Hearts of Iron 3 For the Motherland
Vom Schlachtfeld in den Untergrund
Die Hearts of Iron-Spielreihe zählt zu den komplexesten Strategiespielen überhaupt, welche sich aufgrund einer treuen Fangemeinde vor allem in der Zielgruppe der Hardcore-Strategen hoher Popularität erfreut. Nachdem der dritte Teil bereits mit um das Add-On „Semper Fi“ erweitert wurde, setzt der neueste Ableger „For the Motherland“ dort fort, wo seine Vorgänger aufgehört haben. Als Szenario dient erneut der Zweite Weltkrieg in den Jahren 1936 bis 1948, dieses Mal aber mit einigen kleineren Veränderungen. Dazu zählt in erster Linie das neue Partisanen-System. Kriegsführende Länder die über vom Feind besetzte Provinzen verfügen oder deren Regierung ins Exil verbannt wurde, können nun Untergrund und Widerstandsbewegungen aufbauen. Je weiter der Untergrund ausgebaut ist, desto mehr Partisanen können in einem Bürgerkrieg in Bewegung gesetzt werden, um damit erneut die Kontrolle über das Land zu übernehmen. Weiters können nun im Diplomatie-Menü Kriegsziele festgelegt werden. Im Falle einer Kapitulation einer gegnerischen Partei kann ausgewählt werden, ob die Nation beispielsweise annektiert bzw. befreit, als Marionettenstaat eingesetzt oder ihr eine Ideologie aufgezwungen werden soll. Ein Revival erhalten die Schlachtszenarien. Anstatt den kompletten Zweiten Weltkrieg durchzuspielen kann aus fünf verschiedenen Mini-Kampagnen ausgewählt werden, in denen der Spieler in die Rolle eines Kriegsschauplatz-Kommandanten schlüpft. Weitere Neuerungen betreffen vor allem Verbesserungen am Interface, das jetzt mehr Übersicht als bisher schaffen soll.

Alt, aber...
Steam-User durften sich schon seit Juli mit der Erweiterung beschäftigen, Besitzer der Retail-Version von Hearts of Iron III mussten dagegen bis jetzt darauf warten. Einerseits weil sowohl das Hauptspiel als auch die erste Erweiterung Semper Fi benötigt inklusive aktuellen Patches benötigt werden, anderseits weil die digitale Fassung der Spiele und die im Handel erhältliche Verkaufsversion nicht miteinander kompatibel ist. Vom technischen Aspekt hat sich im Vergleich zum Hauptspiel nicht viel verändert. Optisch köchelt Hearts of Iron III noch immer auf Sparflamme und trotz Patch Nummer 3.05 trüben weiterhin einige unschöne Bugs und Balancing-Probleme den Spielspaß. Erfahrene HoI-Spieler sollten sich aber daran in der Zwischenzeit schon gewohnt haben.



