Konsole Archive - Gamers.at https://www.gamers.at/category/reviews/konsole-reviews/ Das älteste Online-Spielemagazin Österreichs Thu, 01 Dec 2022 17:40:39 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.1.1 https://www.gamers.at/wp-content/uploads/2020/11/Gamers-G.png Konsole Archive - Gamers.at https://www.gamers.at/category/reviews/konsole-reviews/ 32 32 Marvel’s Midnight Suns im Test https://www.gamers.at/marvels-midnight-suns-im-test/ https://www.gamers.at/marvels-midnight-suns-im-test/#respond Wed, 30 Nov 2022 15:01:10 +0000 https://www.gamers.at/?p=759949 Marvel's Midnight Suns KeyArt

Marvel's Midnight Suns ist ein Taktik-RPG von den Machern der XCOM-Reihe. Es wurde von Firaxis Games entwickelt und wir haben uns für euch in den Superheldenanzug geworfen und berichten.

Der Beitrag Marvel’s Midnight Suns im Test erschien zuerst auf Gamers.at.

]]>
Marvel's Midnight Suns KeyArt

Marvel’s Midnight Suns ist ein Taktik-RPG von den Machern der XCOM-Reihe. Es wurde von Firaxis Games entwickelt und wir haben uns für euch in den Superheldenanzug geworfen und berichten.

Fans der XCOM-Reihe wissen zwar in etwa was sie erwartet, aber es gibt einige Änderungen im Bezug auf die XCOM-Spiele: Marvel’s Midnight Suns ist zwar auch ein Taktik Spiel, jedoch bietet es einige Rollenspiel und Deck-Building Elemente. Das Spiel wird für die PlayStation 5, Xbox Series X und den PC veröffentlicht. An einem noch nicht bekannten späteren Termin soll das Spiel auch für die PlayStation 4, die Xbox One und die Nintendo Switch veröffentlicht werden.

Neue Geschichte mit alten Bekannten

Marvel’s Midnight Suns erzählt eine neue Geschichte im Marvel Universum. Viele der Charaktere sind zwar bereits aus den Filmen, Serien oder Comics bekannt, jedoch kann man sie im Rahmen der Handlung wesentlich näher kennenlernen. Außerdem bietet das Spiel eine nie zuvor dagewesene Sache, der Hauptcharakter des Spiels, der sogenannte „Hunter“, ist ein völlig neuer Charakter. Er ist relativ frei anpassbar, und sogar seine Fähigkeiten hängen von den Handlungen der Spieler:innen ab. Weitere Spielbare Helden sind unter anderem: Captain America, Iron Man, Captain Marvel, Doctor Strange und einige weitere Bekannte oder Unbekanntere Helden aus dem Marvel Universum.

Die Geschichte des Spiel dreht sich um „Lillith, die Mutter der Dämonen“, die von der totalitären Privatarmee Hydra mit Hilfe des Darkholds wieder zum Leben erweckt wird. Um gegen diese Bedrohung kämpfen zu können bündeln die Midnight Suns ihre Kraft um den Spielercharakter wieder zum Leben zu erwecken, da er der einzige ist der Lillith schon einmal besiegt hat. Im weiteren Verlauf der Geschichte treffen wir neue spielbare Helden, diverse bekannte Gesichter die uns als Antagonisten gegenüberstehen und müssen gegen Hydra kämpfen um Wege zu finden Lillith zu besiegen. Die Charaktere sind alle sowohl in Deutsch, als auch in Englisch synchronisiert. Leider wurden bei den aus dem Marvel Cinematic Universe bekannten Charakteren nicht die selben Sprecher genommen, was bei mir am Anfang des Spiels für leichte Verwirrung gesorgt hat. Aber im Laufe der Handlung gewöhnt man sich schnell an die Stimmen.

Von der großen offenen Welt und den kleinen Leveln

Marvel’s Midnight Suns bietet Spieler:innen mit der sogenannten Abtei, dem Hauptquartier der Midnight Suns eine große offene Welt zum Entdecken. Diese Open World dient gleichzeitig als Hub für alle wichtigen Features die zwischen den Levels relevant sind. Ein wenig wie eines der begehbaren Menüs der alten PlayStation 2 Spiele. In der Abtei finden sich: Die Schmiede, ein Raum in dem man die Belohnungen aus den Missionen gemeinsam mit Iron Man und Dr Strange untersuchen kann und dadurch neues Equipment und Fähigkeiten gewinnt. Der Innenhof, ein „Raum“ indem man seine Fähigkeiten verbessern und mit anderen Helden trainieren kann. Der Warroom, hier befindet sich zum einen der Spiegeltisch mit dem man Missionen startet, und zum anderen eine Erfindung von Captain Marvel mit der man Sidequests bekommen kann. Weiters gibt es das Schlafzimmer des Spielercharakters und den Gemeinschaftsraum. Im Gemeinschaftsraum kann man die Freundschaften mit den anderen Helden in der Abtei stärken, und im eigenen Schlafzimmer beendet man durch das Schlafen gehen den aktuellen Tag. Freundschaft mit den andere Helden bringt starke Kombi-Fähigkeiten und auf dem maximalen Freundschaftslevel schalten sie sogar ihre „Midnight Sun Fähigkeit“ frei. Diese mächtige Spezialfähigkeit macht den Helden deutlich stärker. Doch Vorsicht, man kann nicht mit allen Helden auf dieses Level kommen. Denn manche Freundschaften schließen sich gegenseitig aus.

Weiters bietet die Abtei noch viel Gelände auf dem man Sammelgegenstände, Crafting Materialien, Rätsel, Herausforderungen und Arkane Kisten finden kann. Arkane Kisten können mithilfe von Schlüsseln welche man im Rahmen des Spiels bekommt geöffnet werden. In ihnen befinden sich unter anderem Kosmetische Anpassungen für die Abtei oder die Helden. Dieses enorm große spielbare Hauptmenü macht unter dem Rollenspiel-Aspekt schon Spaß. Wenn man jedoch einige Nebenmissionen nacheinander spielen will um Belohnungen zu sammeln, ist es enorm nervig ständig durch die Abtei laufen zu müssen.

Die Hauptmissionen haben teilweise Cut-Scenes die einen von Kampfgebiet zu Kampfgebiet bewegen. Wer hier aber mit Leveln in der Größe der XCOM-Spiele rechnet wird bitter enttäuscht werden. Meist besteht ein Level aus einem kleinen Areal in das jede Kampfrunde neue Gegner hineingespawnt werden. Innerhalb dieses kleinen Bereichs müssen dann oft kleine Aktionen durchgeführt werden die alle auf die Entscheidung hinauslaufen: „Nehme ich mehr Schaden für meine Helden in Kauf um die Mission voran zu bringen oder erledige ich Gegner?“. Zumeist ist diese Entscheidung zudem noch ein wenig witzlos, da nach dem Erledigen der Aufgabe die nächste Aufgabe ist alle Gegner zu erledigen, dafür die Gegner aber aufhören jede Runde neu zu erscheinen. Die Level sehen schön aus, bieten Möglichkeiten um die Umgebung zum eigenen Vorteil zu nutzen und sind dennoch taktisch langweilig.

Das „taktische“ Kampfsystem

Im Kampfsystem von Marvel’s Midnight Suns finden sich viele Änderungen zum Kampfsystem der XCOM-Spiele. Die Fähigkeiten der Charaktere können mit Karten ausgelöst werden. Diese Karten kosten Aktionen, von welchen man 3 pro Kampfrunde hat und können frei auf alle Helden aufgeteilt werden. Weiters kann man einmal pro Kampfrunde einen Charakter bewegen. Welche Aktionen ein Held durchführen kann ist abhängig von seinem „Battle Deck“. Für jeden Charakter kann zwischen Missionen das „Battle Deck“ angepasst werden mit allen Karten die man für den jeweiligen Held freigeschalten hat. Der Damage ist dabei abhängig von der Karte und die Trefferchance ist immer bei 100%.

Entwickler Firaxis Games begründen diese Änderung damit, dass ein Superheld ja immer treffen sollte. Meiner Meinung nach ist das Kampfsystem aber eher geändert worden um nicht so taktikaffinen Spieler:innen dieses Spiel auch zugänglich zu machen, da das Setting vermutlich viele ansprechen wird, die noch nicht viele Berührungspunkte mit dem Genre hatten. Für XCOM-Fans wie mich macht es das Spiel dadurch ein wenig langweilig, jedoch wird das durch die spannende Geschichte und die gut geschriebenen Charaktere wieder gut gemacht. Ich habe in meiner ganzen Spielzeit nicht eine Mission verloren, jedoch war ich trotz des vereinfachten Kampfsystems mehrfach kurz davor. Durch die „Battle Deck“ Mechanik wird das Spiel ein bisschen zu einem strategischem Kartenspiel. Diverse Statuseffekte und Karten die mit dem Schlachtfeld oder den Handkarten interagieren sorgen dabei für die notwendige Portion Taktik.

Zusammenfassung

Der Beitrag Marvel’s Midnight Suns im Test erschien zuerst auf Gamers.at.

]]>
https://www.gamers.at/marvels-midnight-suns-im-test/feed/ 0
Goat Simulator 3 im Test https://www.gamers.at/goat-simulator-3-im-test/ https://www.gamers.at/goat-simulator-3-im-test/#respond Tue, 22 Nov 2022 08:33:05 +0000 https://www.gamers.at/?p=759821 Goat Simulator 3 Header

Wir haben uns für euch den durchgeknallten Alltag als Ziege angesehen. Wie spaßig „Goat Simulator 3“ tatsächlich ist erfahrt ihr hier!

Der Beitrag Goat Simulator 3 im Test erschien zuerst auf Gamers.at.

]]>
Goat Simulator 3 Header

Die Publisher und Entwickler des schwedischen Coffee Stain Studios zeigten uns 2014 mit „Goat Simulator“, dass sich nicht immer alles um Highscores, Story oder Grafik drehen muss. Manchmal reicht es auch einfach einen Spielplatz mit genug Freiheiten zu haben. Trotz oder gerade wegen der verrückten Ideen fand das Game viele Fans. Jetzt gibt uns das schwedische Team Nachschub, und zwar im offiziellen Nachfolger „Goat Simulator 3“. Dass es gar keinen zweiten Teil gab, spielt dabei keine Rolle. Lasst uns jetzt aber mal klären ob der Nachfolger genauso viel Spaß macht oder ob sich die Idee bereits im ersten Teil die Hörner abgestoßen hat.

Als ich meine Augen öffne, frage ich mich wo ich hier gelandet bin. Selbst meine Hörner schmerzen.

Moment mal…meine HÖRNER!?!

Ich will nach ihnen greifen aber was zum Teufel ist das? Hufe? Wo sind meine Hände?

Ok ok erst mal tief durchatmen. Beim Ausatmen rutscht mir ein leises aber eindeutiges „Määäh“ heraus. Damit ist alles klar. Ich bin eine Ziege. Erklärt vielleicht auch wieso auf der Kutsche, auf der ich aufgewacht bin nur Ziegen sind. Muss ich nicht verstehen. Genauso wenig wie das Gequatsche von dem Kutscher. Irgendwas von „einzigartig“ und „Skyrim“ oder so. Egal. Jetzt wo ich angekommen bin seh ich mich erst mal um.

Ziegen, Schweine und andere Tiere aber auch Menschen gibts hier wirklich viele. Der Kutscher meinte „der Turm“ sei mein neues Zuhause. Na dann erst mal dort hin. Im Inneren des Turms find ich eine riesige Tür die voll mit Ketten und Siegeln ist. Da komm ich wohl noch nicht rein. Vermutlich finde ich auf dieser „Insel“ hier alles nötige um dieses Tor zu öffnen. Na dann! Los gehts!

Goat Simulator 3 Onsen

Eine Map im Menü zeigt mir alle möglichen Aufgaben, die ich hier erledigen kann. Reihenfolge muss ich hierbei anscheinend keine einhalten. Ich lauf also los, was ehrlich gesagt echt mühsam ist. Auch mein Doppel – bzw. Dreifachsprung klappt nicht jedes mal. Wände hochlaufen kann ich zwar aber irgendwie stoße ich mich dabei immer versehentlich ab und lande wieder ganz unten am Fuß des Berges. Wenn ich es allerdings schaffe, finde ich immer irgendwelches Zeugs. Kleidung, die entweder nur optisch was hermacht oder aber auch coole Funktionen hat. Zum Beispiel kann ich mit dem einen Hut Graffitis sprayen. Mit einem anderen dafür megaschwere Dinge wie Autos oder Ähnliches auf meinem Kopf tragen. So kann ich sie überall mit hinnehmen. Damit lässt sich echt viel anstellen. Jetzt erst mal zurück zu meinen Aufgaben.

Was genau ich bei den einzelnen Aufgaben machen muss erklärt mir oft keiner. Die Titel der Missionen sagen mir nur sehr wenig. „How it’s made“ ist zum Beispiel einer dieser kryptischen Titel. Beim Missionspunkt angekommen merke ich aber schnell, dass es wirklich nicht schwer ist diese „Rätsel“ zu lösen. Mit meiner Klebezunge schnapp ich mir die notwendigen Gegenstände und baue alles zusammen um die Maschinen zum Laufen zu bringen. Tadaaaa! Mission erledigt, Belohnung in Form von Geld erhalten und nebenbei drei tanzende Riesenbananen erschaffen. Na ja.. Nicht mehr mein Problem. Weiter gehts. Schließlich will ich immer noch dieses Tor im Turm öffnen. Bei dieser Mission habe ich leider nichts gefunden, um eines der Siegel zu brechen. Vielleicht ja bei der nächsten.

Goat Simulator 3 Welt

Während ich über die recht große Insel laufe, entdecke ich soooo viele interessante Dinge. Einen monströsen Maiskolben. Den schmeiß ich mal ins Feuer. Oh yessss! Popcorn! Dürfte den Menschen hier nicht gefallen. Auf einmal laufen sie auf mich zu und treten mich. Das passiert übrigens immer wieder mal. Ach und Gott höchstpersönlich bestraft mich auch immer wieder mit Blitzen. Wo war ich stehengeblieben? Ach ja die Umgebung. Also vom Bauernhof über einen japanischen Onsen bis hin zu einer separaten Insel die aussieht wie San Francisco gibts hier wirklich alles. Ja sogar Bilbo Beutlins Haus hab ich gesehen. Während ich hier also so rumlaufe und allerhand Blödsinn anstelle, merke ich, dass ich dabei rein zufällig immer wieder Aufgaben von meiner Liste abarbeite. Ein brennendes Auto mit meiner Zunge auf ein Gebäude zu schleudern gilt als angeschlossene Mission! Menschen in eine Wahlkabine zu stopfen und Zack ich bin Präsident! War wohl auch eine Aufgabe.

Goat Simulator 3 Haus

Wenn, ihr das alles einfach nur noch schräg findet und euch fragt, ob das der verrückteste Traum aller Zeiten ist versteh ich euch wirklich. Ihr könnt aber einfach ein bisschen auf „Inception“ machen und bei meinem total durchgeknallten Abenteuer mitmachen. Multiplayer sei Dank! Würde mich echt freuen, denn ich habe bei meiner Suche leider niemanden gefunden der mich begleitet. Vermutlich war ich einfach zu früh dran. Muss wohl so ne Art Testabenteuer gewesen sein.

Wie dem auch sei. Ich werde mal weiterziehen. Hab da noch einen Auftritt im neuen „Thor“ Film. Verrückte Ziege uns so. Vielleicht trifft man sich ja mal beim Grasen oder ich nehm euch per Anhalter mit meinem Auto mit. Hier ist einfach alles möglich.

Zusammenfassung

Der Beitrag Goat Simulator 3 im Test erschien zuerst auf Gamers.at.

]]>
https://www.gamers.at/goat-simulator-3-im-test/feed/ 0
God of War Ragnarök im Test https://www.gamers.at/god-of-war-ragnaroek-im-test/ https://www.gamers.at/god-of-war-ragnaroek-im-test/#respond Mon, 07 Nov 2022 07:58:02 +0000 https://www.gamers.at/?p=759692 God of War Ragnarök Header

In unserem Test zu God of War Ragnarök verraten wir euch, ob das Action-Feuerwerk zu Recht so viele Vorschusslorbeeren bekommen hat.

Der Beitrag God of War Ragnarök im Test erschien zuerst auf Gamers.at.

]]>
God of War Ragnarök Header

Im Jahr 2018 wurden wir mit „God of War“ und somit einem wahren Meisterwerk beschenkt. Entwickler SIE Santa Monica Studio und Publisher Sony Interactive Entertainment haben damals nicht nur den bis dahin am besten verkauften PS4-Exklusivtitel geschaffen, sondern dabei auch noch gezeigt, dass man eine Spielereihe komplett neu erfinden kann ohne, dass es zwangsläufig schiefgehen muss. Kein Wunder also, dass der Nachfolger „God of War Ragnarök“ mit großer Vorfreude aber auch ebenso hohen Erwartungen konfrontiert wird. Ob Kratos und Atreus wieder ordentlich Kauleisten bearbeiten oder vielleicht doch lieber vor dem Kamin entspannen erfahrt ihr in diesem Artikel.

Drei Jahre sind vergangen seit wir mit Kratos und Atreus die Asche von Faye auf dem höchsten Gipfel der neun Welten verstreut haben. Fimbulwinter erschwert uns das alltägliche Leben und als wäre das nicht schon genug, sitzt uns, auch noch Freya im Nacken, die immer wieder versucht uns umzubringen. Ja so ein Leben als Kriegsgott und alleinerziehender Vater kann schon mal mühsam sein. Ach und dann wäre da noch die winzige Kleinigkeit, dass Ragnarök naht und somit das Ende aller Welten quasi vor der Tür steht.

Viel mehr über die Story wird hier aber nicht ausgeplaudert. Die ist nämlich schon wie im Vorgänger von 2018 das absolute Highlight des Titels.

God of War Ragnarök Mond

Helheim, Muspelheim, unser Heim…

Mindestens genauso gut wie die Story ist auch das Gameplay. Kaum haben wir unser Hauptquartier in dem Haus der beiden Zwerge Sindri und Brok aufgeschlagen gehen unsere Reisen zu den neun Welten auch schon los.

Wir erkunden die Heimat der Zwerge Svartalfheim, besuchen die Wanen in Vanaheim oder genießen den wunderschönen Ausblick von der großen Mauer in Asgard. Weite Strecken legen wir dabei mit unserem Wolfsschlitten oder einem Boot zurück. Geklettert wird natürlich auch wieder jede Menge. Mit unseren Klingen können wir uns dabei auch über Vorsprünge hochziehen. Die Hauptwege verlassen wir wie gewohnt, um Truhen zu plündern und dabei Ressourcen aller Art zu sammeln. Manche dieser Truhen sind wie gewohnt durch Runen verschlossen und müssen erst durch kleine Rätselpassagen entsperrt werden.

Mit den gefundenen Ressourcen können wir uns dann bei unseren Lieblingsschmieden Sindri und Brok neue Ausrüstung anfertigen lassen. Ob Waffen, Schilde, Rüstungsteile oder Amulette. Auswahl gibt es jede Menge.

God of War Ragnarök Asgard

Gut gewappnet ist halb gewonnen!

Passt eine Rüstung mehr zu unserem Spielstil als die andren lohnt es sich durchaus diese immer weiter zu verbessern, statt sofort die neueste zu verwenden. Dank Runen, Zauber und genug Verbesserungsstufen habe ich mich zum Beispiel mit meiner bereits im ersten Drittel gefundenen Rüstung bis zum Ende durchgekämpft, ohne das Bedürfnis zu haben mir alle paar Stunden neue Ausrüstung zu besorgen. Und eine gute Rüstung brauchen wir auch denn die Kämpfe haben es wirklich in sich. Wuchtig und brutal fühlt sich jeder Hieb an. Nicht zuletzt durch die Funktionen des Dualsense Gamepads. Vor allem die kleinen und großen Bosskämpfe machen unglaublich viel Spaß. Von denen gibt es diesmal auch wieder mehr als im Vorgänger. Diesen Punkt haben sich SIE Santamonica Studio anscheinend zu Herzen genommen und den Fans gegeben was sie wollten.

In den Kämpfen haben wir zwischen verschiedenen Waffen mit dazugehörigen Spezial-Attacken auch wieder den brachialen Rage Mode zur Verfügung. Wahlweise können wir mit der gesammelten Rage Energie unseren Gegner ordentlich die Gesichter zerschmettern und sie ihrer Körperteile entledigen oder aber einen Gesundheitsboost verschaffen.

Wenn das nicht reicht, haben wir immer noch unsere Begleiter, die uns im Kampfgeschehen unterstützen. Natürlich ist das die meiste Zeit unser Sohn Atreus der mit Bogen und diversen Zaubern eine wirkliche Unterstützung darstellt. Moment mal… Atreus?.. Dieser Atreus?

Ja genau DER. Im letzten „God of War“ noch mehr als kleiner Begleiter der mit Pfeil und Bogen die Gegner bei Laune hält und auch mal hilft, ist Atreus oder auch Loki genannt mittlerweile zu einem erfahrenen Kämpfer herangewachsen. Er kämpft aktiv und selbstständig gegen Feinde und hilft uns durch diverse Zauber bei größeren Gegnerhorden.

Bei all den Skills des früher nur „Junge“ genannten Atreus stellt sich bestimmt bei dem Einen oder Anderen die Frage wie es wohl sein mag die Kontrolle über ihn zu übernehmen. Die gute Nachricht, das könnt ihr selbst rausfinden, denn man steuert Atreus in einigen Abschnitten des Games. Die noch viel bessere Nachricht, es macht unfassbar viel Spaß! Im Gegensatz zu den Berserker Nahkampf Attacken seines Vaters Kratos bewegt sich Atreus flink und geschmeidig. Statt den Gegnern die Köpfe zu spalten, gilt es hier ihnen auszuweichen und sie mit verschiedenen Pfeilen zu malträtieren. Dank eigenem Skilltree wird die Auswahl an Attacken auch nie langweilig. Auch eine Art Rage Mode hat Atreus spendiert bekommen. Der hält die ein oder andere Überraschung bereit, auf welche ich aus Spoilergründen nicht näher eingehe.

God of War Ragnarök Bear

Für jeden was dabei!

Um die Steuerung und das Spielerlebnis nach unseren Bedürfnissen anzupassen stehen uns jede menge Einstellungen im Menü zur Verfügung. Barrierefreiheit wird hier großgeschrieben. Titel wie „The Last of Us“ oder „Horizon Forbidden West“ haben es vorgemacht und auch „God of War Ragnarök“ möchte allen Menschen ermöglichen das Spiel und die Geschichte zu genießen. Diverse Farbfilter oder Steuerungseinstellungen sollen dabei helfen. Manche Einstellungsmöglichkeiten sind wirklich sehr gut gelungen. So habe ich z. B. eingestellt, dass Ressourcen automatisch eingesammelt werden ohne für Loot ein regelrechtes Button Mashing betreiben zu müssen. Besonders in den Kämpfen ist es ganz praktisch, wenn man die Finger nicht von den Angriffstasten nehmen muss, um Energiekristalle einzusammeln.

Die großartige Story erleben wir wie auch schon im Vorgänger ohne einen einzigen Schnitt. Für mich immer noch erwähnenswert, wenn auch nicht neu bei „God of War“. Sowohl die englische als auch deutsche Synchronisation sind fabelhaft gelungen. Dazu kommt noch der meisterhafte Soundtrack. Kein Wunder! Komponist Bear McCreary hat sich bereits um die musikalische Leitung in „The Walking Dead“ oder „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ gekümmert. So fühlen wir uns während der Kämpfe mächtig und unbesiegbar. In den Zwischensequenzen aber haben wir Gänsehaut am ganzen Körper und ja auch die ein oder andere Träne gab es. Ob bei Kratos oder bei mir sei jetzt mal dahingestellt.

Grafisch haben wir hier kein „The Last of Us“ vor uns aber das mindert die Qualität des Anblicks keineswegs. Die Charaktere sind detailreich gestaltet und ihre Mimik ist sehr gut gelungen. Auch die unterschiedlichen Welten sind sehr schön anzusehen. Nicht nur einmal wünscht man sich die Bewegungsfreiheit eines „Horizon Forbidden West“ , wenn wir über die Weiten Asgards blicken. Ladezeiten zwischen den Arealen werden wieder kaschiert in dem man sich z. B. durch Felsspalten zwängt.

God of War Ragnarök Atreus & Kratos

Begeisterung pur!

Manches an „God of War Ragnarök“ ist neu, vieles aber nicht. Muss es auch gar nicht. Waren die Abenteuer von Kratos und Atreus 2018 schon Grund für Standing Ovations und nahezu perfekte Bewertungen, steht dieser Titel dem Vorgänger in nichts nach. Klar, die Neuerfindung der Reihe wie es vor vier Jahren gelungen ist lässt sich nicht wiederholen. Haben wir damals einen sanfteren und ruhigeren Kratos kennengelernt. Die Reise aber mit genau diesem Kratos weiterzugehen war die richtige Entscheidung und fühlt sich für mich der seit 17 Jahren Fan der Reihe ist unglaublich gut an.

Unglaublich oder fabelhaft sind Wörter, die hier öfter vorgekommen sind. Meine Begeisterung lässt sich nicht wirklich verbergen. Vom ruhigen Anfang bis zum epischen Ende finde ich keinen Fehler. „God of War Ragnarök“ ist ein Meisterwerk und für mich eines der besten Spiele das ich bis heute gespielt habe.

Zusammenfassung

Der Beitrag God of War Ragnarök im Test erschien zuerst auf Gamers.at.

]]>
https://www.gamers.at/god-of-war-ragnaroek-im-test/feed/ 0
Mario + Rabbids Sparks of Hope im Test https://www.gamers.at/mario-rabbids-sparks-of-hope-im-test/ https://www.gamers.at/mario-rabbids-sparks-of-hope-im-test/#respond Wed, 02 Nov 2022 15:11:08 +0000 https://www.gamers.at/?p=759611

Die sehr ungewöhnliche Partnerschaft zwischen Ubisoft und Nintendo geht in die zweite Runde. In Mario + Rabbids Sparks of Hope verbünden sich die Firmenmaskottchen der beiden Spielehersteller erneut und ziehen gemeinsam in die Schlacht.

Der Beitrag Mario + Rabbids Sparks of Hope im Test erschien zuerst auf Gamers.at.

]]>

Die sehr ungewöhnliche Partnerschaft zwischen Ubisoft und Nintendo geht in die zweite Runde. In Mario + Rabbids Sparks of Hope verbünden sich die Firmenmaskottchen der beiden Spielehersteller erneut und ziehen gemeinsam in die Schlacht gegen eine düstere Bedrohung. Der erste Teil konnte mit seinen fordernden Taktik-Kämpfen durchaus begeistern, aber kann der titelgebende Funke erneut ein Feuerwerk an interessanten Spielideen zünden?

Wir erinnern uns kurz: In Mario + Rabbids Kingdom Battle landeten die vorlauten Rabbids mit ihrer Zeitwaschmaschine im Labor einer jungen Erfinderin sowie ihrem Roboter-Assistenten Beep-0 und wurden durch das SupaFusionierer-Headset mit diversen Spielfiguren aus dem Mario-Universum verschmolzen. Gemeinsam Beep-O reisen sie durch ein Wurmloch namens Mega-Bug in das Pilz-Königreich, um zusammen mit dem italienischen Klempner und seinen Freunden den fiesen Rabbid Spawny zur Strecke zu bringen. Soweit so gut.

Mario + Rabbids Sparks of Hope schließt nahtlos an diese Geschichte an. Die Rabbids und Beep-O treiben noch immer im Pilz-Königreich ihr Unwesen, als plötzlich unbekannte Wesen auftauchen. Sie ähneln Lumas, haben aber das Gesicht und die Ohren eines Rabbids, weshalb sie zunächst als Rabbid-Lumas, später als Sparks bezeichnet werden. Diese werden kurz darauf von einer Kreatur namens Cursa attackiert, welche aus dem letzten verbliebenen Fragment des Megabugs entstanden ist. Mittels der Energie der Sparks will sie die Galaxie übernehmen, indem es Darkmess, eine Art dunkle Materie, über die Planeten verteilt. Es liegt also wieder an Mario und den Rabbids, die Galaxie zu retten.

Wie bei den meisten Mario-Spielen dient die Story eigentlich nur dazu, um die Protagonisten von Spielewelt zu Spielewelt zu schicken. Trotz guter Inszenierung und einiger filmreifer Cutscenes, rückt die Geschichte auch bei Mario + Rabbids Sparks of Hope stark in den Hintergrund – spätestens wenn man in die erste Schlacht geschickt wird, ist sie auch schon wieder vergessen.

Rundentaktik mit Mario & Co

Im Kern bleibt natürlich auch Mario + Rabbids: Sparks of Hope den grundlegenden Regeln eines rundenbasierten Taktikspiels treu, kann aber im Vergleich zum Vorgänger oder auch zu anderen Genrekollegen doch mit einigen Neuerungen punkten. So ist das Spielfeld nun nicht mehr in Felder unterteilt, sondern eine Figur kann jetzt innerhalb eines vorgegebenen Bewegungsradius beliebig umherwandern. Insgesamt verfügt ein Charakter dabei über genau zwei Aktionspunkte, die er möglichst sinnvoll einsetzen sollte, und erst wenn er seine Primärwaffe abfeuert, endet die Runde für ihn. Durch diesen zusätzlichen Freiheitsgrad ist es möglich, die einzelnen Kämpfer besser zu positionieren, sodass man ihre individuellen Fähigkeiten effektiver einsetzen kann. Richtig, denn genau wie im Vorgänger spielt sich jede Figur etwas anders. Mario besitzt mit dem Dual Slinger eine Waffe, mit denen er auf zwei verschiedene Gegner schießen kann. Sein Rabbid-Counterpart hat sich dagegen mit seinen schlagkräftige Handschuhe, den Dukes, auf den Nahkampf spezialisiert. Rabbid Peach ist es wiederum möglich ihre Kampfgefährten heilen und das Rosalina-Häschen kann mit der Spezialfähigkeit Ennui alle Feinde eine Runde lang an Ort und Stelle erstarren lassen. Darüber hinaus gibt es natürlich auch wieder den Teamsprung, der es einer Figur ermöglicht weiter entfernte Areale zu erreichen oder ihr könnt mit der Fähigkeit Raserei Gegner aufheben und vom Spielfeld oder auf andere Feinde schmeißen.

Insgesamt stehen im Verlauf des Spieles neun verschiedene Charaktere zur Auswahl, jedes Scharmützel darf dabei mit drei Kämpfern bestritten werden. Mit welchen, das bestimmen dabei in der Regel Spieler:innen selbst, sodass die Zusammenstellung des richtigen Teams eine besondere Bedeutung bekommt. Die Aufgaben, welche die dreiköpfige Truppe erledigen soll, sind dabei sehr vielfältig und reichen von der Zerstörung von Gegnern oder bestimmter Objekte, bis hin zu einem Survival-Modus, bei dem man eine vorgegebene Rundenanzahl überleben muss.

Ein Funke für den Spielspaß

Für erfolgreich absolvierte Schlachten erhalten wir Erfahrungspunkte und Geldmünzen. Haben wir eine bestimmte Levelstufe erreicht, bekommen wir darüber hinaus einen Fähigkeitenpunkt, den wir in einen der vier Talentbäume Kraftpunkte, Bewegung, Waffe und Technik investieren können. So erhöhen wir rollenspieltypisch etwa unsere Lebenspunkte, den Bewegungsradius oder die Durchschlagskraft und Präzision unserer Waffen. Für Geld können wir uns dagegen verschiedene Items kaufen, die wir dann in einem Gefecht für einen Aktionspunkt einsetzen dürfen. Wie sich die Verbesserungen auswirken, ist aber bei jeder Figur etwas anders, wodurch experimentierfreudige Spieler:innen einiges zu tun haben werden.

Aber auch die eingangs erwähnten Sparks sind nicht nur die obligatorische Damsel in Distress, welche es zu retten gilt, sondern haben auch Einfluss auf den Spielverlauf. Eingesammelte Sternteile können an diese kleinen funkelnden Wesen verfüttern werden, wodurch sie neue Kräfte erhalten. Von den rund 30 Exemplaren dürfen wir dann maximal zwei in eine Schlacht mitnehmen. Diese verleihen dem Träger besondere Boni, wie etwa Schadensrekflektion, Heilfähigkeiten oder Unsichtbarkeit.

Talentbäume, Sparks und Items – das Zusammenspiel dieser drei Elemente ermöglichen eine schier unendliche Zahl an verschiedenen Kombinationen. Die perfekte Abstimmung der drei Charaktere mit ihren individuellen Fähigkeiten ist ungemein motivierend.

Quer durch die Galaxie

Das Abenteuer führt Mario und seine Freunde über insgesamt fünf verschiedene Planeten, die allesamt sehr abwechslungsreich gestaltet sind. In jedem dieser Spielabschnitte müssen wir eine in zwei Teile gegliederte Hauptmission erfüllen, um neue Teile der Galaxie freizuschalten und um so immer näher an Mira heranzukommen. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche Nebenmissionen, die teilweise erst nach und nach freigeschalten werden. Gut gelungen sind auch die Bosskämpfe, wovon es aber leider nur insgesamt sechs Stück im gesamten Spiel gibt. Für die Story alleine sollte man bereits etwa 20 Stunden einplanen, für sämtliche optionalen Inhalte muss man dann nochmals etwa zehn hinzurechnen.

Während in den ersten Level der taktische Anspruch noch eher moderat ausfällt, steig dieser sehr schnell, sehr rasant an. Jeder kleine Fehler wird sofort bestraft, sodass selbst für erfahrene Genrekenner kniffelige Situationen entstehen. Dass dabei der Frust aber nicht allzu groß wird, dafür sorgt der einstellbare Schwierigkeitsgrad. Drei Stufen sorgen dafür, dass auch Anfängern die Spielmechaniken ganz sanft näher gebracht werden. Wer will, kann diesen dann außerhalb der Schlachten auch jederzeit wieder ändern. Ebenso ist es möglich, die einzelnen Schwierigkeitsgrade manuell anzupassen. So bleibt Mario + Rabbids Sparks of Hope stets einsteigerfreundlich, als auch fordernd zugleich.

Zusammenfassung

Der Beitrag Mario + Rabbids Sparks of Hope im Test erschien zuerst auf Gamers.at.

]]>
https://www.gamers.at/mario-rabbids-sparks-of-hope-im-test/feed/ 0
Sackboy: A Big Adventure im Test https://www.gamers.at/sackboy-a-big-adventure-im-test/ https://www.gamers.at/sackboy-a-big-adventure-im-test/#respond Mon, 31 Oct 2022 08:07:23 +0000 https://www.gamers.at/?p=759583 sackboy-a-big-adventure Beitragsbild

Mit Sackboy: A Big Adventure ist (nach Gods of War, Uncharted: Legacy of Thieves oder Ratchet & Clank) nun ein weiterer bisher PlayStation exklusiver Hit für den PC erschienen. Ihr könnt die Abenteuer des sympathischen Helden aus Sackleinen ab sofort nun auch auf Steam oder Epic erleben.

Der Beitrag Sackboy: A Big Adventure im Test erschien zuerst auf Gamers.at.

]]>
sackboy-a-big-adventure Beitragsbild

Mit Sackboy: A Big Adventure ist (nach Gods of War, Uncharted: Legacy of Thieves oder Ratchet & Clank) nun ein weiterer bisher PlayStation exklusiver Hit für den PC erschienen. Ihr könnt die Abenteuer des sympathischen Helden aus Sackleinen ab sofort nun auch auf Steam oder Epic erleben. Auf der PlayStation ist das Spiel seit bereits fast 2 Jahren am Markt.

Wer ist Sackboy eigentlich? Manche haben vielleicht den Namen noch nie gehört? Nunja, Sackboy ist der gestrickte Held aus den Little Big Planet-Spielen. Zum Start der PlayStation 5 von Sony hat er endlich sein erstes, eigenes eigenständiges Abenteuer bekommen. Im Gegensatz zu den Little Big Planet-Spielen, in denen die Spieler:innen ihre eigenen Spiele erstellen und mit der Community teilen konnten, ist Sackboy: A Big Adventure allerdings ein reiner 3D-Plattformer mit dem Fokus auf Action und mit einem witzigen Mehrspielermodus. Ein Level Editor ist jedoch nicht mehr inkludiert.

sackboy-a-big-adventure VEX

Die Steuerung

Ein Jump’n’Run lebt und stirbt mit seiner Steuerung. Das Designziel von Sackboy: A Big Adventure  war daher eine Steuerung, die wirklich einfach und zugänglich ist, die aber auch eine gewisse Tiefe hat. Daher ist das Bewegungsrepertoire von Sackboy verglichen mit den Vorgängerspielen gehörig erweitert worden. Er kann natürlich springen, er kann rennen, und das Greifen und Ziehen von Sachen ist ein wirklich wichtiger Teil das Spieles. Aber dann ist noch ein Haufen weiterer Bewegungen hinzugefügt worden. Beispielsweise eine Rollbewegung zum Ausweichen, einen grafisch total niedlichen Schwebe-Modus, die Möglichkeit eines Schmetter-Sprunges… Sackboy verfügt nun auch über Bewegungsmöglichkeiten, die in anderen 3D Spielen zu finden sind. Dazu kommt sein Faustschlag, der nun einfach durch Druck auf die Taste X auszulösen ist, und mit dem kleinere Gegner bereits mit einem Treffer ausgeschaltet werden. In Kombination dieser Bewegungsmöglichkeiten sind nun auch recht komplexe Sequenzen möglich, die für ein herausforderndes und spannendes Jump’n’Run einfach notwendig sind. Ein Lebensverlust setzt euch an den letzten (der zahlreichen) Speicherpunkte innerhalb eines Levels zurück, wenn ihr jedoch alle Leben verliert, geht es zurück auf die Weltkarte.

Der Held aus Sackleinen

Worum geht es in Sackboy: A Big Adventure eigentlich? Nunja, die Geschichte ist kein Meisterwerk, sondern lehnt sich sehr an die übliche Heldenstory von Computerspielen an. Gerade bei Jump’n’Run Spielen habe ich sie irgendwie schon öfters gesehen… Bösewicht taucht auf, entführt alle meine Freunde, nur ich kann meine Freunde (und die ganze Welt) noch retten. Das war nicht nur im fantastischen Sonic Generations schon genau so. Aber wozu etwas Neues erfinden, wenn die alten Stories doch gut funktionieren? In diesem Fall ist es der heimtückische Vex, der plötzlich angeflogen kommt und mit seinem Staubsauger alle Dorfbewohner aufsaugt, nur Sackboy kann mit einer kleinen Rakete noch schnell flüchten. Vex zwingt unsere Freunde nun dazu, ein sehr seltsames und bösartiges Gerät zu bauen, mit dem die ganze Welt in einen ausgedörrten, kargen Schandfleck voller Albträume verwandelt werden soll. Das müssen wir natürlich verhindern!

Unser Abenteuer um den fiesen Vex aufzuhalten führt uns durch vollkommen unterschiedliche Welten. Von verschneiten Bergen, einem tropischen Dschungel, einer Unterwasserwelt oder sogar einem Abstecher in den Weltraum ist alles dabei. Die Ansicht erfolgt dabei in isometrischer Darstellung – wir sehen unseren Helden von hinten oder von der Seite, wobei hier interessanterweise der Blickwinkiel fest vorgegeben ist. Im Gegensatz zu den meisten vergleichbaren 3D Jump’n’Runs können wir die Ansicht nicht mit dem rechten Stick bewegen – sondern wir sehen Sackboy immer von etwas weiter weg aus einem vorgegebenen Blickwinkel. Es ist daher ungeübteren Spieler:innen nicht mehr so leicht möglich, die Übersicht zu verlieren. Allerdings ist unser Held durch die etwas weiter entfernte Kamera etwas kleiner am Bildschirm zu sehen, wodurch Präzisionssprünge schwieriger durchzuführen sind. Generell gewöhnt man sich aber sehr schnell an diese Darstellungsweise und steuert Sackboy wie ein Profi durch die immer komplexer werdenden Spielabschnitte. Außerdem ist es so praktisch unmöglich, dass es einem aufgrund der 3D Grafik schlecht wird. Jeder Abschnitt ist randvoll mit Sammelgegenständen und versteckten Herausforderungen außerhalb des direkten Weges zum Levelende. Sogar auf den Übersichtskarten gibt es viele versteckte Bereiche zu finden.

Kreativmodus bei Zom Zom

Sackboy: A Big Adventure beinhaltet keinen Level Editor. Eure Kreativität beim Zusammenstellen neuer Dinge könnt ihr jedoch trotzdem ausleben – indem ihr eure Spielfigur ganz nach eurem Geschmack anpasst. Im Shop von Zom Zom können wir unsere während dem Spiel eingesammelten Sammelgegenstände (Glocken) gegen neue Outfits (und Hüte oder Gesichter) eintauschen. Ihr könnt auch die Farbe eures Helden ändern und eure Kreationen aus Outfit, Hut, Gesicht und Farbe abspeichern. Die Auswahl an bereits von Anfang an frei geschalteten Objekten für Sackboy ist groß. Sehr umfangreich. Manche weitere Skins können auch direkt im Spiel selbst entdeckt und freigeschalten werden. Auf Steam könnt ihr schließlich noch zwei zusätzliche gratis DLCs herunterladen, mit denen ihr Sackboy in Nathan Drake oder Chloe Frazer aus Uncharted verwandeln könnt.

sackboy-a-big-adventure reddy

Auch im Multiplayer

Eine Besonderheit von Sackboy: A Big Adventure ist der Oline-Mehrspielermodus. Ihr könnt die Abenteuer von Sackboy auch mit bis zu vier Spieler:innen angehen. Es handelt sich dabei grundsätzlich um einen kooperativen Mehrspielermodus, wobei ihr euch auch aber gegenseitig nerven könnt. Die andere Spielerin oder den anderen Spieler aufheben und durch die Gegend werfen mag in vielen Situationen nützlich sein, kann aber auch ziemlich mühsam sein, wenn es ohne ersichtlichen Grund passiert. Alle Level können gemeinsam gespielt werden, und neben den Hauptmissionen gibt es noch einige reine Mehrspielerlevel, bei denen das kooperative Vorgehen notwendig ist, um zum Ende zu gelangen.

sackboy-a-big-adventure jump

3D Jump and Run Spiele am PC

Sind nicht eigentlich die Konsolen die artgerechte Lebensumgebung für klassische 3D Jump’n’Runs? Super Mario 64 (für das Nintendo 64) gilt ja auch heute noch als das erste so richtig gute Spiel seiner Art, und lange gab es am PC kaum vergleichbar gute Sachen. Diese Zeiten sind aber inzwischen wohl vorbei. Mit Megahits wie A Hat in Time, Psychonauts 2, oder dem erst kürzlich erschienenen Kao the Kangaroo gibt es auch für den PC erstklassige Genrevertreter. Gerade Kao the Kangoroo hat mich unheimlich an die gute alte Zeit mit dem Nintendo 64 erinnert. Auch viele der ursprünglich auf Konsolen erschienenen Klassiker haben es auf den PC geschafft, und sind hier (da viel später als das Original erschienen) technisch die bei weitem besten Fassungen. Nur eine kleine Auswahl der empfehlenswerten Sachen: Crash Bandicoot n Sane Trilogy mit den ersten drei Spielen der ursprünglich PlayStation exklusiven Geschichte von Naughty Dogs liebenswerter Bandikutratte, die Spyro Reignited Trilogy mit den ersten drei Teilen der Abenteuer des jungen Drachen Spyro, oder die gar nicht so kindischen Abenteuer von Sponge Boob in SpongeBob SquarePants: Battle for Bikini Bottom – Rehydrated. Im Juli kam schließlich mit Hell Pie ein neues Spiel von einem leicht unappetitlichen Teufelchen auf den Markt, dass sich vor den alteingesessenen Marken auch nicht verstecken muss.

Zusammenfassung

Der Beitrag Sackboy: A Big Adventure im Test erschien zuerst auf Gamers.at.

]]>
https://www.gamers.at/sackboy-a-big-adventure-im-test/feed/ 0
Saints Row im Test https://www.gamers.at/saints-row-im-test/ https://www.gamers.at/saints-row-im-test/#respond Sun, 30 Oct 2022 11:14:54 +0000 https://www.gamers.at/?p=759710 Saints Row Artwork

Saints Row ist ein Reboot der Action-Adventure Reihe Saints Row. Wie seine Vorgänger wurde es von Volition entwickelt und von Deep Silver veröffentlicht.

Der Beitrag Saints Row im Test erschien zuerst auf Gamers.at.

]]>
Saints Row Artwork

Saints Row ist ein Reboot der Action-Adventure Reihe Saints Row. Wie seine Vorgänger wurde es von Volition entwickelt und von Deep Silver veröffentlicht.

Fans der Vorgänger wissen was sie erwartet, aber um es für alle die die vorigen Teile nicht gespielt haben einmal kurz zusammen zu fassen: Saints Row ist ein Open-World Actionspiel im Stile von GTA und ein Reboot der gesamten Serie. Das Spiel wurde für die Playstation 4 und 5, die Xbox One und Xbox Series X/S, Windows und für Google Stadia veröffentlicht. Man steuert den Hauptcharakter mittels Third-person Kamera.

Knarren, Karren und Komik

Saints Row erzählt die Geschichte von Eli, Kevin, Neenah und dem Boss. Der Boss ist auch der Spielercharakter. Das Aussehen des eigenen Charakters kann im Detail sehr genau angepasst und verändert werden. Mit dem mächtigen Editor ist es mögliche nahezu jede reale Person sowie diverse Charaktere aus Film und Fernsehen zu erstellen. Warum ich dennoch der Meinung bin, dass die Geschichte mit dem unangepassten Standardcharakter am besten funktioniert werde ich im Rahmen des Artikels noch eingehen. Die anderen 3 Charaktere sind die besten Freunde des Boss. Gemeinsam mit ihnen wird man im Laufe der Handlung viel Spaß haben, eine Gang gründen und diverse Missionen durchstehen. Alle drei sind sympathisch geschrieben und zeigen humorvoll den klassischen Gangster-Stereotypen den Ausgang. Eli ist ein Entrepreneur, Kevin ein Mitglied einer anderen Gang und DJ und Neenah die Mechanikerin der Truppe.

Die Handlung beginnt mit einem Vorstellungsvideo einer der gegnerischen Fraktionen: Marshall Defense Industries. Danach spielen wir den ersten Arbeitstag unserer Protagonistin bei eben jener Firma. Wie sich die Handlung von diesem Beginn zu einem Schussgefecht mit einem Helikopter, während man durch einen brennenden Wolkenkratzer den Engegner verfolgt, entwickelt, muss man selbst gespielt haben. Jede Erklärung der Geschichte würde sie wesentlich langweiliger klingen lassen, als sie ist wenn man sie selbst spielt. Die Story ist durchzogen von liebevoll gestalteten Dialogen, coolen Actionszenen und viel Humor. Nun gut, der Humor ist vermutlich nicht für jeden passend, die Witze pendeln dabei zwischen Popcorn Kino Qualität und derbem Humor. Es wurde aber sehr darauf geachtet trotz schwarzem Humor und der schwierigen Geschichte kein Retraumatisierungpotenzial zu bieten. Alle Szenen und Witze achten auf politische Korrektheit in einem Rahmen, dass jeder dieses Spiel spielen können sollte.

Eine große leere Welt

Das Hauptproblem von Saints Row ist seine offene Welt (Open World), dargestellt als fiktive amerikanische Stadt Santo Ileso. Es gibt zwar viele Missionen und an fast jeder Ecke in der Stadt eine Nebenmission, doch in der eigentlichen Welt befindet man sich quasi nie. Man markiert dort wo man gerade ist den Beginn der nächsten Quest oder Nebenmission und fährt dort hin. Hin und wieder fährt man noch zu den Waffen oder Bekleidungsgeschäften, doch selbst das habe ich hauptsächlich am Anfang des Spiels gemacht. Die Standard-Waffen fand ich sowieso am besten und die Kleidung die ich wollte hatte ich auch nach wenigen Stunden. Die Stadt ist angenehm klein (im Vergleich zu einem GTA V) und diente für mich mehr als interaktiver Quest-Hub. Die Welt hat mir zu keinem Zeitpunkt den Eindruck vermittelt besonders lebendig oder interaktiv zu sein. Den Autos auf der Straße merkt man an, dass sie teilweise vollkommen zufällig gespawnt werden um den Spieler auf seiner Fahrt zu behindern. Dieses Verhalten kann man hin und wieder sogar beobachten, da Dinge auch regelmäßig im Sichtfeld des Spielers spawnen/despawnen. Jedes 3. Auto, dass man sieht gehört zu einer der 3 im Spiel existenten gegnerischen Fraktion. Hier fragt man sich:“ Wenn diese Stadt so sehr von Cowboy Söldnern, Cyberpunk Anarchisten und Steroid Mechanikern belagert wird, wieso lebt hier noch jemand?“.

Die gegnerischen Fraktionen sind die oben genannten „Marshall Defense Industries“ (Söldner mit Cowboy Flai), die „Idols“ (Antikapitalisten und Anarchisten die ständig LED-Masken tragen und Techno hören) und die „Los Panteros“ (Lateinamerikanische Karikaturen die ihre Autos lieben und alle aussehen wie Hulk auf Steroiden). Alle dieser Fraktionen sind laufende, sprechende und gut in Szene gesetzte Karikaturen. So dämlich sie sich auch anhören mögen, es macht wirklich spaß mit ihnen zu interagieren. Ob es eine Mission auf einer „Idols“ Party ist oder eine Verfolgungsjagd quer über einen Zug mit den „Los Panteros“ es gibt für jede Mission den passenden Gegenspieler.

Die gesamte Geschichte inklusive aller Zwischensequenzen ist dem Standard Boss wie auf den Leib geschneidert. Die Interaktionen der Charaktere, die Quests, eigentlich alles funktioniert mit ihr besser. Zumindest sollte man bei der Charaktererstellung einen weiblichen Charakter erstellen, denn für einen solchen Charakter scheint die Geschichte entwickelt worden zu sein. Konkrete Beispiele für diese Aussage finden sich in den Stereotypischen Gesprächen der Charakter, oder aber daran, dass man direkt nach der Charaktererstellung von seiner Vorgesetzten in der Umkleide konfrontiert wird. Aber natürlich ist das auch eine Wahrnehmungsfrage. Ich würde auf jeden Fall jedem den Standard Boss für die Geschichte empfehlen!

Die 2. Kirsche auf dem Kuchen

Man erlebt also eine Geschichte in der man sich durch Horden von Gegnern ballert und derbe Witze hört. Na und? Was Saints Row schon immer deutlich besser gemacht hat war der Koop-Modus. Der aktuelle Teil der Reihe bietet theoretisch auch wieder einen 2-Spieler Koop-Modus indem der 2. Spieler jederzeit beitreten kann. Wieso theoretisch fragt ihr euch? Nun, als ich das Spiel getestet hatte, wollte ich es unbedingt im Koop spielen, da so bei den alten Teilen erst die wirkliche Magie des Spiels entstanden ist. Also haben mein Kumpel und ich begonnen und versucht die Story zu spielen. Nach dem Tutorial und der Charaktererstellung konnte man sich erstmals gegenseitig beitreten. Also ist er mir beigetreten, wir haben die erste Mission gestartet und zack – De-sync. „Der Koop-Spieler hat das Spiel verlassen“ Wie oft ich frustriert diese Meldung sah, obwohl klar war, dass hier niemand das Spiel absichtlich verlassen hat. Wir haben es in den 2 Wochen nach Release immer und immer wieder versucht, doch es wollte einfach nicht laufen. In diversen Internetforen fand man Beschwerden über dieses konkrete Problem, doch Besserung war keine in Sicht. Wir haben es Stand heute (29.10.2022) noch einmal versucht und der Bug scheint nicht behoben. Daher habe ich das Spiel leider nur im Single-Player erlebt.

Zusammenfassung

Der Beitrag Saints Row im Test erschien zuerst auf Gamers.at.

]]>
https://www.gamers.at/saints-row-im-test/feed/ 0
New Tales from the Borderlands im Test https://www.gamers.at/new-tales-from-the-borderlands-im-test/ https://www.gamers.at/new-tales-from-the-borderlands-im-test/#respond Fri, 28 Oct 2022 10:22:41 +0000 https://www.gamers.at/?p=759508 New Tales from the Borderlands Beitragsbild

Mit New Tales from the Borderlands bringt Entwickler Gearbox überraschend einen Nachfolger des überaus erfolgreichen Episoden-Adventures aus dem Jahr 2016 heraus. Das Original von Telltale war eine der witzigsten Geschichten, die ich je am PC spielen durfte.

Der Beitrag New Tales from the Borderlands im Test erschien zuerst auf Gamers.at.

]]>
New Tales from the Borderlands Beitragsbild

Mit New Tales from the Borderlands bringt Entwickler Gearbox überraschend einen Nachfolger des überaus erfolgreichen Episoden-Adventures aus dem Jahr 2016 heraus. Das Original von Telltale war eine der witzigsten Geschichten, die ich je am PC spielen durfte. Kann auch der nun für PC (Steam, Epic), PlayStation und X-Box erschienene Nachfolger dieses hohe Niveau halten?

Borderlands ist eine der erfolgreichsten Shooter-Serien der letzten 10 Jahre. Im Schatten der Shooter-Serie ist aber auch ein überaus beliebtes Spin-Off erschienen – Tales from the Borderlands. Über 12.000 und zu rund 95% positive Reviews auf Steam sprechen eine eindeutige Sprache – das war eines der erfolgreichsten Spiele vom Entwickler Telltale. Telltale ist trotzdem Pleite gegangen – umso überraschter war ich nun, als plötzlich der Nachfolger erschienen ist. Entwickler war diesmal Gearbox direkt – also die Firma, die auch die Looter-Shooter Borderlands 1, 2 und 3 gemacht hat.

New Tales from the Borderlands vault

Interaktiver Zeichentrickfilm

New Tales from the Borderlands ist in fünf Episoden unterteilt, die allerdings alle gleichzeitig erschienen sind. Das Spiel läuft über weite Strecken wie ein Zeichentrickfilm (oder wie man heute sagt: Anime) ab, wird allerdings regelmäßig unterbrochen von einerseits unter Zeitdruck zu treffenden Entscheidungen – drücke A, B, X oder Y am Gamepad. Oder andererseits von QTEs  (Quick Time Events), bei denen Ihr möglichst rasch die am Bildschirm angezeigten Handlungen ausführen müsst. Und hier zeigt sich New Tales from the Borderlands von einer sehr abwechslungsreichen Seite. Im Gegensatz zu dem (von der Geschichte her durchaus guten) As Dusk Falls, bei dem die QTEs alle sehr ähnlich und damit bald absolut langweilig waren, gibt es in New Tales from the Borderlands sehr unterschiedliche Aktivitäten unter Zeitdruck zu bestehen. Natürlich sind es keine Komplexitätsmonster, aber ihr müsst in die richtige Richtung ausweichen, die richtigen Knöpfe drücken, Knöpfe gedrückt halten, auf Knöpfe draufhämmern, Knöpfe zum richtigen Zeitpunkt loslassen, mit dem Gamepad zielen… so werden die QTE-Sequenzen nicht allzu schnell eintönig. Zwischendurch habt ihr auch immer wieder einmal die Kontrolle über eure Spielfigur und könnt euch in einer (kleinen) Umgebung frei bewegen, um neue Hotspots zur Interaktion zu finden oder um Gadgets zu benutzen.

Fünf Episoden – drei Spielcharaktäre

Ihr übernehmt die Rollen von drei Figuren – alle drei ziemliche Loser. Liebeswert, aber teilweise so bescheuert, dass es schon fast weh tut. Da wäre die geniale Wissenschaftlerin Anu. Sie arbeitet für den ATLAS Konzern – der eigentlich nichts außer tödlichen Waffen herstellt. Das ist allerdings nicht unbedingt das Lebensziel von Anu, sie hat ein Gerät entwickelt, mit dem man Dinge (oder Personen) einfach nur weg beamt, ohne dabei jemanden zu töten. Allerdings hat sie weder eine Ahnung, wohin die Dinge oder Personen gebeamt werden, noch wie man sie zurückholen kann. So ganz ausgereift und serienreif ist ihr Gerät also noch nicht, aber das ist ihrem Boss vollkommen egal. Nicht so ganz egal ist ihm allerdings, dass Anu gerade wieder die ganzen armen Labortiere aus ihren Käfigen befreit hat… Anu trägt eine Brille, mit der sie die Umgebung scannen kann.

Dann spielen wir Anu’s Bruder, den Möchtegern Unternehmenstycoon Octavio, dessen ganzer Stolz eine spezielle Uhr an seinem Handgelenk ist. Mit der Uhr kann er ins Darknet gehen und dort spezielle Informationen abrufen. Sie funktioniert auch als Telefon und zum Hacken diverser elektrischer Geräte. Er träumt von seinem wirtschaftlichen Erfolg, während er sich mit Kleinkriminalität durchs Leben kämpft. An seiner Seite ist sein Freund Lou13, ein Killerdroide. Octavio bringt potentielle Ziele dazu, ihren Namen preiszugeben, woraufhin sie von Lou13 eliminiert werden. Seine anderen Freunde, ein Tacostand-Besitzer mit seltsamen Haustieren und ein Zwerg, der alles in die Luft sprengt, sind auch ein wenig ungewöhnlich – aber hilfreich im Kampf.

Und schließlich spielen wir noch die im (Schwebe-)Rollstuhl sitzende Fran, die in ihrem Shop das beste Frozen Joghurt der Stadt verkauft und (natürlich ewig) darauf wartet, dass ihr die Versicherung endlich die Versicherungssumme für ihren bei einem Unfall schwer beschädigten Shop auszahlt. Sie kann ihren Rollstuhl (eigentlich Schwebestuhl) upgraden, um damit allerhand Zusatzfunktionen auszuführen. Eigentlich ist sie ganz nett, aber sie hat in ihrem früheren Leben ein wenig zu exzessiver Gewalt tendiert…

Anu wird von ihrem Boss gefeuert, Fran entsorgt ihren Schutzgelderpresser und Octavio assistiert wieder einmal seinem Killer-Freund bei einem Auftrag, als es zu einer Invasion von feindlichen Truppen auf dem Planeten kommt – und das Abenteuer der drei beginnt. Wir spielen die drei abwechselnd, jeweils mehrmals in jeder Episode. An speziellen Kabinen (Change-O-Mate) können wir ihre Ausrüstung (Brille, Uhr, Schwebesessel) verbessern und ihnen neue Kleidung kaufen, sofern wir ausreichend Geld haben. Das finden wir an vielen Stellen in der Umgebung in diversen Behältern herumliegend. Schon ein wenig besser versteckt können wir auch Vaultlander-Spielfiguren finden, die wir später auch für ein Mini Strategiespiel benötigen.

Eigentlich sind unsere drei Figuren nicht so extrem durchgeknallt, wie wir es vom Borderlands Universum erwarten würden. Es sind einfach schräge Typen, die sich durch das Leben schlagen. Die wirklich irren Gestalten und Kreaturen gibt es aber schon, denen begegnen wir im Laufe des Spieles. Ob euch das reicht oder ob das Spiel dadurch zu wenig Borderlands-typisch ist, müsst ihr selbst entscheiden. Es ist jedenfalls eine nicht ganz so überdrehte Story wie im ersten Teil.

Das Vermächtnis von Telltale

Telltale war ein überaus kreativer Entwickler. zu einer Zeit, als Adventures bestenfalls noch als winzige Nischenprodukte existierten, hat Telltale das Genre neu aufgestellt. Telltale hat gezeigt, das man mit dem Erzählen spannender Geschichten durchaus noch Spieler begeistern kann, wenn man die komplexen Rätseleinlagen zurückfährt und sich auf die Geschichte konzentriert. Während die früheren Spiele von Telltale noch eher rätselorientiert waren (wie Tales of Monkey Island), so ist der Rätselanteil bald zurückgefahren worden und dafür wurden mehr QTEs verwendet. Die Geschichten wurden immer geradliniger. Während ich beispielsweise Jurassic Park: The Game noch mit 31/50 Achievements durchgespielt habe (und oft gestorben bin), war ich bei Game of Thrones – A Telltale Games Series mit 48/48 Achievements beim Spielende – weil es keine wirklich alternativen Lösungswege oder Actionsequenzen mehr gab. Beide Games sind übrigens nicht mehr erhältlich, die hohen Lizenzgebühren waren angeblich einer der Gründe, warum Telltale Pleite gegangen ist.

Eine der weiteren großen Innovationen von Telltale war auch das episodenweise Veröffentlichen ihrer Spiele. Somit konnte bereits Umsatz generiert werden, während der Entwickler noch am Spiel gearbeitet hat. Eine Art von frühem Early Access… die zwar in den ersten Jahren sehr erfolgreich war, allerdings längerfristig dazu geführt hat, dass die meisten Spieler darauf gewartet haben, bis die ganze Season fertig war und erst dann gekauft haben. Heute ist diese Art der stückchenweisen Veröffentlichung wieder ein wenig außer Mode geraten. Auch bei New Tales from the Borderlands sind alle 5 Episoden als Gesamtpaket erschienen.

New Tales from the Borderlands doofer blick

Zusammenfassung

Der Beitrag New Tales from the Borderlands im Test erschien zuerst auf Gamers.at.

]]>
https://www.gamers.at/new-tales-from-the-borderlands-im-test/feed/ 0
A Plague Tale: Requiem im Test https://www.gamers.at/a-plague-tale-requiem-im-test/ https://www.gamers.at/a-plague-tale-requiem-im-test/#comments Thu, 20 Oct 2022 10:47:12 +0000 https://www.gamers.at/?p=759397 A Plague Tale: Requiem Beitragsbild

Schwärme von Ratten, die ihre menschlichen Opfer zerfleischen waren bereits das Markenzeichen von A Plague Tale: Innocence. Nun hat das inzwischen gar nicht mehr so kleine französische Entwicklerteam Asobo Studio den Nachfolger A Plague Tale: Requiem veröffentlicht. Und die Rattenschwärme sind immer noch da, diesmal aber noch viel größer als im Vorgänger.

Der Beitrag A Plague Tale: Requiem im Test erschien zuerst auf Gamers.at.

]]>
A Plague Tale: Requiem Beitragsbild

Schwärme von Ratten, die ihre menschlichen Opfer zerfleischen waren bereits das Markenzeichen von A Plague Tale: Innocence. Nun hat das inzwischen gar nicht mehr so kleine französische Entwicklerteam Asobo Studio den Nachfolger A Plague Tale: Requiem veröffentlicht. Und die Rattenschwärme sind immer noch da, diesmal aber noch viel größer als im Vorgänger. Was hat sich sonst noch geändert?

Drei Jahre nach dem Überraschungserfolg A Plague Tale: Innocence ist nun die Fortsetzung des preisgekrönten Abenteuers erschienen. Im Nachfolger A Plague Tale: Requiem spielen wir wieder Amicia und ihren kleinen Bruder Hugo im Frankreich des 14. Jahrhunderts. Im direkten Anschluss an die Geschichte des ersten Teiles (rund sechs Monate später) versuchen die beiden, zusammen mit ihrer Mutter und Lucas, einem Freund, möglichst weit weg von den schrecklichen Ereignissen zu gelangen. Gemeinsam reisen sie Richtung Süden, aber natürlich wird das Ganze kein vergnüglicher Roadtrip und bereits kurz nach Beginn des Spieles begegnen die beiden wieder dem Grauen, dem sie gerade erst entkommen waren. Hugo leidet immer noch an seiner Krankheit (oder ist es ein Fluch?) mit dem Namen Macula. Ein Orden von Alchimisten will den Fluch untersuchen und für ihre Zwecke nutzen, und Hugo (und seine Familie) wollen nur eines – und zwar das Hugo wieder gesund wird und ein normales Leben führen kann. Hugo hat immer wieder Träume von seiner Erlösung, er träumt von einer Insel, die Heilung bringt. Was er auf dieser Insel findet, ist aber erstmals natürlich nicht einfach nur eine Heilung, sondern nur weiteres Grauen…

A Plague Tale: Requiem markt

Nichts für Kinder

Hugo und Amicia sind permanente Außenseiter in einer Welt, die sie ablehnt. Das ist eine große Last, die ständig auf ihnen lastet. Das Spiel spielt in einer verrohten Welt, in der das Töten von anderen Menschen fast alltäglich erscheint. Alicia und Hugo kämpfen darum, ihren Platz in dieser Welt zu finden, und einem Ort in dem sie in Frieden leben können. Das Spiel zeigt intensive Gewalt und viel Blut, daher hat es auch eine USK Empfehlung von 16 Jahren bzw. ein PEGI Rating von 18 Jahren erhalten.

Ein Meisterwerk, zusammengesetzt aus kleinen Spiel-Abschnitten

A Plague Tale: Requiem ist in unzählige kürzere Abschnitte unterteilt, in denen wir die verschiedensten Herausforderungen überwinden müssen. In toller 3D Grafik sehen wir Amicia (und/oder Hugo und andere Spielfiguren, die wir gerade steuern) und müssen lebend durch den Abschnitt gelangen. Die einzelnen Abschnitte sind sehr unterschiedlich aufgebaut und die jeweiligen Herausforderungen variieren auch immer ein wenig, sodass nicht so schnell Langeweile aufgrund andauernder Wiederholung aufkommt. Dabei gilt es im Regelfall, Feinden auszuweichen oder sie im Kampf zu besiegen. Hugo ist ein kleiner Bub und kann sich in der brutalen mittelalterlichen Welt nicht mit körperlichen Mitteln verteidigen, dafür kann er aber in kleine Verstecke oder durch enge Spalten kriechen. Außerdem beherrscht er Schwärme von Ratten, allerdings hat das auch schreckliche Nebenwirkungen und kann daher nur im Extremfall eingesetzt werden.

Seine Schwester Amicia ist jedoch nicht ganz so wehrlos. Auch sie kann im direkten Kampf gegen die brutalen Bewohner der Welt kaum bestehen, aber die beherrscht ihre Steinschleuder, mit der sie Angreifer durch einen Volltreffer auf den Kopf permanent niederstrecken kann, oder mit der sie mittelalterliche Molotov Cocktails verschießt. Genauso effektiv ist sie mit der Armbrust. Dennoch ist es im Regelfall besser, wenn sie sich an Gegnern vorbeischleicht. Dazu kann sie wie in Assassin’s Creed (oder vielen anderen Stealth Spielen) ungesehen durch das hohe Gras schleichen, oder sie wirft Steine oder Tongefäße um Gegner abzulenken. Sie kann sich auch wie Solid Snake (aus Metal Gear) von hinten an Gegner anschleichen und diese lautlos töten. Ziemlich brutal und ein wenig unpassend für ein junges Mädchen, aber die ganze Geschichte ist überaus brutal und Amicia kämpft regelmäßig um das nackte Überleben von ihr bzw. von ihrer Familie.

A Plague Tale: Requiem spielt sich über weite Strecken wie ein Stealth Spiel. Allerdings ist man im Gegensatz zum Vorgänger nun nicht mehr so eingeschränkt. In A Plague Tale: Innocence gab es in den meisten Sequenzen nur eine Möglichkeit, durch den Abschnitt zu gelangen, und daran musste man sich halten. Beim Nachfolger wurde nun darauf geachtet, dass ihr mehrere Möglichkeiten habt, ein Level abzuschließen und die Geschichte voranzutreiben. Sich an den Gegnern vorbei zu schleichen mag eine sinnvolle Vorgehensweise sein, aber wer ein wenig mehr Gewalt bevorzugt kann es nun auch auf diese Art versuchen.

Shops und DLC

A Plague Tale: Innocence ist nicht nur auf Steam und den Konsolen (X-Box, PlayStation und als Cloud Version auf der Switch), sondern für den PC auch zeitgleich auf Epic, im Microsoft Game Pass bzw. auf GOG erschienen. Für Fans gibt es den DLC A Plague Tale: Requiem – Protector Pack um € 3,- zu kaufen… der Inhalt (ein Skin für die Armbrust, Blumen für das Haar von Alicia, zusätzliche Ressourcen zum Craften…) ist allerdings nicht wirklich notwendig, um das Spiel zu genießen. Das ist mehr ein „Kaffee für die Entwickler“ DLC.

Zusammenfassung

Der Beitrag A Plague Tale: Requiem im Test erschien zuerst auf Gamers.at.

]]>
https://www.gamers.at/a-plague-tale-requiem-im-test/feed/ 1
Asterigos: Curse of the Stars im Test https://www.gamers.at/asterigos-curse-of-the-stars-im-test/ https://www.gamers.at/asterigos-curse-of-the-stars-im-test/#respond Fri, 14 Oct 2022 13:03:48 +0000 https://www.gamers.at/?p=759332 Asterigos: Curse of the Stars Beitragsbild

Mit Asterigos: Curse of the Stars bringt uns Publisher tinyBuild ein weiteres Fantasy Hack and Slay Abenteuer, bei dem wir kunstvoll Monster in ihre Einzelteile zerhacken dürfen. Das Erstlingswerk von den Entwicklern von Acme Gamestudio besticht mit hervorragender, von der griechischen und römischen Mythologie inspirierter Grafik in Drittperspektive und guter Spielbarkeit.

Der Beitrag Asterigos: Curse of the Stars im Test erschien zuerst auf Gamers.at.

]]>
Asterigos: Curse of the Stars Beitragsbild

Mit Asterigos: Curse of the Stars bringt uns Publisher tinyBuild ein weiteres Fantasy Hack and Slay Abenteuer, bei dem wir kunstvoll Monster in ihre Einzelteile zerhacken dürfen. Das Erstlingswerk der Entwickler von Acme Gamestudio besticht mit hervorragender, von der griechischen und römischen Mythologie inspirierter Grafik in Drittpersonperspektive und guter Spielbarkeit. Aber macht es auch Spaß?

Die Ähnlichkeiten zum erst vor kurzem erschienenen Soulstice sind frappierend – wiederum spielen wir ein junges Mädchen, das im Nahkampf Monster tötet während sie eine von Gott und der Welt verlassene Stadt erforscht. Die Stadt Aphes war einst der Sitz einer fortschrittlichen Zivilisation, die Magie erforscht und erfolgreich genutzt hat. Leider ist dabei im Laufe der Zeit etwas schief gelaufen. Zeit die Sache aufzuklären und die Stadt von ihren Problemen zu befreien. Es handelt sich dabei nicht gerade um das erste Hack and Slay Actionspiel auf dem Markt, aber im Gegensatz zu sehr vielen Mitbewerbern (auf Steam, bei den Konsolen ist es nicht ganz so schlimm) stimmt bei Asterigos: Curse of the Stars nicht nur die Qualität der Grafik und der Animationen, sondern es passt auch die Spielbarkeit. Es macht einfach Spaß, sich von Kampf zu Kampf durch die Stadt zu bewegen und dabei immer neue Informationen zur Hintergrundgeschichte zu erhalten. Die Kämpfe sind nicht nur immer wieder gegen die selben Gegner, sondern gegen eine Vielzahl an unterschiedlichen Feinden, die immer neue Taktiken benötigen, um sie zu besiegen. Neben den über 60 verschiedenen normalen Gegnertypen gibt es auch über 20 Bosse, jeder davon mit seiner individuellen Kampfmechanik, die in mehrphasigen Bosskämpfen niedergerungen werden müssen.

Asterigos: Curse of the Stars Zauberstab

Viel Spielinhalt

Die Welt von Asterigos: Curse of the Stars ist voll mit Geheimnissen und unerzählten Geschichten. Neben der umfangreichen Hauptaufgabe gibt es über 100 Sammlerstücke zu finden, dazu könnt ihr zahlreiche Nebenquests erledigen und nach dem Durchspielen wird ein New Game+ Modus freigeschalten. Die einzelnen Abschnitte sind recht umfangreich, nachdem es weder eine Mini- noch eine Übersichtskarte oder zumindest einen Kompass gibt, könnt ihr euch hier auch schnell ordentlich verlaufen.

Heldenstory

Eine Stadt, die seit 1.000 Jahren unter einem schrecklichen Fluch leidet, voll mit schrecklichen Monstern und unzähligen Gefahren… und ein junges Mädchen wird losgeschickt, die Situation zu klären. Typische Computerspiel Story eben, Shakespeare würde sich bei so einer lächerlichen Prämisse im Grab umdrehen, aber wir Spieler können froh sein, wenigstens irgendeine Story zu erhalten. Eigentlich ist es ja eh in den meisten Spielen so – wir spielen einen einsamen Helden, der sich im Kampf gegen das Böse durch unendliche Monsterhorden schnetzelt. Und so schlecht ist die Geschichte eigentlich gar nicht, sie wird in vielen Zwischensequenzen, (magischen) Rückblicken und anhand vieler schriftlicher Dokumente im Detail erzählt und beinhaltet durchaus ein paar mehr Details als „böser Zauberer erschafft Monsterarmee und will die Welt erobern“. Unsere Entscheidungen haben Auswirkungen auf den weiteren Verlauf der Story.

Wir spielen Hilda, eine junge Kriegerin, die ausgesandt wird um zu klären, was mit einer von unserem Vater geleiteten Expedition passiert ist. Unser Vater hat sich mit einigen Kriegern aufgemacht, um die Stadt Aphes zu erkunden – und ist seit dem verschollen. Wir erforschen also Aphes, die gefallene Stadt der Sterne, und werden im Laufe des Spieles versuchen, ihre Probleme zu lösen und die Stadt zu ihrem alten Glanz zurückzuführen. Dazu müssen wir nur ein paar Monster vernichten. Wir können zwischen mehreren Waffen wählen, neben unseren Kurzschwertern haben wir auch einen Hammer, einen Speer und einen Zauberstab (für Distanzangriffe) zur Auswahl. Mit unserem Schild können wir Angriffe blocken. Als ausgebildete Kriegerin können mir mit all den Dingen umgehen, wobei wir im Laufe des Spieles natürlich immer besser werden, wenn wir uns auf bestimmte Waffen konzentrieren.

Wir lernen Minerva kennen, die sich mit ihren Getreuen in einen unterirdischen Teil der Stadt (Die Zuflucht) zurückgezogen hat. Dies dient uns als Hauptquartier, wo wir zwischen den Missionen die Dienste des Schmiedes in Anspruch nehmen oder uns einfach nur erholen können. Hier erhalten wir auch immer neue Aufträge von Minerva. Die Zuflucht, ebenso wie die restliche Stadt ist von griechischer Architektur beeinflusst und schaut eigentlich ziemlich beeindruckend aus… allerdings ist sie relativ leer. Die Interaktionsmöglichkeiten sind überschaubar. Alle paar Meter treiben sich irgendwelche Monster herum, aber sonst tut sich wenig. Eine riesige Kulisse mit wenig Inhalt. Leider gibt es auch keine Übersichtskarte, und so klein sind die einzelnen Abschnitte nicht.

Charakterentwicklung

Unter Einsatz von im Kampf erhaltener Attributpunkte können bestimmte Eigenschaften unserer Heldin verbessert werden. Lebenspunkte werden erhöht, bei Angriffen wird mehr Schaden zugefügt und so weiter. Daneben gibt es auch Talentpunkte, um besondere Fähigkeiten zu erlernen. So könnt ihr beispielsweise eure Effizienz mit bestimmten Waffen massiv erhöhen – allerdings müsst ihr euch natürlich entscheiden, auf welche Waffe(n) ihr Hilda spezialisieren wollt. Hilda kann 2 Waffen gleichzeitig ausrüsten. Schmuckstücke verbessern ebenso Heldenattribute, während Tränke, Salben oder Splitter für einmalige Bonuseffekte verwendet werden können. Verbrauchbare Gegenstände können selbstverständlich in Schnellzugriffsslots gelegt werden. Das gleichzeitige Ausrüsten von zwei Waffen und die Möglichkeit, schnell im Kampf zwischen ihnen zu wechseln, in Kombination mit den Fertigkeiten, Talenten und magischen Elementen führt – nach ein wenig Übung – zu einem unglaublich rasanten Kampfgeschehen.

Zusammenfassung

Der Beitrag Asterigos: Curse of the Stars im Test erschien zuerst auf Gamers.at.

]]>
https://www.gamers.at/asterigos-curse-of-the-stars-im-test/feed/ 0
FIFA 23 im Test https://www.gamers.at/fifa-23-im-test/ https://www.gamers.at/fifa-23-im-test/#respond Thu, 13 Oct 2022 11:23:47 +0000 https://www.gamers.at/?p=759312 FIFA 23 Header

Gastautor Lukas - bekennender FIFA-FAN - hat sich FIFA 23, den neuesten Ableger der Fußball-Simulations-Reihe, für euch angesehen.

Der Beitrag FIFA 23 im Test erschien zuerst auf Gamers.at.

]]>
FIFA 23 Header

Mit FIFA 23 wurde am 30. September 2022 die aktuellste Ausgabe der wohl berühmtesten Fußball-Spielreihe der Geschichte veröffentlicht. Ob es ein würdiger Abschied des Vorgängers ist, sei jedoch dahingestellt. Denn Jahr für Jahr beklagen sich zahlreiche FIFA-Anhänger*Innen über die zum Großteil unveränderten Spielmodi des Games. Insbesondere der Karrieremodus bekommt bei der jährlichen Veröffentlichung des Spiels konstant berechtigte Kritik. Die größte Veränderung, auch dieses Jahr, beruht leider auf der Änderung des Spieletitels – Aus FIFA 22 wurde FIFA 23.

Die oben genannte Behauptung ist zugegeben etwas grob und kritisch formuliert. Denn im Vergleich zum Vorgänger, wurden im neusten Ableger der Fußballsimulation doch ein paar Änderungen vorgenommen. Allen voran steht die verbesserte Hypermotion2-Technologie, die dafür sorgt, dass die Bewegungen der Spieler*Innen um einiges realistischer wirken. Die doppelte Anzahl an Motion Capture-Aufnahmen, die hierfür nötig war, ist beim Spielen nicht zu übersehen. An der Qualität und Quantität der Player Faces wurde ebenso gefeilt, wie auch an der Auswahl bespielbarer Ligen und Stadien. Und grafisch sieht FIFA 23 toll aus. Im Großen und Ganzen ist ein Match auf einer Next-Gen Konsole, wie in meinem Fall der PS5, beim Schnellen Hinblicken oft gar nicht von einer realen Partie zu unterscheiden. Dies ist einer der größte Pluspunkte, die ich an FIFA 23 ausmachen konnte. Aber, wie bereits oben erwähnt, handelt es sich hier nur um eine minimale Verbesserung zu seinem Vorgänger. Dies ist in meinen Augen schlichtweise zu wenig für ein solch bekanntes Produkt der Marke EA Sports.

FIFA 23 Matcheröffnungszeremonie

Mein Hauptaugenmerk galt dem so bekannten Karrieremodus, der seit zig Jahren ein fester Bestandteil des Spiels ist. Er war vor FIFA Ultimate Team (FUT) sogar der beliebteste Spielmodus des Games. Es war innovativ, abwechslungsreich und spannend sein eigenes Team zu gestalten, sich als Manger*In eines realistischen Teams zu versuchen und gleichzeitig die Spiele selbst in die Hand zu nehmen. Auch eine Karriere als Spieler, der sich von kleinen Vereinen bis in die Crème de la Crème des Clubfußballs hochspielen konnte, war eine aufregende Sache. Damals war man auch für die vielen weiteren Aspekte der wirtschaftlichen Lage seines Vereins verantwortlich, womit dem Spiel noch mehr Abwechslung verliehen wurde. Im Laufe der Jahre wurde der Fokus dann allerdings mehr und mehr auf den Geldregen, den der Lootbox-Modus FUT bringt, gelegt und somit war der Karrieremodus nur noch ein Produkt für die Minderheit der FIFA-Spieler*Innen. Dieser wachsende Fokus auf die Monetarisierung seiner Inhalte macht sich jedes Jahr stärker bemerkbar. Erst im letzten Jahr widmete man sich wieder vermehrt dem Karrieremodus, indem man zum Beispiel nach Jahren Abstinenz wieder sein eigenes, fiktives Team gestalten konnte. Doch wie vorhin bereits erwähnt, die Veränderung betrifft letztes Jahr, also stellte sich mir die Frage was 2022 an neuen Ideen hervorgebracht wurde. Und die Antwort hierzu fällt relativ mau aus.

Eine dieser Ideen, die ihren Weg in FIFA 23 gefunden haben, ist es einen Verein mit realen Trainern führen zu können. Obwohl es sich hierbei um einen guten Einfall handelt, ist die Ausführung leider nicht ganz so gut gelungen. Denn zur Verfügung stehen nur eine Hand voll Trainer – eine größere Auswahl wäre hier wünschenswert gewesen. In der beliebten deutschen Bundesliga konnte man überhaupt nur einen einzigen Trainer auswählen, während es in der Liga noch 19 andere gäbe. In kleineren Ligen, wie der dänischen Superliga, war aus allen Coaches frei wählbar. Kurz und knapp ist mein Fazit zu dieser Neuerung: Gut gedacht, schlecht gemacht.

Eine weitere Änderung stellt die intensivierte Auswahl an Trainings vor einem Match dar, die dazu dienen seine Mannschaft voranzutreiben. Ich persönlich finde daran keinen Gefallen, da dies während meiner Testzeit schnell sehr monoton geworden ist. Sobald man mehrere Wochen mit einem Verein trainiert und Saisonspiele absolviert hat, sehnt man sich schon wieder nach Abwechslung. Auch die Erstellung eines eigenen Vereins ist zwar eine gute Idee, allerdings stark ausbaufähig. Wir kennen diesen Modus schon aus FIFA 22 und haben uns gewünscht mehr Kontrolle über seinen eigenen Verein zu bekommen. Leider vergebens. Viele Fans hätten sich über zusätzliche Features wie Sponsorenverträge, mehr Gestaltungsmöglichkeiten bei der Trikotauswahl oder Budgetkontrolle gefreut, doch leider ist alles beim Alten geblieben.

Auch bezüglich der Spielerkarriere wären mehr Möglichkeiten, seine Spieler*Innen zu individualisieren, wünschenswert gewesen. Ein anderer Sportstitel aus dem Hause EA hat auf diesem Gebiet die Messlatte nämlich hoch angesetzt. Die Rede ist von der Kampfsport-Reihe UFC, die den Spieler*Innen weitaus mehr Tools zur Individualisierung der Spielfigur in die Hand gibt. Allen voran das Feature, seinem Kämpfer im Editor eigens erstellte Tattoo-Kreationen zu verpassen, wäre auch in FIFA 23 ein deutlicher Bonuspunkt gewesen. Im Endeffekt wird man mit dem klassischen (Achtung das Folgende ist meine eigene Formulierung hierzu) PlayStation-FIFA-Face zufrieden gestellt.

Ich weiß es handelt sich grob gesagt um Kleinigkeiten, die den Karrieremodus aufpeppen würden. Doch diese minimalen Verbesserungen des von zahlreichen Fans geliebten Modus, sind mittlerweile seit Jahren überfällig. Oft sind es eben Kleinigkeiten, die das Große und Ganze umso besser machen. Möglicherweise sind meine Erwartungen hier viel zu hochgesteckt, doch es ist ein Fakt, dass sich der Fokus der Reihe im Laufe der letzten Releases vom Karrieremodus abgewandt hat. Lasst uns doch wieder dorthin zurückkehren wofür wir FIFA einst so liebten und die Zusagen und Lobeshymnen für das Spiel bei weitem mehr Gewicht hatten, als die zahlreichen, berechtigten Kritiken der letzten Jahre. Möglicherweise ist das Ende der FIFA-Reihe eine wichtige Veränderung, um das Spiel nicht, langsam aber sicher, ins Grab zu führen. Vielleicht glänzt EA mit einem gänzlich neuen Konzept, innovativen Verbesserungen oder komplett neuen Ideen, die Fans und Kritiker*Innen zurück ins Boot holen. Und noch viel wichtiger: Vielleicht wird das Hauptaugenmerk endlich wieder  mehr auf den Karrieremodus gelegt. Auch die Rückkehr eines gut durchdachten Journey-Modus würde ich begrüßen. Doch vielleicht werde ich auch einfach nur enttäuscht und wünsche mir in Zukunft FIFA zurück. Ich bin ein Optimist und verspreche mir Vieles vom nächsten Jahr. Aber bis dahin, wird noch etwas FIFA gezockt, auch wenn es nicht mehr die große Liebe, wie früher, ist.

Zusammenfassung

Der Beitrag FIFA 23 im Test erschien zuerst auf Gamers.at.

]]>
https://www.gamers.at/fifa-23-im-test/feed/ 0