The Guise im Test
GRAFIK 3
SOUND 3
HANDLING 4
SPIELDESIGN 3
MOTIVATION 4

The Guise ist ein anspruchsvolles, düsteres Indie-Metroidvania und für Fans des Genres durchaus empfehlenswert

Summary 3.4 stark
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The Guise im Test

The Guise (die Verkleidung) ist ein neues Metroidvania aus Russland mit einem kleinen Jungen als Hauptcharakter, der im Körper eines Monsters feststeckt. Das Ganze wird in einer visuellen Gestaltung präsentiert, die mich an Kindergartenzeichnungen erinnert. Oder Zeichnungen von Insassen aus dem Irrenhaus. Irgendwie gruselig. Könnte interessant sein.

Es hat schon seinen Grund, warum Erwachsene Kindern manchmal bestimmte Dinge untersagen. Und so hatte es auch einen triftigen Grund, warum Frau Mallory, die Direktorin vom Waisenhaus, es den Kindern verboten hat ihr Zimmer zu betreten. Das war nicht nur zur Wahrung ihrer Privatsphäre. Aber, wie Kindern nun einmal sind, halten die sich selten an Verbote, und als Frau Mallory einmal vergessen hat, ihr Zimmer abzusperren bevor sie das Haus verlässt, ist es auch schon passiert. Die Waisenkinder haben nichts Besseres zu tun, als in das Zimmer zu gehen und es zu erkunden. Dummerweise entdeckt unser Held Odgen dabei eine verfluchte Maske, die er natürlich sofort aufsetzt. Und so wird er in ein seltsames Vieh verwandelt. So eine Art roter Hund mit einem Skelettkopf sowie gelben Stacheln am Rücken… ein richtiges Monster. Odgen läuft aus dem Waisenhaus (die Eingangstüre war scheinbar auch nicht abgeschlossen), bis ihn die Direktorin findet. Sie schimpft zwar, ist aber scheinbar nicht übermäßig sauer. Ziemlich abgebrühte Frau! Sie verspricht, ihm bei der Rückverwandlung in einen Menschen zu helfen, merkt aber an, dass das recht kompliziert werden kann und sie ein paar Dinge dazu besorgen muss. Odgen soll mal ins Waisenhaus zurückkehren.

Gameplay

Ziel von The Guise ist es nun, den Fluch aufzuheben und sich wieder zu einem Menschen zurück zu verwandeln. Und schon beginnt das eigentliche Spiel. Die Welt außerhalb des Waisenhauses ist brutal. Dämonen streifen durch die Gegend, die einen recht schnell töten, wenn man nicht aufpasst. Odgen kann auch nicht schwimmen, also sollte er sich vom Wasser fernhalten. Der Schwierigkeitsgrad ist durchaus knackig, der „Game Over“ Bildschirm immer sehr nahe. Zu Beginn hat Odgen kaum Fähigkeiten, er kann springen – je länger man den Sprungknopf hält, desto höher. Er kann sich auch ducken und sich abrollen, um an Feinden vorbei zu kommen und sie von hinten zu attackieren. Mit seinem Skelettkopf kann Odgen auch ordentliche Kopfnüsse verteilen und damit Gegner bekämpfen oder Türen aufschlagen.

Getötete Feinde hinterlassen… Augen. Die sollte man einsammeln, man kann sie nämlich beim Augensammler (Händler) als Währung verwenden und damit seine Fähigkeiten verbessern. Auch die Lebensenergie dahingeschiedener Gegner ist wertvoll, wenn man 10 davon gesammelt hat, kann man damit nämlich einen seiner (anfangs fünf) Lebenspunkte regenerieren. Im Zuge des Spieles lernt Odgen weitere Fähigkeiten und verbessert seine Geschicklichkeit und Stärke. Von besiegten Bossgegnern lernt Odgen deren Fähigkeiten, wie Säure zu spucken oder an der Decke entlang zu laufen. Damit kann er seine Gegner immer effektiver bekämpfen, während er die Spielwelt erkundet und durch dunkle Wälder, ausgestorbene Dörfer oder gruselige Katakomben läuft.

Wie es sich für ein Metroidvania gehört, gibt es einige versteckte Räume zu entdecken und Gegenstände zu finden. Insgesamt neun im Spiel auffindbare Amulette verbessern ebenfalls die Fähigkeiten unseres unfreiwilligen Helden. Der Spielfortschritt wird bei den in den Levels verteilten Speicherpunkten gespeichert, zu denen man bei Verlust der Lebensenergie zurückversetzt wird. Mein Gamepad (Xbox 360) funktioniert einwandfrei mit dem Spiel. Wenn man mit einem Ultrawidescreen Monitor spielt, sind auf der rechten und linken Seite schwarze Balken, das Spiel läuft aber problemlos.

FAZIT

The Guise ist ein anspruchsvolles, düsteres Indie-Metroidvania. Die einzigartige grafische Gestaltung mag nicht jedermanns Sache sein, ich finde sie aber gut. Der Umfang des Spieles ist durchaus beachtlich, neben vielen Abschnitten, an deren Ende jeweils ein ordentlicher Boss wartet, gibt es auch mehrere optionale Nebenquests mit eigenen Minibossen sowie zwei unterschiedliche Enden (mit zwei verschiedenen Endgegnern). Durchaus empfehlenswert für Fans des Genres, auch sehr vernünftig bepreist.

Was ist The Guise? Ein gruseliges Metroidvania in einem einzigartigen grafischen Stil.
Plattformen: PC
Getestet: Verkaufsversion, auf einem PC mit i7-3770, 24 GB RAM, GeForce GTX 1070, 3440×1440 Auflösung, Win 10
Entwickler / Publisher: Rasul Mono / GameNet
Release: 21. Oktober 2020
Link: Offizielle Webseite

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