Retro-Special: Commandos + Gewinnspiel
Sie sind die Besten ihres Fachs und somit die Speerspitze der alliierten Armee: die Commandos. Diese Einheit aus höchst spezialisierten Soldaten war bereits vier Mal im Einsatz und hat sich jeden Orden mehr als verdient.
Commandos, das ist ein kleiner aber gut trainierter Trupp Soldaten, welcher hinter feindlichen Linien abgesetzt wird und nur für heikle Operationen beordert wird. Dazu zählen die Sabotage kriegswichtiger Geräte und Anlagen, Rettung bzw. Entführungen von Schlüsselpersonen sowie die Störung der feindlichen Kommunikation. Die Bildung dieser Einheiten geht auf Lieutenant Colonel Dudley Clarke von der britischen Armee zurück. Basierend auf dem von ihm vorgeschlagenen Modell wurden die US Army Rangers und der britische SAS gegründet. In der Commandos-Serie konnten wir die Rolle eines solchen Teams übernehmen und an zahlreichen Kriegsschauplätzen des zweiten Weltkriegs den Ausgang des Konfliktes bestimmen. Ob man dabei vorsichtig vorgeht und unentdeckt bleibt oder das gegnerische Waffen- und Sprengstoff-Arsenal zu den eigenen Gunsten verwendet, blieb uns überlassen. In Sachen Gameplay sorgte eine Mischung aus Action und Echtzeit-Strategie für taktisch komplexe Situationen und aufregende Kämpfe. Die abwechslungsreichen Missionen waren voller Geheimnisse und gespickt mit Anspielungen auf Kriegsfilme. Apropos Filme – die Briefings für die einzelnen Missionen beruhten auf realen Szenarien und wurden von Archiv-Aufnahmen untermalt.
Commandos: Behind Enemy Lines (1998)
Beim ersten Einsatz standen sechs Soldaten zur Verfügung, jeder davon mit eigenem Charakter. Zum Chef der Truppe wurde Jack „Tiny“ O’Hara ernannt – dieser trat den Commandos bei, um einer 14jährigen Haftstrafe zu entgehen. Als ehemaliger Green Baret schlug er nämlich seinen Vorgesetzten bewusstlos. Für den Transport war Samuel „Thread“ Perkins zuständig, dessen Fahrkünste sich nicht nur auf Jeeps beschränken – auch das Steuer eines Panzers ist ihm nicht unbekannt. Zur See nutzt ein solch schweres Gerät jedoch nichts, daher ist James „Fins“ Blackwood im Team. Der Australier wurde zwar wegen Fehlverhaltens degradiert, das hält den Taucher jedoch nicht davon ab, feindliche Gewässer unsicher zu machen. Für ordentlichen Wumms sorgt Thomas „Inferno“ Hancock, ein ausgebildeter Chemiker und Sprengstoff-Spezialist. Wenn man nicht die ganze gegnerische Basis, sondern nur einzelne Soldaten ausschalten möchte, ist Sir Francis T. Woolridge, besser bekannt als „Duke“, der richtige Mann. Der Soldat mit blauem Blut fungiert als Scharfschütze im Team. Spion und letzter Zugang im Regiment ist René „Spooky“ Duchamp, ehemaliger Sicherheits-Chef der französischen Botschaft in Berlin. Dank seiner Deutschkenntnisse und dem Zugang zu streng geheimen Informationen erwies er sich bereits mehrfach als äußerst nützlich für die alliierte Aufklärung und den französischen Wiederstand.
Oft musste mit den Commandos an mehreren Stellen gleichzeitig agiert werden, damit die Operation auch ungesehen beendet werden konnte. Ein wichtiges Werkzeug für uns und der wohl größte Vorteil gegenüber den feindlichen Truppen: der Sichtkegel. Durch das anklicken einer Patrouille konnte man erkennen, wo deren Blickfeld war. Jenes wurde in zwei Zonen unterteilt – während die nähere Hälfte eine unmittelbare Alarmbereitschaft des Gegners zur Folge hatte, konnte man im weiter entfernten Teil des Kegels der Entdeckung durch Hinlegen entgehen. Wenn man hinter der Umgebung Deckung suchte, konnte man den wachsamen Blicken der Soldaten auch geschickt entfliehen. Das eigenständige Add-on Beyond the Call of Duty (1999) brachte nicht nur acht neue Missionen sondern auch neue Fähigkeiten und ein leichtes Grafik-Update.


