seite der Macht tendieren oder zur dunklen, wobei die Entscheidungen gar nicht so einfach zu treffen sind. Hier kann BioWare wirklich beeindrucken und schafft es nicht nur eine tolle Atmosphäre zu zaubern, sondern uns jedes Mal aufs Neue in ein moralisches Dilemma zu stürzen, was uns ausgesprochen gut gefällt.
Kämpfen als Botschafter
Zwar ist der Jedi-Botschafter insgesamt ein ausgesprochener Fernkämpfer, allerdings stehen uns zu Beginn primär Nahkampfangriffe im Form von Lichtschwertschlag und Doppelschlag zur Verfügung. Zusätzlich können wir noch mittels der Fähigkeit schleudern, Gegenständen aus dem Boden reißen und unseren Feinden entgegen werfen. Eine sehr spaßige Fähigkeit, die nicht nur ordentlich Durchschlagkraft besitzt, sondern auch interessante Objekte aus dem Boden zutage befördert. Bis zur endgültigen Spezialisierung auf Stufe zehn erwarten uns dann primär Machtfähigkeiten. Neben dem Telekinesewurf, der uns einen Trümmerschauer kanalisieren lässt und mit dem wir Gegner auch betäuben können, haben wir noch die Möglichkeit sie von uns wegzuschleudern oder in die Luft zu heben, um nur einige der Fähigkeiten zu nennen, die wir nach und nach hinzubekommen. Der Botschafter spielt sich insgesamt ausgesprochen angenehm mit seiner Kombination aus Nah- und Fernkampf. Bei der späteren Spezialisierung müsst ihr euch entscheiden: Gelehrter oder Schatten? Ersterer ist eine Mischung aus Heiler und Fernkämpfer, während zweiterer in Richtung Nahkämpfer und Tank tendiert. Der Schatten ist außerdem der Einzige, der aufseiten der Republik ein Doppellichtschwert führen darf, was ihn für viele sicherlich zu einer interessanten Option macht. Mit Stufe neun, bevor wir uns entscheiden dürfen, welche der beiden Richtungen wir wählen, bekommen wir außerdem einen Gefährten zur Seite gestellt, der uns tatkräftig im Kampf unterstützt. Im Falle des Jedi-Botschafters handelt es sich dabei allerdings nicht um einen Droiden a la R2-D2, sondern um einen Trandoshaner (eine Art Echsenrasse) Jäger namens Qyzen Fess. Qyzen ist eine nette Mischung aus Tank und DD, der uns ganz gut die Feinde vom Leib hält und ordentlich austeilen kann.




