Fallen Tear: The Ascension im Early Access Test

Mit Fallen Tear: The Ascension ist diese Tage ein  handgezeichnetes philippinisches 2D-Metroidvania im Early Access auf Steam erschienen, das atemberaubend ausschaut und auch eine ganze Menge an Rollenspielelementen enthalten soll. Außerdem könnt ihr euch wie Hulk in ein Monster verwandeln – ziemlich cool!

Gute Metroidvanias finden immer ein Publikum – oder in diesem Fall auch eine Kickstarter-Finanzierung. Gut 135.000 $ (bei 35.000 $ Mindestbetrag) konnte Fallen Tear: The Ascension 2024 einsammeln, um die letzten Monate vor dem Early Access-Release noch zu finanzieren – es ist immer ein gutes Zeichen, wenn eine Kampagne bei einer rund viermal höheren Finanzierung endet als notwendig. Offensichtlich sind die Kosten für eine Spieleproduktion in den Philippinen nicht so horrend hoch wie bei uns, oder die bereits seit 2020 an dem Spiel werkenden Entwickler echte Sparfüchse. Jedenfalls waren die für die Kickstarter-Kampagne gezeigten Screenshots und Videos bereits ziemlich beeindruckend. Für die Entwickler Winter Crew (Sitz: Manila) ist Fallen Tear: The Ascension ihr erstes eigenständiges Projekt, aber so wie immer haben sie laut eigener Aussage alle bereits jahrelange Erfahrung durch die Arbeit an unzähligen AAA-Projekten. Mal sehen wie das Spiel so ist, in Bezug auf Grafik/Animation braucht sich ihr Erstlingswerk jedenfalls absolut nicht vor der Konkurrenz verstecken.

Fallen Tear: The Ascension ist eine Mischung aus Metroidvania und JRPG. Was in der Theorie gut klingt, hat in der Realität aber so seine Tücken. Das Problem bei Spielen, die zwei unterschiedliche Genres miteinander vereinen, ist nämlich immer das selbe – damit euch das Spiel Spaß macht, müsst ihr beide Genres mögen. Bereits die ersten Screenshots zeigen, dass der Metroidvania-Anteil recht hoch ist, aber mal schauen, ob auch die typischen rundenbasierten JRPG-Kämpfe ein wesentliches Spielelement darstellen. Indivisible hat vor ein paar Jahren ein ähnliches Konzept versucht, war aber nur mäßig erfolgreich damit (und ist inzwischen leider mangels Support weitgehend unspielbar geworden).

Ein Tag in Raoah

Wir übernehmen die Rolle von Hira, einem jungen Mann in der Fantasy-Welt von Raoah, die wie üblich am Rande der Zerstörung steht und nur von uns gerettet werden kann. Zu Beginn wissen wir davon aber nichts. Wir erkunden Hillcrest, das kleine Dorf in dem wir leben. Die Dorfbewohner schildern uns in kurzen Sätzen ihre aktuellen Themen, während wir mit (uralten) Teleportationsportalen zwischen verschiedenen Plattformen herumschwirren. Unser Bruder Ravn hat ein verrostetes Schwert im Wald gefunden, das der Schmied für uns herauspoliert hat – und mit dem wir uns nun auf die Jagd begeben. Immerhin sind wir ja seit heute ein Jäger. Dann geht es aber zügig bergab – unser Dorf wird von Monstern überfallen, unsere (Zieh-)mutter ist ebenso wie Ravn verschwunden, und die meisten Dorfbewohner geben uns die Schuld an dieser Katastrophe. Mit einem alten Artifakt werden wir aus unserer Heimat wegteleportiert und erhalten sofort von einer hübschen jungen Frau unsere erste wichtige Mission. Sie wird uns alles erklären, sobald sie Zeit dafür hat… eh klar. Aber zuerst müssen wir uns einmal durch eine monsterverseuchte Welt kämpfen.

Hira steuert sich wie in den meisten 2D Metroidvanias üblich. Er kann springen, mit dem Schwert zuschlagen, Kisten schieben usw. Wenn ihr gegnerischen Angriffen erfolgreich ausweicht, könnt ihr besonders effektive Gegenangriffe durchführen. Besiegte Gegner lassen Kristalle (Korr Shards) fallen, mit denen ihr u.a. Missionen freischalten oder Güter und Dienstleistungen kaufen könnt. An Lagerfeuern könnt ihr euren Gesundheitsbalken wiederherstellen. Das Spiel zeichnet automatisch eine Karte mit. In einem Journal werden die offenen Missionen angeführt und in einem umfangreichen Fähigkeitsbaum könnt ihr Hira gegen Erfahrungspunkte (Fated Points genannt) verbessern (beispielsweise seine Angriffsstärke erhöhen) und neue Fähigkeiten freischalten. Auf euren Reisen lernt ihr viele Leute kennen, und eine ganze Menge davon werden eure Freunde und schließen sich euch (zumindest zeitweise) an und kommen in euer Lager (einem alten Tempel). Sie haben alle ihre eigenen Fähigkeiten, die ihr dann wie Zusatzfähigkeiten einsetzen könnt. Das funktioniert sowohl im Kampf, als auch außerhalb. Das Spiel wird an den in der Landschaft verteilten Schreinen gespeichert, dort könnt ihr euch auch ausrasten, eure Freunde anschauen oder die Schreine als Schnellreiseportale benutzen.

Early Access

Fallen Tear: The Ascension ist als Early Access Version erschienen. Das bedeutet, das Spiel ist noch nicht fertig. Die Entwickler arbeiten daran, es bis Ende des Jahres zu vollenden – aktuell beinhaltet es bereits alle geplanten Kernsysteme und den vollständigen ersten Akt. Das sind 10 Regionen, 6 Bosse (+ 3 Nebenbosse) und rund 15-20 Stunden Spielzeit. Das ist rund ein Drittel des geplanten Inhalts. Aktuell ist das Spiel nur auf Englisch oder Chinesisch spielbar – bis zur Version 1.0 soll aber Deutsch dazu kommen. Das Spiel soll voll vertont werden – aber laut (erreichten) Kickstarter Stretch-Goal nur auf Englisch. Der aktuelle Preis soll bei finalem Erscheinen des Spieles erhöht werden.

Die Anforderungen an euren PC sind gering. 8 GB RAM reichen aus, dazu eine Nvidia Geforce GTX 560 oder AMD Radeon HD 6870 Grafikkarte. Gamepad wird natürlich unterstützt. Auf dem SteamDeck läuft es ohne Probleme. Neben dem PC sind auch Konsolenversionen (PlayStation 4/5, XBox, Nintendo Switch) geplant.

Zusammenfassung

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