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Call of Duty: Black Ops II

Alles neu macht der November

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Seite: 123Fazit
Ego-Shooter Manchmal hat man es gar nicht so einfach. Vor allem bei Videospielen. Da dachte ich mir nach meinem Besuch bei Treyarch im Mai noch „Ach, das klingt ja alles gut, aber es wird halt doch wieder nur eine 08/15-Story wie immer werden.“

Und was ist jetzt? Da muss ich mir beim Review-Event doch klar vor Augen halten lassen, dass dem nicht so ist. Verdammt! Die wollen mich begeistern. Aber alles schön der Reihe nach.

Streets of London

Letzte Woche wurde zum hochgeheimen Review-Event in London geladen, da Activision und Treyarch nicht riskieren wollten, dass vorzeitig eine Version des Spiels im Netz landet. So viel zum Plan – dass der nicht ganz aufgegangen ist, habt ihr wahrscheinlich auch mitbekommen. Dennoch wurde uns so zumindest die Möglichkeit zuteil, Black Ops II in vollem Umfang über zwei Tage lang zu testen. Und bevor jetzt die Zweifel aufkommen: Nein, es wurde keinerlei Einflussnahme versucht. Wer Singleplayer spielen wollte, der spielte auf dem Zimmer. Wer Bock auf ein paar Runden Multiplayer hatte – kein Problem, ab ins Multiplayer-Zimmer. Und auch der Zombie-Modus hatte einen eigenen Raum, in dem man gegen andere Journalisten und Entwickler zocken konnte.Ganz nach Stimmung. Ohne irgendjemand, der einem dreinredet.

Unterstützung aus Hollywood

Jetzt aber Vollgas in den Einzelspielermodus von Black Ops II. Dieser stellt uns diesmal (zum ersten Mal in der gesamten Call of Duty-Reihe in der nahen Zukunft des Jahres 2025) einem gewissen David Mason vor. Wem dieser Name bekannt vorkommt, der täuscht sich nicht: David ist der Sohn von Alex Mason aus Black Ops und folgt seinem Vater in eine militärische Karriere nach. Genauer gesagt ist er Commander der JSOC – einer amerikanischen Anti-Terror-Einheit, die weltweit operiert. Unterstützt wird er dabei von seinem guten Buddy und Kollegen Harper, der bei jedem ihrer gemeinsamen Einsätze mit Rat und Tat und vor allem fliegendem Blei zur Seite steht. Als väterlicher Freund steht David der beste Kumpel seines Vaters „Woody“ Woods zur Seite, der ihn nach dem Ableben von Alex Mason zu sich genommen hat.

Als wir ihn allerdings 2025 sehen, geht es Woods nicht mehr besonders gut: Er ist in einem Pflegeheim, vegetiert in einem Rollstuhl dahin und weiß nichts von der momentan größten Bedrohung der freien Welt. Ein Terrorist namens Raoul Menendez droht mit seiner Organisation „Cordis Die“ die Welt, wie wir sie kennen, zu zerstören. Nachdem eben dieser Cyber-Terrorist aber Woods und Alex Mason schon in früheren Missionen über den Weg gelaufen ist, will David von Woody alles Wissenswerte über den Herren erfahren. Dafür muss er aber auch in Kauf nehmen, dass bisher verdrängte Erinnerungen wieder hochkommen, die wohl aus gutem Grund im Hinterstübchen des Gehirns vergraben waren.

Was sich hier zuerst wie eine normale Call of Duty-Story anhört, ist aus zwei besonderen Gründen eine Revolution für die Serie. Erstens haben sich die Schreiberlinge bei Treyarch einen gewissen David S. Goyer mit an Bord geholt, der unter anderem als Script Writer bei der neuen „Batman“-Trilogie und auch beim kommenden „Superman“-Reboot engagiert war. Der Mann hat offensichtlich Ahnung von seinem Fach, denn ein paar der Storytwists sind wirklich nicht vorhersehbar, und gerade die Charakterisierung der einzelnen Personen war noch nie so lebensecht wie hier. War Makarov in Modern Warfare doch irgendwie platt geschrieben, kann man sich erschreckender weise manchmal in Menendez hineinfühlen und seine Taten verstehen. Schlimm, wo man ihn doch eigentlich aufhalten soll.

Seite: 123Fazit

Spielinformationen

Pro/Contra
  • interessante, verzweigte Story
  • brachialer Sound
  • süchtig machender Multiplayer
  • grafisch nicht mehr ganz top
Bewertung
8
10
10
9
9
Wertungen
90%
Singleplayer: 86% | Multiplayer: 94%