Kingdoms of Amalur: Reckoning
Am Anfang war der Tod …
Zu Beginn des Spiels erwartet euch eine cinematische Einführung in die Geschichte der Welt, die ihr kurz darauf betreten dürft: Die Königreiche von Amalur werden von den sterblichen Völkern und den unsterblichen Feien bewohnt. Letztere teilen sich auf in den Hof des Sommers und einen Hof des Winters, die beide für unterschiedliche Aspekte des Lebens beziehungsweise des Todes, stehen. Doch im Hof des Winters erhob sich ein Feie namens Gadflow, tötete den König und riss die Macht an sich. Seine Anhänger werden fortan die Tuatha genannt – mächtige und unsterbliche Krieger, die zwar besiegt werden können, aber kurz darauf wiedergeboren werden. Die Mission von Gadflow und den Tuatha ist insgesamt leicht erklärt, nämlich die Auslöschung aller sterblichen Völker in Amalur. Diese lassen sich ein solches Unterfangen natürlich nicht einfach so gefallen, weswegen ein langer, kräfteraubender Krieg tobt, bei dem es nur eine Frage der Zeit bis zu einem endgültigen Sieg der Tuatha ist. Eines der sterblichen Völker sind die Gnome, die sehr praktisch und pragmatisch veranlagt sind und auf ihre eigene Weise versuchen, den Vorteil der Tuatha auszugleichen – nämlich mit dem sogenannten Seelenquell. Dieser Quell, der vom Gnomen-Scholar Fomorous Hugues erbaut wurde, soll die Körper der Verstorbenen neu erschaffen und ihre Seelen wieder darin verankern; ein Experiment, das noch nie geglückt ist – bis jetzt. Denn hier kommt ihr ins Spiel als kürzlich Verstorbener, der als erster Sterblicher überhaupt von den Toten zurückkehrt – natürlich just in dem Moment, als zufälligerweise die Tuatha den Quell angreifen und zu vernichten versuchen, was uns nicht nur die Zeit für die Charaktererstellung, sondern auch für ein kleines Kampftutorial gibt, bei dem wir alle verfügbaren Schicksale (die Klassen in Reckoning) einmal durchprobieren können.

Neues Gesicht, neue Skills
Die Charaktererstellung präsentiert sich dabei genretypisch mit ausreichend Einstellungsmöglichkeiten, um den eigenen Charakter optisch anzupassen, der Auswahlmöglichkeit zwischen männlich und weiblich und natürlich vier verschiedenen Rassen mit unterschiedlichen Vorteilen. Diese lassen sich aber im Endeffekt problemlos wieder ausgleichen, was diese Wahl zu einer reinen Geschmacksfrage macht. Habt ihr das erledigt und seid auf dem Berg ekeliger Leichen wieder aufgewacht, bei dem man euch abgeladen hat, müsst ihr euch erstmal herauskämpfen und bekommt vom Spiel alle Grundlagen, vom Schurken, Krieger bis hin zum Magier, erklärt. Da es sich bei Reckoning um ein Action-Rollenspiel handelt, ist der Kampf dementsprechend flott ausgefallen und verwöhnt das Auge noch dazu mit schicken Effekten. Eure Gegner werden automatisch anvisiert und angreifen könnt ihr, indem ihr einfach die linke Maustaste drückt; mit der Rechten wird ein Zauber vorbereitet, die ihr mit den Zahlentasten wechselt, und mit Druck auf das Mausrad könnt ihr zwischen eurer Primär- und Sekundärwaffe umschalten. Neben zwei Waffen lässt uns das Spiel außerdem noch einen Schild ausrüsten, um mit der linken Umschalttaste zu blocken – oder wir rollen uns mittels Leertaste mit einem Hechtsprung zur Seite. Die generelle Steuerung erfolgt natürlich mittels WASD-Tasten und Interaktion mit der Umgebung ist mit F möglich. Wer die Steuerung anpassen will, kann das natürlich auch im dementsprechenden Menü tun – oder man schließt ein Gamepad an, mit dem sich das Spiel ebenfalls gut, wenn nicht sogar noch eine Spur besser als mit Maus und Tastatur steuern lässt. Damit tappt auch Reckoning ein wenig in die typische Falle für Multiplattform-Titel, denn die Steuerung auf dem PC fühlt sich nicht ganz so natürlich und intuitiv an, wie auf den Konsolenbrüdern. Ein Umstand, der sich im Übrigen auch bei der gesamten Menüführung bemerkbar macht, die für Konsolenverhältnisse durchaus in Ordnung ist, aber auf dem PC leider schlichtweg umständlich. Beispiel gefällig? Wollt ihr einen neu erhaltenen Gegenstand mit dem vergleichen, den ihr gerade ausgerüstet habt, dann müsst ihr erst den Gegenstand anklicken und auf die Option „Vergleichen“ gehen, bevor ihr beide Gegenstände nebeneinander angezeigt bekommt. Das geht auf jeden Fall deutlich bequemer und ist für uns definitiv einer dieser kleinen Schönheitsfehler, die wir bereits eingangs erwähnten.






