Directive 2080 im Test

Lange mussten wir auf ein neues Werk von Supermassive Games warten, doch jetzt ist es endlich soweit und Directive 2080 ist raus. Der Grundstein bleibt, doch das Setting wechselt in den Weltraum und wird zum Sci-Fi-Horror! Ob wir hier genauso viel Spaß hatten wie mit Until Dawn oder The Quarry seinerzeit, sagen wir euch in unserem Artikel.

Beginnen wir gleich mal mit der größten Neuerung. Wir haben hier weniger Film und tatsächlich mehr Spiel vor uns, als es bei den Vorgängern der Fall war. Schleichen und mehr Erkunden sind zwar jetzt keine Gamechanger, aber kommt schon, wir wissen ja, von welcher Spielereihe wir hier reden. Wer sich bei den anderen Games des Entwicklerstudios mehr „zu tun“ gewünscht hat, bekommt hier vielleicht auch genau das.

Story

Klassisch Sci-Fi, die Erde ist dem Untergang nah und nun müssen die Menschen auf einen anderen Planeten übersiedeln. Da das Objekt der Begierde, Tau Ceti, 12 Lichtjahre entfernt ist, schickt man erst mal eine Vorhut hin, um alles zu klären. Das Kolonieschiff Cassiopeia, auf dem unsere Crew arbeitet, stürzt allerdings ab und landet eher unsanft auf dem Planeten. Als wäre das nicht schon schlimm genug, bemerken wir aber bald, dass wir nicht ganz alleine sind. Ein außerirdischer Organismus ist ebenfalls an Bord gelangt und macht Jagd auf die Crewmitglieder. Dass der obendrein noch ein Formwandler ist, setzt dem Ganzen die Krone auf. Jetzt stellt sich die Frage: Retten wir uns, wenn wir dabei die gesamte Menschheit riskieren?

Gameplay

Was tun wir denn so? Naja, im Grunde das Gleiche wie bei den anderen Spielen der Reihe auch schon. Wir erleben die Story aus Sicht mehrerer Personen, die jederzeit das Zeitliche segnen können. Aber ein bisschen was hat sich dann doch verändert, denn statt nur zuzusehen und ein paar Quick-Time-Events zu meistern, müssen oder besser, dürfen wir auch selbst etwas mehr ins Geschehen eingreifen beziehungsweise das Tempo bestimmen. Zum einen können wir viel freier herumlaufen und uns umsehen, Gegenstände untersuchen und Texte lesen, um so mehr über die ganze Geschichte zu erfahren, zum anderen kommen immer wieder Passagen im Spiel, in denen wir schleichen und die Gegner aktiv ablenken müssen.

Wie eingangs schon erwähnt, sind das keine Mechaniken, die auch nur ansatzweise neu sind, aber wer Spiele wie Until Dawn oder eben die Dark Pictures-Reihe kennt, der weiß, dass diese doch mehr als Film denn als Spiel aufgezogen waren. Hier bekommen wir also etwas mehr Gameplay, ohne dabei auf die cineastische Inszenierung verzichten zu müssen.

Entscheidungen

Das größte Thema bei dieser Art von Games sind natürlich die Entscheidungen. In Directive 2080 könnt ihr ganze 44 Todesszenen freischalten und erleben. Also einiges an möglichen Enden für die knapp 8-stündige Geschichte. Bis auf zwei Crewmitglieder, deren Tod dem Skript geschuldet ist, könnt ihr jede Person retten, sofern ihr die richtigen Entscheidungen trefft. Solltet ihr mit der Entscheidung nicht zufrieden sein, könnt ihr noch kurz zurückspringen. Diese Option könnt ihr aber auch ausschalten. Sowieso könnt ihr auch ganze Kapitel zurückgehen und einen anderen Zweig wählen, damit ihr alle Enden einmal erleben könnt.

Grafik, Sound & Steuerung

Grafisch kann man bis auf die ab und an mal etwas starren Gesichter der Charaktere nicht viel bemängeln, denn das Wichtigste ist hier die Atmosphäre und die kickt richtig! Dunkle Gänge, perfekter Lichteinfall, tolle Farbpalette, das alles sind Dinge, die mir sofort ins Auge gesprungen sind.

Der Sound war ebenfalls nicht übel, vor allem mit den richtigen Kopfhörern und 3D-Sound. Leider, und das trifft mich als Fan von deutschsprachigen Synchros und Lokas sehr, muss ich gestehen, dass mich die deutsche Sprachausgabe diesmal nicht abholen konnte und ich auf die englische ausgewichen bin. Waren die VAs schlecht? Nein, nicht wirklich, aber die englischen VAs konnten diesmal einfach mehr überzeugen.

Die Steuerung funktioniert für das, was man tun kann und muss, angemessen, da kann man aber auch nicht viel falsch machen, wenn man kein Action-Game vor sich hat.

Zusammenfassung

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