Star Wars-Special #02: Obi-Wan hat dich viel gelehrt
Ob man die Filme nun mag oder nicht, Star Wars ist ein Kulturphänomen. Ganze Generationen sind mit den Filmen Star Wars: Eine neue Hoffnung, Das Imperium schlägt zurück und Die Rückkehr der Jedi-Ritter groß geworden, aufgewachsen und davon geprägt worden. Angesichts der bald erscheinenden Blu-Ray Version aller Star Wars Filme, lohnt es sich einen genaueren Blick auf die Filme zu werfen. Den Anfang macht die Originaltrilogie.
Eine neue Hoffnung (1977)
Das junge Milchgesicht Luke Skywalker (Mark Hamill) möchte seinem langweiligen Wüstenplaneten entkommen und Pilot werden. Dabei lernt er den Jedi-Meister Obi-Wan Kenobi (Alec Guinness), den liebenswerten Halunken Han Solo (Harrison Ford) und dessen besten Freund und Partner Chewbacca (Peter Mayhew) kennen. Schneller als ihnen lieb ist, müssen sie Prinzessin Leia Organa (Carrie Fisher) aus der Hand des finsteren, diabolischen Darth Vader (David Prowse) befreien und als wäre das nicht schon schwer genug, müssen sie es auch noch mit dem Todesstern des Imperiums aufnehmen.
Star Wars®: Eine neue Hoffnung hat eigentlich alles, was man sich von einem unterhaltsamen Sci-Fi Film erwartet: Strahlende bis zwiespältige Helden, einen scheinbar übermächtigen Bösewicht, der alle in den Schatten stellt, eine kratzbürstige Prinzessin, Laserschlachten, Lichtschwertkämpfe. Zusätzlich wird das Ganze durch eine mythologische Dimension erweitert und dementsprechend inszeniert. Der Sog ist unaufhaltsam. Aber es kommt noch besser. Denn…
Das Imperium schlägt zurück (1980)
Der Krieg gegen das Imperium geht weiter. Luke will Jedi werden und sucht den großen Meister Yoda auf, während Han und Leia darum kämpfen müssen Darth Vader zu entkommen, der alles daran setzt, die Rebellen zur Strecke zu bringen. Scheinbar hat er es aus irgendeinem Grund ganz besonders auf Han und Leia abgesehen. Obwohl Eine neue Hoffnung ein grandioser Auftakt zur Serie war und man es eigentlich selten erlebt, dass eine Fortsetzung das Original toppt, gelingt dem zweiten Teil dieses Kunststück. Das Imperium schlägt zurück ist für viele der vielleicht beste Teil der Star Wars Reihe. Dies mag viele Gründe haben und alle sind gerechtfertigt. Abgesehen davon, dass der Film einen düsteren Ton anschlägt als der Vorgänger, ist es vor allem das spektakuläre Finale, samt dem bedeutenden, alles verändernden Cliffhanger. Nach diesem Teil kann man gar nicht anders, man muss sich auch den nächsten anschauen. Dort erlebt man …
Die Rückkehr der Jedi-Ritter (1983)
Gleich zu Beginn des Films begegnet man einer weiteren Kultfigur des Star Wars Universums: Jabba the Hutt, ein riesiger, fetter Wurm, dessen Charakter starke Ähnlichkeiten mit einem Mafiapaten aufweist. Und im Grunde ist er auch genau das: ein intergalaktischer Gangsterboss. Nach dem Scharmützel mit Jabba geht es für die Helden jedoch wieder in den Krieg gegen das Imperium, der sich dem Ende nähert. Der große Showdown findet auf und um einen kleinen Waldmond statt, der von putzigen Ewoks besiedelt wird, die eine gewichtige Rolle in der Vernichtung des Imperiums spielen.
Für viele mag es unbefriedigend sein, dass gerade diese niedlichen Ewoks sich in den Kampf einmischen. Die Rückkehr der Jedi-Ritter ist aber keinesfalls so düster wie der vorige Teil, viel eher knüpft er wieder an Eine neue Hoffnung an, was die Atmosphäre der Geschichte betrifft. Trotzdem bietet auch dieser Teil wieder alles was sich das Sci-Fi Herz wünscht. Action, Spannung, Weltraumschlachten und das finale Duell zwischen Luke Skywalker und Darth Vader.
Aufgrund der Mischung zwischen Sci-Fi, Fantasy, Märchen- und Mythenelementen, reichlich Action und auch einer Brise Romantik baut die Original-Trilogie von Star Wars eine unnachahmliche Wirkung auf. Aber nicht nur das: Darüber hinaus findet man auch zahlreiche Einflüsse aus anderen Werken in Star Wars wieder. Vor allem in Akira Kurosawas The Hidden Fortress findet man bereits viele Handlungselemente und Figuren wieder, die Lucas später für Star Wars leicht abgewandelt verwendet (u.a. C-3PO und R2-D2 stammen aus Kurosawas Film). Daneben sind es aber auch klassische Mythen und Märchen wie Beowulf und King Arthur oder analytische Werke wie Joseph Campbells Der Heros in tausend Gestalten, die Lucas extrem bei der Erschaffung des Star Wars Universums beeinflusst haben.
Sofern man sich für so eine Kombination an Genres und verschiedenen Elementen auch nur im Geringsten erwärmen kann, den wird Star Wars schlichtweg begeistern. Die Filme haben nicht umsonst eine derart große und eingeschworene Fangemeinde.
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Die Gewinnfrage: Welcher Film von Akira Kurosawa hat George Lucas bei Star Wars inspiriert?
Einsendeschluss ist der 16. September 2011, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
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