Das eben erschienene First-Person Abenteuer Dimhaven – The Lost Source von Zadbox Entertainment aus Ungarn verspricht knifflige Rätsel in einer wunderschönen Inselwelt auf eurem PC.
Zadbox Entertainment, die Entwickler des 2016 veröffentlichten Quern – Undying Thoughts, sind mit ihrem neuesten Werk zurück. Quern war ein recht gelungener Klon des Genregründers Myst, des ersten Renderadventures. Myst hat damals nicht nur Millionen von (auch weiblichen) Käufern begeistert, sondern auch die Spielmechaniken für unzählige Nachahmer festgelegt. Abgesehen von der Bewegung der Spielfigur, die damals noch ein wenig eingeschränkt und nicht frei sondern nur von Punkt zu Punkt war, spielt sich das heutige Dimhaven – The Lost Source sehr ähnlich wie damals Myst.
Wir werden wieder in eine leicht surreale, einsame Inselwelt versetzt und müssen ohne Zeitdruck die unterschiedlichsten Rätsel lösen, um voranzukommen.
Looking for Zack
Wir spielen Emily Ravenstone. Unser Onkel Zack ist verschwunden, nachdem er uns noch einen sehr seltsamen Brief aus Dimhaven geschickt hat. Er arbeitet an etwas, das gleichzeitig faszinierend und furchteinflößend ist – und er kann damit nicht mehr aufhören. Wir sind ein wenig besorgt und beschließen daher, ihn in Dimhaven – einer abgelegenen Insel im Meer, einst ein Paradies für Touristen – zu suchen. Die Anreise ist schon einmal ein wenig seltsam. Wir kommen nämlich nicht mit einer Fähre an, sondern werden aus einem Flugzeug geworfen und müssen mit dem Fallschirm genau im Einreisebereich landen. Dort angekommen sind wir – vollkommen alleine. Nur ein fieser Albatros stiehlt uns unseren Reisepass – und gibt ihn nicht so einfach wieder her.
Wir gehen zum Visa-Antragsautomaten – der auch schon bessere Zeiten gesehen hat. Der automatische Visa-Beantragungsprozess ist ein Multiple-Choice Fragespiel mit jeweils drei möglichen Antworten – nur leider ist das Gerät defekt und nur mehr eine Antwort möglich. Und mit der einzig möglichen Antwort bringt ihr den Visa-Computer nur zum Absturz, kommt aber sonst nicht weiter… und schon stehen wir vor dem ersten leicht skurrilen Rätsel.
Treasure Hunt
Ihr bewegt euch völlig frei in 3D, wobei ihr mit diversen Hotspots interagieren könnt. Ihr könnt gehen, springen oder euch ducken, um unter Hindernissen hindurchzukriechen. Türen oder Schreibtischläden werden geöffnet, Gegenstände wie Schlüsseln an den richtigen Hotspots (also Schlössern) verwendet, herumliegende Texte werden gelesen. Wenn ihr Gegenstände untersucht, könnt ihr sie aus allen Seiten betrachten. Anderen Lebewesen begegnet ihr kaum, auf der Insel ist irgendetwas passiert. Es scheint, wie wenn die Bewohner der Insel relativ plötzlich alle verschwunden wären. Man sieht keine Spuren eines Kampfes oder einer anderen Katastrophe, aber die Natur hat bereits erste Bereiche der Insel zurückerobert, und natürlich haben einige der herumstehenden Maschinen Fehlfunktionen. Mit eurer Fotokamera könnt ihr Fotos der Umwelt machen, die ihr automatisch in einem Tourismus-Folder (Photo Challenge) einklebt.
Die Grafik schaut vor allem bei weiter entfernten Objekten ganz gut aus, allerdings ist sie aus der Nähe recht verpixelt. Steuern könnt ihr Dimhaven – The Lost Source super mit Maus und Tastatur, aber auch ebenso gut mit dem Gamepad. Ihr könnt das Kopfwackeln abschalten, um keine Motion-Sickness zu bekommen. Gespeichert wird automatisch, aber ihr könnt auch eigene Speicherstände anlegen.
Erhältlich ist Dimhaven – The Lost Source derzeit exklusiv für den PC.
Zusammenfassung
FAZIT
Dimhaven – The Lost Source ist ein Walking Simulator. Untersucht die Umgebung, findet und kombiniert Gegenstände, lest Hinweise und wendet euer dadurch erlangtes Wissen an der richtigen Stelle an. Das Spiel bietet keine Action-Sequenzen, Stress entsteht nur dann, wenn ihr – trotz des integrierten Hinweissystems – keine Ahnung habt, wie ihr weiterkommt. Das Spiel richtet sich an Gamer, die eine gemächlichere Erfahrung suchen. Das Setting mit der verlassenen Insel ist zwar einerseits ein wenig surreal – aber die meisten Aufgaben sind recht logisch aufgebaut. Herumgehen und alles absuchen, lesen, Dinge ausprobieren, Minispiele, über die Situation nachdenken – wer das gerne macht, bekommt mit Dimhaven – The Lost Source gediegenes Rätselfutter für die nächsten paar Tage.