The Elder Scrolls V: Skyrim
Ab mit dem Kopf
Eine Rückkehr nach Hause ist immer schön – aber in eurem Fall steht sie eindeutig unter keinem guten Stern. Kaum in eurer bitterkalten Heimat zurück stolpert ihr in den seit kurzem herrschenden Bürgerkrieg zwischen dem Imperium und der Allianz der Sturmmäntel. Dabei seid ihr wirklich zur falschen Zeit am falschen Ort, denn das Imperium hat einen Hinterhalt für den Anführer der Rebellen gelegt und ihn samt seinem Gefährten geschnappt – und euch gleich mit festgenommen. Dass ihr von dem Bürgerkrieg nichtmal wusstet, hindert niemand daran, euch mit den übrigens Gefangenen auf einen Karren zu verladen und zur Exekution in die nächste Stadt zu bringen. Genau hier beginnt euer Abenteuer – mit den letzten Minuten der Fahrt zu eurer Hinrichtung. Die Gespräche auf dem Karren geben euch einen kurzen Einblick in die Handlung, bevor ihr euch vor dem Henkersblock anstellen dürft. An diesem Punkt, an dem ihr vom Karren steigt, dürft ihr auch euren Helden erschaffen, ihm seine Rasse, Geschlecht, Aussehen und Namen verpassen. Wer Oblivion kennt, wird sich hier rasch zuhause fühlen und feststellen, dass es noch immer jede Menge Optionen gibt und man Stunden damit verbringen kann, sein Alter Ego zu generieren. Auffällig ist allerdings, dass die Wahl der Klasse fehlt – dazu später noch mehr. Wir legen unseren frisch designten Kopf auf den Henkersblock und warten auf unser Ende – und bekommen unerwartete Hilfe: Ein Drache legt den Außenposten in Schutt und Asche! Während die meisten Beteiligten panisch versuchen, am Leben zu bleiben, packen die gestandenen Abenteurer unter euch natürlich die Gelegenheit am Schopfe und flüchten zusammen mit dem Hauptmann der Sturmmäntel. Dieser erste Dungeon gibt uns nicht nur Gelegenheit, die Steuerung zu erlernen, sondern entlässt euch am Ende auch in die offene Welt von Skyrim, denn nach dem spektakulären Ausbruch verweist euch der Hauptmann noch an seine Schwester in der nahegelegenen Ortschaft und macht sich auf den Weg zurück zu den Rebellen. Und was machen wir?

Held in Ausbildung
Mangels Ausrüstung und Übersicht beherzigen wir den Tipp des Hauptmanns und suchen das nächste Dorf, das praktischerweise auf unserer Karte markiert wurde, auf und lassen uns erst mal aufklären, was so in unserer Heimat gerade passiert. Nach dem ausführlichen Gespräch dürfen wir sogar bei besagter Dame ein freies Bett beziehen und sind mit Schmiede, Händler und Gasthaus bestens für unsere ersten Quests gerüstet. Neben den obligatorischen Sidequests wie „Hilf dem Schmied”, einer netten Questreihe, die euch das neue Crafting-System (siehe Infokasten) näher bringt, und „Töte die Banditen”, bekommen wir auch eine vielversprechende Aufgabe vom Dorfhändler, die uns in ein nahe gelegenes Grabmal führt. Nachdem wir uns durch Fallen, ein paar Rätsel und einen Haufen Untoter gearbeitet haben, wartet am Ende eine mysteriöse Steinwand in einer unbekannten Sprache auf uns. Noch unwissend, welches Erbe in uns schlummert, lernen wir hier unser erstes Wort der Macht, aber da wir damit noch nicht viel anfangen können, machen wir uns per bequemer Schnellreisefunktion auf den Rückweg zum Dorf. Nach erfolgreicher Arbeit begeben wir uns endlich zur ersten großen Stadt, Weißlauf, um dem dortigen Jarl von dem Auftauchen des Drachen zu berichten. Wie aufs Stichwort taucht dieser vor den Toren auf und wir ziehen mit ein paar tapferen Soldaten los, um die Bestie zu erlegen, doch der Kampf gegen einen Drachen ist kein Zuckerschlecken. Auch als Nahkämpfer solltet ihr euch den Umgang mit dem Bogen bzw. den ein oder anderen Zauberspruch aneignen, denn die Drachen werden euch anfangs mit einem Bombardement ihrer jeweiligen Elementarmagie aus der Luft beharken. Hier heißt es, zunächst überleben und im geeigneten Moment dem Biest einen Pfeil oder Spruch entgegenzuschicken. Nach einiger Zeit werdet ihr den Drachen so zur Landung zwingen können, doch Vorsicht, erst einmal am Boden kann er nun auch seine mächtigen Kiefer und Klauen einsetzen, was schnell zu eurem Ende führen kann. Besonders während der ersten Begegnung mit der schlecht gelaunten Echse solltet ihr nicht den Helden, der ihr später einmal sein werdet, raushängen lassen und abwarten, bis sich der Drache einen der armen Soldaten als Ziel erwählt hat, und erst dann attackieren. Trotz einiger Verluste schaffen wir es, die Bestie zu bezwingen, und nehmen dabei ihre Drachenseele in uns auf. Diese erweckt auch das erste Wort, welches wir zu Beginn im Grab entdeckt haben, das wir fortan als Schrei alle paar Sekunden einsetzen können, um Gegner per Schockwelle umzuwerfen. Dieser Umstand outet uns als Dovahkiin, was so viel wie Drachenblut bedeutet. Diese können die Sprache der Drachen sprechen und deren Macht in Schreie umwandeln, doch dazu später mehr. Nachdem die Gefahr beseitigt ist, erhalten wir vom Jarl aus Dankbarkeit einen Ehrentitel, unsere eigene Leibwächterin und dürfen uns ein Haus in der Stadt kaufen. Wenn ihr an diesem Punkt im Spiel angekommen seid, habt ihr bereits einige Stunden darin verbracht, aber erst einen sehr kleinen Teil davon gesehen.






