PlayStation 5 im Test

PlayStation 5 im Test

Endlich ist es so weit: Seit heute ist die PlayStation 5 endlich auch bei uns offiziell erhältlich – zumindest für alle jene, die das Glück hatten eine im Online-Handel vorbestellen zu können. Sony verspricht mit der neuen Konsolen-Generation einen „echten Quantensprung“, der die Gaming-Welt der kommenden Jahre für immer verändern soll. Wir konnten die PS5 nun eine Woche lang testen und haben überprüft, ob diese sehr hochgesteckten Ziele auch wirklich realistisch sind oder doch nur pure PR-Phrasendrescherei dahintersteckt.

Das Langweilige zuerst, deswegen hier mal gleich die harten Fakten: Sony veröffentlicht seine Hardware in zwei verschiedenen Versionen, die PS5-Konsole und die PS5 Digital Edition-Konsole. Der einzige Unterschied zwischen den beiden Ausführungen besteht darin, dass in ersterem ein Ultra HD Blu-ray Disc-Laufwerk verbaut ist und zweitere ganz ohne Laufwerk auskommt. Das schlägt sich natürlich im Preis nieder und so verlangt Sony für die Digital Edition-Konsole rund 399 Euro. Wenn ihr aber 100 Euro mehr für die PS5-Konsole hinblättert, dann könnt ihr danach Blu-ray Disc-Spiele und PS4 Blu-ray Disc-Spiele spielen sowie Videos von 4K Ultra HD Blu-ray Discs, Standard Blu-ray Discs und DVDs abspielen. Bis auf das Vorhandensein eines Disc-Laufwerks sind aber beide Konsolen identisch – abgesehen von den Abmessungen versteht sich.

Die PS5-Konsole weist eine Größe von ca. 390 mm x 104 mm x 260 mm (Breite x Höhe x Tiefe) auf und wiegt ca. 4,5 kg. Somit ein echtes Schwergewicht und mit ihren Maßen die zurzeit größte aller Konsolen auf dem Markt. Trotz des sehr ungewöhnlichen Designs kann die PlayStation 5 via mitgelieferten Sockel sowohl vertikal, als auch horizontal platziert werden. Auf die Belüftung soll die Aufstellungsart laut Sony übrigens keinen Einfluss haben, jedoch gibt es ein paar Punkte zu beachten, etwa der Abstand von mindestens 10 cm zu allen Wänden und es sollte verhindert werden, dass Stoffe oder Teppiche mit langen Fasern die Konsole bedecken. Die PS5 wird in einer etwas übergroßen Verpackung geliefert, in der alles drinnen ist, was ihr für einen Start benötigt. Das wären:

  • Die PS5- oder PS5 Digital Edition-Konsole
  • Einen DualSense Wireless-Controller
  • Ein USB-Ladekabel Type-C auf Type-A für den DualSense Wireless-Controller
  • Ein HDMI-Kabel (kompatibel mit Ultra High Speed über HDMI v2.1)
  • Ein Netzkabel
  • Einen Sockel, mit dem du die Konsole vertikal oder horizontal ausrichten kannst
  • Eine Kurzanleitung und ein Sicherheitshandbuch

Außerdem ist bei beiden PS5-Modellen ein kostenloses Spiel vorinstalliert (mehr dazu später).

Die Technik

Unter der Haube der PlayStation 5 steckt eine Zen-2-CPU-Technologie von AMD mit acht physischen Kernen sowie 16 Threads und weist damit eine sehr ähnliche Spezifikation wie die kürzlich erschienene Xbox Series X auf. Mit fixen 3,8 GHz fällt die Taktrate des Prozessors der Microsoft Konsole aber um eine Spur höher aus. Bei der GPU hat sich Sony für eine AMD RDNA2 entschieden, welche das Raytracing mittels Hardware-Beschleunigung realisiert. Damit sollen besonders realistischen Darstellung von Licht, Schatten und Reflektionen ohne Abstriche bei der Framerate möglich sein. Mit dieser Grafik-Leistung sollten die meisten Spiele mit 60 FPS bei einer 4K-Auflösung von 3840×2160 Bildpunkten spielbar sein. Falls man aber die PS5 an einen Monitor mit einer Auflösung von 1440p anschließt, dann wird das Spiel nur in 1080p, also in Full HD wiedergegeben, da ein entsprechender Support seitens der Konsole fehlt. In Sachen Sound setzt Sony auf Tempest 3D AudioTech, eine benutzerdefinierte Engine für ein 3D-Audio Erlebnis auf der PS5. Grundsätzlich verbirgt sich dahinter aber lediglich eine eigene Variante von Dolby Atmos, welche jedoch aufgrund fortschrittlicher 3D-Audiofunktionen zusätzlichen Raumklang bieten soll. Ausprobieren konnten wir dieses Feature aber noch nicht, denn Standard-Ausgabegeräte wie TV-Lautsprecher oder Soundbars werden noch nicht unterstützt.

Hier die PS5 Spezifikation im Überblick:

  • CPU:  x86-64-AMD Ryzen™ “Zen 2” 8 Kerne / 16 Threads; Variable Frequenz, bis zu 3,5 GHz
  • GPU: AMD Radeon™ RDNA 2-basierte Grafikengine Raytracing-Beschleunigung Variable Frequenz, bis zu 2,23 GHz (10.3 TFLOPS
  • Arbeitsspeicher/Interface: 16GB GDDR6/256-bit
  • Arbeitsspeicher-Bandbreite: 5.5GB/s (Raw), 8-9GB/s (Compressed)

Das neue Design der PlayStation ist definitiv eines: Gewöhnungsbedürftig. Durch die weißen Abdeckungen mit den geschwungenen Linien, aber vor allem durch die Maße, ist die Konsole ein interessanter Blickfang im Wohnzimmer. Ob optisch ansprechend oder doch eher das Gegenteil ist dabei vermutlich Geschmackssache. Ich selbst muss jedoch zugeben, dass ich mich nach einer Woche noch immer nicht daran gewöhnt habe, dass nun ein derartig großes, auffälliges Gerät neben meinem Fernseher steht. Selbst  der Präsident von Sony Interactive Entertainment, Jim Ryan, bezeichnete das Design „gewagt und verwegen“. Natürlich hat dieses futuristische Aussehen auch sehr pragmatische Gründe, denn es bietet gleichzeitig genug Platz für ein leistungsstarkes Kühlsystem. Im Gehäuse ist nicht nur ein sehr groß dimensionierter Kühlkörper auf Basis von Heatpipes verbaut, auch wird Flüssigmetall als Leiter verwendet, um die Wärme vom Prozessor abzuleiten. Das Ergebnis ist beeindruckend, denn anders als beim Vorgänger-Modell ist nun vom Lüfter nichts mehr zu hören. Die Kollegen mit entsprechenden Messgeräten konnten hier etwa Werte von 0,1 bis 1,0 sone ermitteln, was nur in ganz ruhigen Zimmern wahrnehmbar ist. Im Praxistest kann ich diese Messungen auch ohne Instrumente verifizieren, denn egal, ob im Leerlauf oder auch wenn es am Bildschirm richtig rund gegangen ist, ich konnte vom Lüfter wirklich in keinster Weise akustisch etwas wahrnehmen.

Ein weiteres Highlight der PlayStation 5 ist die verbaute ultraschnelle SSD. Die bietet rund 825 GB Speicherplatz und liest die Daten mit einer Geschwindigkeit von 5,5GB/s Raw beziehungsweise 9GB/s Compressed. Umgerechnet bedeutet das, dass etwa 2GB an Daten in 0,27 Sekunden verarbeitet werden können. Die flotte Festplatte ermöglicht es nicht nur detailliertere Ressourcen schneller zu laden sowie darzustellen, sondern soll auch die Ladezeiten von Spielen extrem minimieren, beziehungsweise sogar völlig eliminieren. Ich hab das ebenfalls gleich mit den beiden Games Marvel’s Spider-Man und Marvel’s Spider-Man: Miles Morales ausprobiert. Bei ersterem gehören die Ladezeiten vor allem bei der Schnellreisefunktion wirklich nahezu der Vergangenheit an. Ich bin zwar nicht mit der Stoppuhr vor dem Bildschirm gesessen, aber sehr viel mehr als 1-2 Sekunden habe ich nie warten müssen. Beim jüngeren Kollegen der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft sieht es ähnlich aus –  Details dazu werden wir in einem gesonderten Artikel erörtern. Einziger Wermutstropfen: Abzüglich der Systemdaten stehen auf dem Datenträger gerade einmal 667 GB an freiem Platz zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es aktuell keine Möglichkeit den Speicher zu erweitern. Natürlich kann man eine externe Festplatte mittels USB-Port anschließen, aber PS5-Games können ausschließlich über den internen Speicher gespielt werden.

In Sachen Eingangs-/Ausgangsanschlüsse bietet die PS5 nur das Notwendigste. An der Vorderseite der Konsole gibt es einen Type-C (Super-Speed USB 10 Gbit/s) sowie einen Type-A-USB-Port (Hi-Speed USB) an denen man beispielsweise die DualSense Wireless-Controller anschließen kann. An der Rückseite gibt es neben dem HDMI-Anschluss (Ultra High Speed HDMI 2.1 ) zwei weitere Type-A USB-Ports, um etwa externe Speicher oder die HD-Kamera mit der Konsole zu verbinden und auch auf einen Ethernet-Port (10BASE-T, 100BASE-TX, 1000BASE-T) wurde nicht vergessen. Selbstverständlich kann man sich aber auch via WLAN (IEEE 802.11 a/b/g/n/ac/ax) mit einem Netzwerk verbinden. Wie auch die XBox Series X verzichtet die PlayStation 5 dagegen auf einen optischen Audioausgang. Für entsprechende Geräte, wie dem PULSE 3D-Wireless-Headset, benötigt ihr somit einen entsprechenden USB-Adapter.

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Aufgeräumt und schnell

Natürlich profitiert auch die neue Benutzeroberfläche von der flotten SSD. Ausgangspunkt ist hier das „Control Center“, welches wir jederzeit mittels Druck auf den PlayStation Button des DualSense-Controllers aufrufen können. Grundsätzlich bleibt vieles gleich, aber es wirkt alles aufgeräumter und die wichtigen Funktionen lassen sich nun wesentlich schneller aufrufen. Ganz neu sind Individualisierungsmöglichkeiten sowie die „Aktivitäten“, welche über Bildschirmkarten im Control Center sowie in den Hubs unterstützter Spiele angezeigt werden. Diese ermöglichen es unter anderem ohne Umwege direkt in bestimmte Levels oder Herausforderungen zu wechseln. Also ähnlich wie die Quick Resume-Funktion der XBox Series X, nur funktioniert das hier nicht ganz so gut wie beim Microsoft-Pendant, da hier nur zu vorgegebenen Speicherpunkten gesprungen werden darf. Zusätzlich gibt es weitere Kartentypen wie etwa eine Spielhilfe – ein Feature welches wir zu unserem Testzeitpunkt ebenfalls noch nicht sinnvoll einsetzen konnten. Dagegen sehr nützlich: Mittels  „Game Presets“ kann man die Standard-Einstellungen auswählen, mit denen dann jedes neue Spiel automatisch gestartet wird. Dazu zählen etwa Schwierigkeitsgrad, Untertitel und Audio sowie Performance-Anpassungen. Was mich wirklich genervt hat war hingegen der Screenreader, der jede meiner Eingaben akustisch interpretiert hat. Ich musste zwar etwas in den Einstellungen suchen, aber diese Funktion hab ich relativ schnell deaktiviert und werde auch sicherlich keinen Gebrauch mehr davon machen.

Im PlayStation Store hat sich ebenfalls viel getan. Einerseits versteckt sich dieser nun nicht mehr in einer separaten Anwendung, sondern kann direkt im Control Center aufgerufen werden, andererseits hat Sony hier nun etwas ausgemistet. So sind etwa Spiele für PS3 und PSVita nur mehr über das Gerät selbst erhältlich. Das ist der Übersichtlichkeit natürlich sehr zuträglich. Generell wurde der gesamte Aufbau des Shops etwas verändert und in Kategorien unterteilt. Ein von Fans langersehntes Feature wurde nun auch endlich umgesetzt, die Wunschliste. Damit können wir entsprechende Spiele markieren und für einen späteren Einkauf vormerken.

Apropos Spiele: Obwohl das aktuelle Spiele-Line-Up der PlayStation 5 derzeit etwas mager aussieht, braucht ihr euch keine Sorgen zu machen, denn die meisten PS4-Spiele laufen dank Abwärtskompatibilität problemlos auch auf PS5-Konsolen. In meiner sehr großen Bibliothek habe ich lediglich zwei Spiele mit dem Badge „Nur auf PS4 spielbar“ gefunden. Eines davon war TT Isle of Man 2 und selbst hier hat Publisher Nacon bereits einen Patch angekündigt. Auch das VR-Spiel Robinson: The Journey gehört dazu. Das bildet aber grundsätzlich eine Ausnahme, denn generell soll man auch alle  PSVR-Games auf der PlayStation 5 zocken können. Ein eigenes Headset gibt es dafür zwar nicht und aufgrund vom fehlenden Anschluss kann auch die alte PlayStation Camera nicht verwendet werden, aber mittels gratis Adapter ist dieses Problem auch schnell behoben. Eine Liste mit allen Spielen, die nicht auf der PS5 spielbar sind, findet ihr übrigens hier. Wer die Konsole zusätzlich als Media Center verwenden will, der kann das natürlich auch tun, denn bereits zum Launch stehen zahlreiche Entertainment-Apps zur Auswahl: So sind Apple TV, Disney Plus, Netflix, Spotify, Twitch und YouTube aktuell verfügbar.

Das Highlight – die neue Controller-Referenz

Wie auch die Konsole selbst ist der DualSense Wireless-Controller mit seinen Abmessungen von 160 mm x 66 mm x 106 mm (Breite x Höhe x Tiefe) und seinem Gewicht von ca. 280 g. größer und vor allem deutlich schwerer als sein PS4-Pedant. Das ist aber definitiv kein Nachteil, denn das Steuergerät liegt für meinen persönlichen Geschmack nun wahrnehmbar besser in der Hand. Dafür sind natürlich auch das etwas veränderte, ergonomische Design sowie die leicht angerauten Oberflächen der Unterseite und der Analogsticks verantwortlich, welche für einen entsprechenden Grip sorgen. Der DualSense Wireless-Controller verfügt aber auch über viele der Funktionen des DUALSHOCKS 4, wie etwa den Bewegungssensoren sowie dem integrierten Lautsprecher. Die herkömmlichen Rumble-Motoren wurden dagegen durch Doppelmotoren ersetzt, was zu schnelleren, präziseren und deutlich taktileren Ergebnissen führen soll. In meinen Test war das haptische Feedback wirklich sehr deutlich zu spüren, etwa beim Rückstoß verschiedener Waffen. Ebenfalls neu sind die beiden adaptiven Trigger, die in die L2- und R2-Tasten integriert sind. In einem Spiel können diese beispielsweise das Spannen eines Bogens oder das Betätigen des Bremspedals simulieren. Auch dieser Effekt ist richtig gut gelungen und so spürte ich wirklich bei einem bestimmten Punkt einen leichten Widerstand, ähnlich wie beim Abzug einer Waffe. Mit dem DualSense Wireless-Controller spielt man also nicht nur, man fühlt auch alles! Darüber hinaus verfügt das Gerät nun auch über ein integriertes Mikrofon, welches nicht nur zur Sprachaufnahme verwendet werden kann, sondern auch – wie bei Astro’s Playroom – direkt im Gameplay integriert werden kann. In Sachen Sprachqualität sollte man sich aber nicht zu viel erwarten, alternativ kann man jederzeit ein Headset an den 3,5-mm-Anschluss anschließen.

Am Layout der Buttons hat sich grundsätzlich nichts geändert. Das Digi-Kreuz wurde leicht überarbeitet, wodurch sich die Spielfiguren nun merklich genauer steuern lassen und der Share-Butten wurde durch den Create-Button ersetzt. Dieser soll noch mehr Möglichkeiten bieten, um etwa Spielinhalte zu erstellen und Abenteuer live zu übertragen. Wie auch schon beim DUALSHOCK 4 ist auch im DualSense Wireless-Controller der Akku fix verbaut und wird über einen USB Type-C Anschluss aufgeladen, was in etwa drei Stunden dauert. Obwohl der Stromspeicher deutlich stärker ist, als jener des Vorgängers, bleibt die Leistung in etwa gleich. Vor allem, wenn man alle Features des Controllers aktiviert hat, muss man nach etwa drei bis vier Stunden zum Ladekabel greifen. Das ist aber auch schon mein einziger Kritikpunkt, denn ansonsten stellt für mich der DualSense Wireless-Controller eine deutliche Verbesserung dar, die auch im direkten Vergleich mit der Konkurrenz mehr als nur bestehen kann.

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Astro’s Playroom: Gratis, aber nicht umsonst

Wie schon erwähnt ist im Package nicht nur die Hardware, sondern auch ein kostenloses Spiel enthalten: Astro’s Playroom. Dieses ist gleich direkt vorinstalliert und lässt euch den aus Astro Bot Rescue Mission bekannten, kleinen Roboter durch verschiedene Jump’n’Run Levels steuern. Grundsätzlich kann das Spiel als Tech-Demo betrachtet werden, der die verschiedenen Funktionen der PS5 und dem neuen DualSense-Controller veranschaulichen soll. Das wäre aber unfair, denn hinter diesem Aufhänger versteckt sich ein vollwertiger Plattformer, der dazu auch noch viel Spaß macht. Eine echte Geschichte gibt es zwar nicht, aber ausgehend von der Hub-Welt, der „Prozessor-Plaza“, gelangt man in die einzelnen Komponenten der Playstation 5. Im Spielabschnitt GPU-Dschungel darf man sich dann beispielsweise durch die neue Hardware kämpfen und  am SSD-Speedway steuert Astro ein Mini-Raketenschiff entlang des ultraschnellen Festplattenspeichers. Vier Welten und  insgesamt 16 Bereiche gilt es zu erkunden, in denen darüber hinaus verschiedenste Konsolen, Controller und Zubehörteile gesammelt werden können. Selbst Cameo-Auftritte verschiedener Playstation-Helden stehen dabei auf dem Programm und sorgen so für eine nostalgische Reise durch 25 Jahre Konsolen-Geschichte.

Spielerisch werden dabei vor allem die Möglichkeiten des DualSense Wireless-Controllers demonstriert. Mittels der Bewegungssensoren und adaptiven Trigger steuert man dann diverse Power-Ups, wie etwa Sprunganzüge oder die erwähnte Mini-Rakete. Das haptischen Feedback ist dabei so gut gelungen, dass man beispielsweise nicht nur ganz genau spüren kann, wie die Feder angespannt wird, sondern man fühlt auch verschiedene Oberflächen, beispielsweise wenn der kleine Roboter auf einer Eisfläche dahinrutscht. Den etwas verwirrten Blick meiner Frau als ich plötzlich in das Mikrofon des Controllers geblasen habe kann ich durchaus nachvollziehen  – aber hey, wie sonst hätte ich die Windräder antreiben sollen. Die Einbindung des DualSense ist wirklich toll gelungen und wie schon im VR-Abenteuer Astro Bot Rescue Mission hat Entwickler Team Asobi! hier wieder erstklassige Arbeit abgeliefert. Trotz der etwas geringen Spieldauer von etwa 4-5 Stunden bietet das Spiel einen gelungenen Einstieg in Sonys neue Konsolen-Generation!

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FAZIT

Eines kann ich nach einer Woche mit der neuen PlayStation 5 bereits sagen: Alles ist nun etwas hübscher und vor allem viel, viel schneller. Die Unterschiede zwischen der neuen und der alten Hardware sind nicht nur deutlich wahrnehmbar, sondern lassen auch keinen Zweifel daran aufkommen, dass die Spiele-Zukunft sehr rosig aussehen wird. Im direkten Duell mit Microsofts XBox Series X muss sich die Konsole von Sony zwar in einigen Punkten geschlagen geben, das kann sie aber mit den bereits angekündigten, hochwertigen Exklusiv-Titeln (Ratchet & Clank: Rift Apart, God of War 2: Ragnarok und Horizon 2: Fordbidden West) locker wieder wettmachen. Trotz einiger kleiner Mankos, wie der (noch) nicht verfügbaren Speichererweiterung sowie dem fehlenden 1440p-Support, ist die PlayStation 5 für mich ein erstklassiges Stückchen Hardware geworden und die aktuellen Kinderkrankheiten gehören dank stetiger Verbesserungen auch sicherlich bald der Vergangenheit an. Überrascht hat mich aber auf jeden Fall der DualSense-Controller, denn nach jahrelanger Unterlegenheit habe ich ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass sich die PlayStation in diesem Bereich gegen das Xbox Pedant behaupten kann. Nachdem nun sogar Valve bekannt gegeben hat, dass das kürzlich erschienene Steam Beta-Update einen „initial input support“ für den PS5 DualSense beinhaltet, tendiere ich sogar stark dazu, meine alten Xbox Wireless Controller in den Ruhestand zu schicken.

So, nun aber genug der Worte, ich bin dann jetzt mal wieder Marvel’s Spider-Man: Miles Morales und Sackboy: A Big Adventure zocken, damit ich euch bald ausführlich auch über die spielerischen Qualitäten der neuen Konsolengeneration berichten kann.

Die PlayStation 5 erscheint am 19. November 2020. Sony Interactive Entertainment hat uns eine PlayStation 5 für Review-Zwecke zur Verfügung gestellt.

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