Pokemon bekommt Konkurrenz! Das ist zumindest der Plan von Team 17 mit ihrem neuen Monster-Sammel Rollenspiel LumenTale: Memories of Trey, das für PC und die Switch erschienen ist. Auf zum fröhlichen Monster-Sammeln!
Das Erstlingswerk des italienischen Studios Beehive, herausgebracht vom renommierten Publisher Team 17, ist ganz klar von Pokemon inspiriert. Die Geschichte handelt vom Cyborg Trey, der nach seinen verlorenen Erinnerungen sucht. Er wacht mit Amnesie auf und hat keine Ahnung, wer er ist.
Pokemon heißen im Land Talea (aufgeteilt in einen traditionsreichen Süden – Mythos – und einem fortschrittlichen Norden – Logos) zwar nun Animon, aber ihr fangt sie ein, zähmt sie, entwickelt sie und lasst sie für euch kämpfen. Und ihr sammelt sie – je mehr desto besser. Optisch sind die Animon auch sehr seltsame Kreaturen – ganz wie die originalen Pokemon, nur weniger mit einem japanischen Einschlag.
Animon
Wir steuern den pixeligen Trey (alle anderen Charaktere sind ebenso pixelig) durch eine deutlich höher aufgelöste Welt. In Talea leben Menschen und die mysteriösen Animon. Vom Ursprung der Animon hat niemand eine Ahnung – aber es sind Kreaturen, die Menschen emotional bewegen können. Haustiere würde ich sagen, wenn sie gezähmt sind. In der freien Natur sind sie nicht ganz so freundlich und greifen Menschen durchaus an. Nur manche Menschen können Animon zähmen und zu Haustieren abrichten, sie werden Lumen genannt. Trey hat ein Holoken – ein Gerät, um Animon zu zähmen. Er hat aber keine Ahnung, wer er ist und woher er kommt, und deshalb lebt er nun beim freundlichen Erfinder Kapan und seiner Nichte Ales, die ihn aufgenommen haben.
Und ab in den Anispace. Dort werden gefangene Animons aufbewahrt – einen Raum den es gibt und doch nicht gibt. Niemand kann ihn betreten – außer mit Kapans neuer Erfindung. Im Anispace baut ihr ein Heim für eure Animons und stärkt die Beziehung zu ihnen. In der richtigen Welt bewegt sich Trey in isometrischer Ansicht – redet mit den Bewohnern, sammelt Ressourcen auf, zertrümmert Kisten (um Ressourcen zu finden), ruht sich bei Brunnen aus. Dort kann er die gefundenen Ressourcen auch verwenden und Mahlzeiten herstellen. Mit Rezepten geht das natürlich am einfachsten, aber Trey kann auch herumexperimentieren. Die hergestellten Mahlzeiten kann er an seine Animons verfüttern, um deren Werte zu erhöhen. Die Welt von Talea ist seltsam, ich weiß.
Klassisches JRPG
Wer von der seltsamen Welt nicht abgeschreckt wird, findet in LumenTale: Memories of Trey vor allem ein JRPG (japanisches Rollenspiel). Lauft mit Trey (und seinen Freunden) durch die Welt, versucht Animons zu fangen, und kämpft regelmäßig im JRPG-Style mit euren Animons gegen gegnerische Animons. Wählt unterschiedliche Angriffe und Fähigkeiten und besiegt die gegnerischen Animons – ganz wie Gegner in einem normalen JRPG. Insgesamt gibt es über 140 verschiedene Animons im Spiel – Gotta catch em all. Bald ist Trey mit Ales im Land unterwegs, um das große Animon-Turnier in der Hauptstadt zu gewinnen…
Ihr könnt mit euren Monstern gegen Gegner aus dem Internet (und deren Monster) antreten. Es sind 1vs1 und 4vs4 Team Kämpfe möglich. Außerdem ist es möglich, Monster und Spielkarten über das Internet mit anderen Spielern zu tauschen.
Das Spiel hat keine Sprachausgabe, die Steuerung mit dem Gamepad ist möglich. Euer PC muss kein Kraftpaket sein, um das Spiel zu stemmen. Bereits eine NVIDIA GeForce GTX 1650 und nur 4 GB Arbeitsspeicher reichen aus, damit es läuft. Erhältlich ist LumenTale: Memories of Trey neben dem PC auch für die Nintendo Switch.
Zusammenfassung
FAZIT
LumenTale: Memories of Trey spricht vor allem eure Sammelwut an. Sammelt alle enthaltenen Animons, sammelt alle verfügbaren Karten. Nebenbei spielt ihr ein niedliches aber durchaus komplexes JRPG, redet mit den Leuten, erfüllt deren Aufgaben und erfahrt mehr über eure eigene Hintergrundgeschichte. Wer Spaß an Spielen wie Pokemon, Coromon oder Cassette Beasts hat, dem wird auch LumenTale: Memories of Trey gefallen.