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Spore

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Seite: 1234Fazit
Simulation Die menschliche Rasse hat abertausende von Jahren gebraucht, um sich zu dem zu entwickeln, was sie jetzt ist. In Spore dauert dieser Prozess gerade mal knappe zwölf Stunden, ist um einiges spaßiger und hat viel mehr Tentakel. Wundervoll.

Zeiten wie diese...

Das Grundprinzip von Spore hört sich überraschend einfach an: Erschafft eine Kreatur, seht zu, wie sie verschiedene Evolutionsstufen durchläuft und erforscht letzten Endes mit ihr das Universum. Hierbei ist es völlig egal, wie eure Kreatur aussieht – sie muss auch nicht nur zwei Augen, zwei Arme und zwei Beine besitzen. Je mehr ungewöhnliche Gliedmaßen, desto besser! Ein Auge im Mund? Wieso nicht. Schweineschnauze und Libellenaugen? Keiner wird einen davon abhalten. Fünf Paar Flügel und ein von Kristallen übersäter Oberkörper? Gut, man kann es auch übertreiben, aber unmöglich, undenkbar und vor allem unmachbar ist in Spore beinahe nichts. Es ist fast so, als bekäme man einen Baukasten mit der Aufschrift „Schöpfung für Dummies“ in die Hand gedrückt. Und man muss sich noch nicht einmal fragen, ob die eigene Kreatur bei realen Bedingungen wirklich überleben könnte, denn fixe Regeln gibt es nicht. Trotzdem müsst ihr euch um das Überleben eurer brandneuen Spezies kümmern und sie dahingehend gestalten, dass sie sich gegenüber anderen Kreaturen durchsetzen kann – ob mit Steinaxt oder Gesang und Tanz bleibt ganz euch überlassen.

Von der winzigsten Amöbe...

Woher kommen wir? Wer sind wir? Wohin gehen wir? Jene Fragen kann ich nicht für uns kahle, höher entwickelte Affen beantworten, sehr wohl aber für die kranken/lustigen/schlichtweg irren Wesen, die ihr auf ihrer Reise – von einer mit bloßem Auge nicht sichtbaren Zelle, bis hin zum weltraumreisenden Volk und allen Stationen dazwischen – begleiten werdet. Spore beweist des alten Darwins grausamste Theorie immer und immer wieder: Nur der Stärkste überlebt. Aber lasst uns ganz am Anfang beginnen, ja? Der Spieler startet damit, sich einen Planeten auszusuchen, dessen Farbgebung ungefähr bestimmt, wie „normal“ das Ökosystem aussieht – also wird ein grün-blauer Planet unserer schönen Erde wohl am nächsten kommen. Hat man sich für einen vom Umfang her relativ kleinen Planeten entschieden, darf man einem Kometen dabei zusehen, wie er durch den Aufprall auf dessen Oberfläche in viele Milliarden Teile zerschellt. Einige Geoden davon landen im Meer eures Planeten – aus eben jenen entwickelt sich dann eure Kreatur. Abhängig davon, ob ihr euch für Fleisch- oder Pflanzenfresser entschieden habt, steuert ihr nun eure kleine Amöbe durch die evolutionäre Ursuppe, ständig auf der Suche nach etwas zum Futtern. Hier gilt „fressen oder gefressen werden“. Wie ein besonders hungriger Pac-Man verschlingt eure Kreatur immer mehr nahrhaftes Plankton oder auch andere Lebewesen, muss aber dabei aufpassen, nicht von etwas Größerem aufgemampft zu werden. Je mehr ihr futtert, desto größer werdet ihr und desto mehr DNA-Punkte verdient ihr euch. Rache an euren einstmaligen Jägern zu üben, ist also kein Problem, auf eurem Weg durch die einzelnen Ursuppen-Schichten. Neben Nahrung gilt es auch neue Bausteine für den Creator aufzusammeln. Per Knopfdruck könnt ihr einen paarungswilligen Artgenossen herbeirufen, ein kinderfreundliches Mehrzeller-Schäferstündchen schieben und hinterher in den Creature Creator wechseln. DNA-Punkte dürfen hier darauf verwendet werden eurer Spezies mit neuen Teilen stärker und schneller zu machen. Ist diese erste Evolutionsphase abgeschlossen, werden alte Teile zunehmend überflüssiger, so wie es auch sein sollte. Ab hier beginnen die richtigen Herausforderungen…

Seite: 1234Fazit

Spielinformationen

Pro/Contra
  • Innovation an allen Ecken und Enden
  • Geniales Spielprinzip
  • Komplex-einfacher Creature-Editor
  • Gelungener Genremix
  • Kein wirklicher Multiplayer-Modus
Bewertung
8
8
8
0
0
Wertungen
92%
Singleplayer: 92% | Multiplayer: -%