Planets under Attack
Weltraumwuselei mit hohem Suchtfaktor
Denn unser Steampunk-Held mit Schnauzbart und Zylinder steckt bis über beide Ohren in Schulden. Auf unseren Reisen immer mit dabei ist auch unser Mentor Mr. Norrel, korrupt durch das Wirtschaftssystem der Menschen, aber deshalb nicht weniger loyal. Aber natürlich erwarten uns auf unseren Feldzügen durch das Universum nicht nur friedliche Sonnensysteme, sondern auch feindliche Fraktionen, die uns einen Strich durch die Rechnung machen wollen. Besonders die fiesen Weltraum-Roboter machen Mr. Goodman und Co. das Leben schwer…
Taktisch fordernd
Die Hintergrundstory zu Planets under Attack klingt jetzt erstmal nach einer Hardcore-Weltraumsimulation oder nach einem Strategiespiel im Masters of Orion Stil, ist es aber nicht. Der Indie-Titel aus dem Hause Targem Games, bekannt für Battle vs. Chess, ist ein kurzweiliges arcadelastiges Strategiespiel, welches mit viel Humor und seiner Einsteigerfreundlichkeit glänzt. Das Grundprinzip ist simpel: Jeder der Level besteht aus einem Sonnensystem mit mehreren Planeten. Ihr, als auch euer Gegner startet jeweils mit einem eigenen Planeten. Auf diesem befindet sich eure Flotte. Möchtet ihr einen neuen Planeten im Sonnensytem erobern, müsst ihr nur mit der linken Maustaste auf diesen klicken und bestimmen, wie viele Raumschiffe den Angriff vollziehen sollen und schon macht sich eure wuselige Flotte auf den Weg. Findet gerade kein Angriff statt, produziert euer Heimplanet, oder in Zukunft eroberte Stadtplaneten weitere Raumschiffe. Hält unser Gegner einen Planeten, so sehen wir die Anzahl der Streitkräfte, die sich auf dem Himmelkörper befindet. Möchten wir diesen nun erobern, so müssen wir mit mindestens einer Einheit mehr Angreifen, als der Gegner dort stationiert hat. Dieses simple Konzept, ist einfach und genial zugleich. So wirkt es auf den ersten Blick sehr flach und wenig fordernd, aber glaubt mir, spätestens nach den ersten paar Story-Missionen kommt ihr ganz schön ins Schwitzen.

Es wird nämlich ganz schön schnell kompliziert. Am Ende des Tutorials lernt ihr, dass es neben den Stadtplaneten noch eine weitere Planeten-Art, den Festungsplaneten gibt. Dieser produziert bei Eroberung zwar keine Schiffe, schießt mit seinen Weltraum-Lasern jedoch auf alle feindlichen Schiffe in seiner Umlaufbahn. Je mehr Einheiten auf dem Planeten stationiert sind, umso stärker wird dieser. Zusätzlich könnt ihr eure Planeten noch in einen defensiven Modus schalten. Dann kann von diesem zwar kein Angriff mehr ausgeführt werden, jedoch wird die Verteidigung des Himmelskörpers umso stärker. Hinzu kommt, dass ihr jeden der Planeten in eurem Besitz aufrüsten könnt. So erhöht ihr bei Stadtplaneten das Bevölkerungslimit – also die euch zur Verfügung stehenden Einheiten - und bei Festungsplaneten dessen Verteidigungsanlagen. Die Upgrades und jede Attacke auf einen anderen Planeten kosten wiederum einen Teil der Spielwährung. Deren Regeneration hängt wiederum davon ab, wie viel Geld schon in der Kasse liegt. Ist euer Konto gut gefüllt, fließt das Geld immer schneller in eure Kasse. Verbratet ihr mittels Upgrades und Angriffen einen Großteil eures Vermögens, so regeneriert sich dieses langsamer. Ihr verfallt also kurzzeitig in eine Art Armutszustand – darunter leidet dann die Wirtschaft und Militärstärke eures Imperiums.



