Elite Dangerous – BETA TEST
GRAFIK 5
SOUND 4
HANDLING 4
SPIELDESIGN 3
MOTIVATION 5

Elite Dangerous ist bereits in der Beta ein sehr schönes Spiel. Das All öffnet sich vor einem und in ein paar Kilometer Entfernung dreht sich majestätisch eine Raumstation. Sofort kommen Kindheitserinnerungen an Klassiker wie Freespace 2 oder Wing Commander hoch

Summary 4.2 geil
GRAFIK 4
SOUND 5
HANDLING 4
SPIELDESIGN 2
MOTIVATION 5
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Summary 4.0 geil

Elite Dangerous – BETA TEST

Elite Dangerous ist bereits in der Beta ein sehr schönes Spiel. Das All öffnet sich vor einem und in ein paar Kilometer Entfernung dreht sich majestätisch eine Raumstation. Sofort kommen Kindheitserinnerungen an Klassiker wie Freespace 2 oder Wing Commander hoch.

Elite Dangerous ist das neueste Projekt des Entwicklerstudios Frontier Development. Unter der Leitung von David Braben soll die Vision eines Weltraumkrachers verwirklicht werden. Und schon die Beta sieht richtig gut aus und viel mehr, sie fühlt sich auch richtig gut an.

Das Spiel

Elite Dangerous wird auf Wikipedia als Weltraumabenteuer, Handels- und Kampfsimulator beschrieben. Als unerfahrener Pilot ziehen wir mit einer rostigen Schüssel hinaus ins Universum, um reich, berühmt, berüchtigt oder was auch immer zu werden. Diese Vielfalt ist äußerst verlockend – egal ob man klug Handel treiben, lästigen Piraten eine aufs Maul oder anderen Spielern die Fracht klauen will. Elite Dangerous bietet die Möglichkeiten dazu. Als Nachfolger des originalen Elite aus dem Jahre 1984 tritt es damit in große Fussstapfen. Vor allem eines wird noch spannend zu sehen sein: Im Original waren auf nicht mehr als einer Diskette über 2000 Planetensysteme gesammelt. Jedes Spiel war von Grund auf neu, da selbst die Namen der Systeme durch einen Algorithmus jedes Mal neu erstellt wurden. Diese prozedurale Generierung will Frontiers Development auch ins fertige Spiel bringen. In der Beta gibt es schon 55 Planetensysteme zu sehen, im fertigen Spiel sollen es 400 Milliarden sein. Eine große Frage wird sein, wie sich dieses riesige Universum mit Leben füllt. Denn wenn man die meiste Zeit durch leere Systeme reist, kann das mit der Zeit auch öde werden.

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Das Spielgefühl

Was sofort auffällt, ist das großartige Spielgefühl. Mit ein bisschen Eingewöhnung hat man auch mit Maus und Tastatur das Anfangsschiff gut im Griff. Der Übergang zwischen den einzelnen Planetensystemen ist fantastisch gestaltet und hat auch etwas Bedrohliches an sich. Wer zum ersten Mal direkt vor einer Sonne aus dem Wurmloch auftaucht ist hin und weg. Genauso beim Anblick einer Station im Weltall und deren Innenräumen. Hut ab vor den Entwicklern, das haben sie wirklich gut hinbekommen. Eine große Frage war das Spielgefühl bei den Kämpfen. In Elite läuft ein Dogfight anders als in herkömmlichen Dogfightsims ab. Die rund ums Schiff verteilten Düsen lassen einen auch rückwärts bzw. seitwärts und schräg fliegen. Verlangt am Anfang etwas Umgewöhnung, geht aber schnell sehr flüssig von der Hand. Und wenn man dann im Dogfight steckt, dann hat man sowieso kein Auge mehr für Nebensächlichkeiten. Kleine Partikel im All oder kleine Asteroiden im Asteroidengürtel bringen ein sehr gutes Geschwindigkeitsgefühl rüber. Man hat das Gefühl sich wirklich ein hochspannendes Match im All zu liefern.

Wer es lieber etwas ruhiger angeht, der kann sich mit Handel ein lange Zeit beschäftigen. Auf fast jeder Station gibt es einen Marktplatz an dem man von Treibstoff bis hin zu Industrieabfällen alles Mögliche handeln kann. Laut Entwicklern sollen sich die Preise an Angebot und Nachfrage orientieren. Ob das wirklich der Fall ist, konnte mit dem kurzen Einblick in die Beta noch nicht festgestellt werden.

Die Grafik

Wie eingangs erwähnt sieht Elite Dangerous bereits in der Beta richtig gut aus. Ab und an gibt es noch Texturfehler oder unscharfe Kanten, aber im Großen und Ganzen verschafft die Engine einen soliden Eindruck. Zum Einsatz kommt die hauseigene COBRA Engine. Die größte Herausforderung ist die 1:1 Skalierung des Spiels. Also alle Planeten und Objekte haben eine realistische Größe und eine realistische Entfernung zueinander.

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Die coolen Ideen

Kämpfen und Handeln ist alles solide designed aber richtig gut gelungen ist die Reise zwischen den Systemen. Erstmals muss der Frameshiftantrieb aufgeladen und das Schiff auf das Ziel gerichtet werden. Wenn man dann im neuen System landet ist man im Supercruise-Modus. Damit lassen sich große Distanzen innerhalb eines Systems zurücklegen. Aber wer glaubt es reicht eine Taste zu drücken und zu warten bis man ankommt, der hat sich geirrt. Jederzeit können einen etwa Piraten oder andere Spieler den Supercruise unterbrechen und dann heißt es Kampf oder Flucht. Wenn alles gut geht muss man rechtzeitig geschickt abbremsen um nicht über das Ziel hinauszuschießen. Wer es dann geschafft hat bei seiner Station anzukommen erlebt ein noch ein Glanzstück. Früher von Spielern weltweit gehasst und jetzt kann man sich daran gar nicht satt sehen: Der Dockingprozess. Wenn man sich in der Kanzel in seinem Schiff nach links dreht, um eine Landeerlaubnis anzufordern, fühlt man sich schon mitten in dieser Welt. Wenn man dann aber durch die Stationstore fliegt und andere Spielerschiffe trifft die ebenfalls andocken ist alles rundherum vergessen. Sobald man durch die Barrieren am Eingang ist gilt es die Nummer des Landepads zu finden. Wie in einer Röhre verteilen sich die Landebuchten und mit einem selbst suchen auch andere Spieler ihre Dockingstation. Mit einem Klick werden die Landestützen ausgefahren und wenig später ist man sicher gelandet. Ein Lift bringt dann das Schiff in die Tiefen der Station und macht das Landedeck für andere Schiffe frei. So geht immersive Gameplay, das ist richtig cool.

Die Probleme

Eines der größten Mankos ist die Einführung neuer Spieler. Man startet im Weltraum, alles sieht fantastisch aus, vor einem dreht sich eine Station und man hat überhaupt keinen Plan was man jetzt machen soll. Ein kleines Tutorial, das mehr erklärt als die kurzen Kampfszenarien, wäre hilfreich. Gerade die Interaktion mit dem Schiff, etwa um eine Landeerlaubnis auf einer Station zu bekommen, erschließt sich erst nach einer umständlichen Suche in der Tastenkonfiguration.

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FAZIT

Ich bin ein großer Science Fiction- und Weltraumfan. Ich habe Jahre nach dem 5. Abschluss der Freespace 2 Kampagne, in den Tiefen des Internets nach dem HD Mod gesucht um noch einmal komplett in den Bann dieser Welt gezogen zu werden. Elite Dangerous ist ein absolutes Muss für jeden der gute Weltraumaction gepaart mit Entdecken und Handeln erleben will. Wenn die Entwickler den eingeschlagenen Weg fortsetzen, steht einem großartigen Spiel nichts mehr im Weg. Wie sich Elite Dangerous im Vergleich zu Star Citizen schlägt wird sich zeigen. Mit dieser Beta hat Frontier aber jedenfalls schon mal gut vorgelegt. 

4 Comments

  1. Oliver 18. November 2014
    Antworten

    Wie schlägt sich E:D im Vergleich zu X Rebirth oder X3?

  2. Elias Zeindl 18. November 2014
    Antworten

    Meiner Meinung nach ist E:D besser. X Rebirth wurde im kleinen Kämmerlein entwickelt und das merkt man dem Spiel an allen Ecken und Enden an. Schonmal in X Rebirth eine Raumstation angeflogen? Wer auch immer auf die Idee gekommen ist das man jeden Teil der Raumstation anfliegen muss um zu wissen welcher Service wo ist gehört strafversetzt 😉

    • Charlie Stokes 18. December 2014
      Antworten

      Dafür muss man bei ED die Raumstationen blöderweise manuell ansteuern wenn man sich nicht für 4500 credits einen Landecomputer erlauben kann (wenn man z.b. gerade anfängt) – auch das ist mißlungen, denn die Zeit ist nicht mehr 1984 sondern 2014.

  3. Charlie Stokes 18. December 2014
    Antworten

    Was sofort bei ED auffällt ist, das die Devs immer noch mit den alten Vektormodellen arbeiten und denen nur Texturen aufgezogen haben. Dabei ist das Schiffsdesign sehr minimalistisch und wirkt wie eine Hommage an das erste Original. Aber das Game ist im Grunde dadurch auch sehr schnell, so daß auch Spieler mit weniger starken Computern zuhause eine gute Chance bekommen. Leider ist die Flugsimulation auch bei der Steuerung fehlgeschlagen. ED schlägt für mich in keinem Fall die X-Serie oder Star Citizen auch wenn man dort das eine oder andere wahrscheinlich sowieso längt überfällige Hardwareupdate machen muss.

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