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Jagged Alliance: Back in Action

Es wird Zeit für den nächsten Urlaub in Arulco.

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Seite: 12345Fazit
Strategie Vor 13 Jahren dachten wir, das Deidranna-Problem beseitigt zu haben. Aber wir hatten nicht mit einem Remake gerechnet...

Bei näherer Betrachtung des Spielemarkts zeigt sich, dass ein Großteil der aktuellen Releases keinem klaren Genre mehr zuzuordnen ist. Abgesehen von reinrassigen Shootern dominieren  Action-Adventures, Shooter-RPGs und ähnlichen Hybridisierungen bekannter Klassifikationen die aktuellen Releases. Doch das Prinzip der Kombination verschiedener Spieltypen ist alles andere als neu. Ein Paradebeispiel einer solchen Genre Vermischung, das 1994 erschienene Jagged Alliance, soll nun ein Revival erleben.

Jagged Alliance: Back in Action versetzt Spieler in die Rolle des Befehlshabers eines Söldnerkommandos. Im Auftrag eines gewissen Enrico Chivaldori gilt es eine Operation auf der Tropeninsel Arulco zu leiten, deren ultimatives Ziel im Sturz der Diktatorin Deidranna und ihres Regimes liegt.

So mancher Kenner der Reihe dürfte an dieser Stelle stutzig werden. Immerhin klingt die Storyline verdächtig nach dem letzten Teil des Franchise, der bereits 1999 erschienen ist. Und das ist kein Zufall. 13 Jahre nach Jagged Alliance 2 bekommen wir nicht das längst überfällige Sequel spendiert, sondern vielmehr eine Überarbeitung des alten Stoffes, zumindest auf den ersten Blick.

Mehr als nur ein Remake

Doch wer mit einem simplen Upgrade des Erfolgstitels rechnet, hat den Entwickler Coreplay unterschätzt. Jagged Alliance: Back in Action baut zwar auf dem Konzept des Franchise auf und recycelt das Setting des offiziellen zweiten Teils, verlässt sich aber in nahezu keinem Aspekt auf schlichte Wiederholung. Besonders deutlich wurde das bereits bei der Ankündigung des Projekts. Die Bekanntgabe, dass das neue Jagged Alliance auf das rundenbasierende Element seiner Vorgänger verzichten würde, hat dem Entwickler schon lange vor der Fertigstellung harsche Kritik vonseiten der Fangemeinde eingebracht. Diese zweischneidige Entscheidung, so unpopulär sie bei JA-Veteranen auch sein mag, erscheint jedoch in Anbetracht des Nischen-Daseins, dass das TBS-Genre inzwischen fristet, durchaus sinnvoll. Auch wenn so mancher Retro-Spieler enttäuscht sein wird, könnte das überarbeitete Prinzip den Titel einem neuen Publikum zugänglich machen. Somit muss man Coreplay abseits aller emotionalen Bindungen den Versuch hoch anrechnen, einen der ehemals großen Franchises des mittlerweile leider größtenteils dahinsiechenden Strategie-Genres wiederaufleben zu lassen.

Seite: 12345Fazit

Spielinformationen

Pro/Contra
  • Innovative Umsetzung eines „rundenbasierenden Echtzeitsystems“
  • Clevere KI
  • Enorm lästiges Handling von Items und Inventaren
  • Fehlender Fog of War
Bewertung
8
8
6
7
8
Wertungen
75%
Singleplayer: 75% | Multiplayer: -%