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Max Payne 3

Leiden für Fortgeschrittene

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Seite: 123Fazit
Action Die Max Payne-Serie hat für die 3rd-Person-Shooter dieser Welt eine Menge bewirkt. Gerade Teil bot uns seinerzeit noch nie zuvor gesehene Gameplay-Elemente, eine famose Grafik und vor allem: eine Geschichte, deren Inhalt und vor allem auch Präsentation neue Maßstäbe setzen und Spieler auf der ganzen Welt mit ihrer Einzigartigkeit begeistern konnte.

Wenn „ein altes Spiel“ allerdings so eingeschlagen und eine so große Fanbase hat, gibt es für den Rechteinhaber besagter Marke immer ein ganz besonderes Problem: Wirtschaftlich gesehen, muss man eigentlich einen Nachfolger machen – verspricht er doch hohe Verkaufszahlen. Andererseits ist keine Latte schwerer zu überspringen als die, die eigene Produkte gelegt haben. Vor allem, wenn man für besagten Nachfolger neue Entwickler auf die Lizenz loslässt …

Max Wehmut

Nachdem Remedy – und somit das Team hinter den bisherigen Max Payne-Teilen – anderweitig beschäftigt ist, hat sich Rockstar selbst an die ihnen einverleibte Lizenz gemacht … und ihr ohne Zweifel ihren ganz eigenen Stempel aufgedrückt. Das fängt schon bei dem namensgebenden Hauptprotagonisten an, der immer noch mit den Dämonen seiner Vergangenheit kämpft, nun allerdings sein Heil in Alkohol sowie der Flucht in einen neuen Job und dabei auch gleich ein anderes Land sucht. Das passt gefühlsmäßig weder wirklich zum bisher kennengelernten Max, noch ist es in Bezug auf das Ende von Teil 2 perfekt stimmig, da er dort mancher Interpretation nach, wenn auch auf tragische Weise, eigentlich Frieden fand. Überhaupt merkt man Max und auch der Geschichte selbst einfach an, dass nicht mehr dieselben Köpfe wie zuvor am Werk sind. Weniger Tod (in Bezug auf storyrelevante Personen mit Naheverhältnis zu Max zumindest), weniger „sexuelle Spannungen“, weniger spürbare Gefahr zum mentalen Totalzusammenbruch, weniger Surrealismus … Versteht uns nicht falsch: Das alles ist nicht als „echte“ Kritik zu verstehen – nur die etwas wehmütige Feststellung eines riesen Fans der ersten Teile.

Setzt man die aggressiv geschärfte Fanboy-Brille nämlich ab, fällt schnell auf, dass man es hier mit einer spannenden Geschichte zu tun hat, die unseren Helden auf der Suche nach einem Neubeginn nach Sao Paolo verschlägt, wo er als Bodyguard arbeiten soll. Das läuft an sich auch erst mal alles ganz gut, bis irgendjemand beschließt, die ihn beschäftigende Familie anzugreifen und Teile davon zu kidnappen. Die darauf folgende Jagd nach den Missetätern wird sehr schnell zu einer äußerst packenden Action-Hatz, die nicht nur erfreulich lang dauert, sondern auch einige spannende Wendungen und Überraschungen parat hält. Auch Abwechslung wird eine Menge geboten. Unter anderem durch zeitweilige Flashbacks, die live und in Farbe erklären, wie genau es eigentlich dazu kam, dass Max New York hinter sich gelassen und einen Partner gefunden hat, der euch fast die gesamte Spielzeit begleitet – ein Novum für die Serie.  

Seite: 123Fazit

Spielinformationen

Pro/Contra
  • spannende Story
  • technisch toll
  • cooles Gameplay
  • Bugs und andere Schwierigkeiten
Bewertung
9
10
9
8
8
Wertungen
92%
Singleplayer: 92% | Multiplayer: 90%