Mega Man: Dual Override angespielt

Mit Mega Man: Dual Override bringt Capcom 2027 den zwölften Hauptteil der klassischen Reihe. Neben Mega Man ist Proto Man spielbar; Custom Chips, das neue Override-System und neue Robot Master erweitern die vertraute Action-Plattforming-Formel.

Publisher Capcom war auf der gamescom neben Titel wie Dragon’s Dogma 2 Dark Arisen und Onimusha: Way of the Sword auch mit dem Plattformer Mega Man: Dual Override vertreten und wir hatten die Gelegenheit das temporeiche Game für euch vor Ort anzuspielen.

Rückkehr zum 40. Jubiläum

Capcom kündigte Mega Man: Dual Override im Dezember 2025 im Rahmen der Game Awards an. Der neue Titel ist der zwölfte Hauptteil der klassischen Mega Man-Reihe und folgt auf Mega Man 11 aus dem Jahr 2018. Erscheinen soll das Spiel 2027 – jenem Jahr, in dem die Reihe ihr 40-jähriges Bestehen feiert. Einen konkreten Veröffentlichungstermin, einen Preis oder unterschiedliche Editionen hat Capcom bislang nicht genannt.

Spielerisch bleibt Capcom bei der bekannten Ausrichtung als seitlich scrollender Action-Plattformer. Die bislang veröffentlichten Beschreibungen sprechen von neuen futuristischen Schauplätzen und zahlreichen Robotergegnern.

Mega Man und Proto Man als spielbare Helden

Der auf der gamescom 2026 gezeigte Gameplay-Trailer bestätigte Proto Man als zweiten spielbaren Charakter. Laut Capcom verfügen Mega Man und Proto Man über unterschiedliche Fähigkeiten und sollen dadurch verschiedene Spielweisen ermöglichen.

Neu ist außerdem das Custom-Chip-System. Die Chips lassen sich einsetzen, um die Fähigkeiten der beiden Charaktere anzupassen. Als Beispiele nennt Capcom unter anderem Schnellfeuer, eine schützende Schildblase und die Möglichkeit, kurzzeitig zu schweben. Welche Kombinationen und Erweiterungen darüber hinaus im fertigen Spiel verfügbar sein werden, ist noch nicht vollständig bekannt.

Override bringt mehr Leistung – mit Nebenwirkungen

Eine zentrale Neuerung ist das namensgebende Override-System. Bei dessen Aktivierung wird der Leistungsbegrenzer des jeweiligen Roboters vorübergehend aufgehoben, wodurch stärkere Fähigkeiten zur Verfügung stehen. Der Einsatz hat allerdings Konsequenzen: Nach Ablauf des Override-Zustands sind Teile der Fähigkeiten zeitweise eingeschränkt beziehungsweise nicht verfügbar.

Damit soll nicht nur die zusätzliche Leistung, sondern vor allem der richtige Zeitpunkt für die Aktivierung eine Rolle spielen.

Acht neue Robot Master und ein bekanntes Gesicht

Mit Twinkle Girl hat Capcom einen der acht neuen Robot Master vorgestellt. Ihr Kampfstil basiert auf Feuerwerksangriffen. Das grundlegende Serienprinzip bleibt erhalten: Nach besiegten Robot Mastern können deren Fähigkeiten analysiert und als Spezialwaffen verwendet werden.

Der Gameplay-Trailer zeigt außerdem eine Spezialwaffe, deren aufgeladener Angriff gleichzeitig zur Fortbewegung in der Luft eingesetzt werden kann. Spezialwaffen verbrauchen weiterhin eine eigene Energiereserve und sollen damit nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen.

Neben den neuen Gegnern taucht mit Astro Man auch ein Robot Master aus Mega Man 8 wieder auf. Ob weitere bekannte Bosse aus früheren Teilen zurückkehren, hat Capcom bislang nicht bestätigt und lediglich angedeutet.

Release und Plattformen

Mega Man: Dual Override soll 2027 für Nintendo Switch 2, Nintendo Switch, PlayStation 5, PlayStation 4, Xbox Series X|S, Xbox One und PC erscheinen. Auf dem PC sind Versionen für Steam, Epic Games Store und Microsoft Store angekündigt. Auf Steam, im PlayStation Store und im Microsoft Store kann der Titel bereits auf die Wunschliste gesetzt werden.

Hands-on auf der gamescom 2026

Nicht ganz eine Stunde hatten wir Gelegenheit uns mit Mega Man: Dual Override  zu beschäftigen. Das Spiel hält zunächst am bekannten Grundgerüst der klassischen Reihe fest, ergänzt dieses aber an mehreren Stellen um neue Systeme und Komfortfunktionen. Eine der auffälligsten Änderungen betrifft die Steuerung: Der Slide lässt sich nun direkt über eine eigene Taste ausführen, wodurch sich Bewegungsabläufe schneller miteinander verbinden lassen. Gleichzeitig verabschiedet sich Capcom zumindest nach dem derzeit gezeigten Stand vom klassischen Leben-System und setzt stattdessen auf Checkpoints innerhalb der Abschnitte. Anspruchsvolle Sprungpassagen oder Bosskämpfe müssen damit weiterhin gemeistert werden, nach einem Fehler fällt die Wiederholung allerdings weniger umfangreich aus.

Eine größere spielerische Neuerung stellen die Custom Chips dar. Capcom beschreibt sie als Anpassungssystem, mit dem sich Mega Man und der ebenfalls spielbare Proto Man mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Verbesserungen ausstatten lassen. Im bisherigen Demo-Build standen mehrere Varianten zur Verfügung: Dazu gehörten unter anderem ein schützender Schild, automatisches Aufladen des Mega Busters mit zusätzlichen Angriffsmöglichkeiten sowie Rush, der mit seiner bekannten Sprungfeder beim Erreichen höher gelegener Plattformen hilft. Capcom zufolge sollen sich Custom Chips im fertigen Spiel kombinieren lassen, sodass sie nicht ausschließlich als Hilfsmittel, sondern auch zur Anpassung des eigenen Spielstils dienen sollen. Das namensgebende Override-System geht noch einen Schritt weiter. Durch besiegte Gegner füllt sich eine entsprechende Energieleiste, deren Aktivierung Mega Mans Leistungsbegrenzung vorübergehend aufhebt und unter anderem deutlich schnellere Angriffe ermöglicht. In der gamescom-Demo konnten bis zu zwei Override-Ladungen gespeichert werden. Der zusätzliche Leistungsgewinn hat allerdings einen Nachteil: Nach Ende des Zustands überhitzt Mega Man vorübergehend, wodurch Teile seiner Fähigkeiten eingeschränkt werden beziehungsweise der Mega Buster deutlich langsamer feuert. Override ist damit weniger als dauerhaftes Power-up gedacht, sondern als Ressource, deren Einsatz insbesondere in schwierigeren Situationen und Bosskämpfen abgewogen werden muss.

Auch beim Levelaufbau scheint Capcom die bekannte Formel etwas aufzulockern. Die auf der gamescom gezeigte Strecke in Richtung Twinkle Girl bestand aus mehreren kürzeren Abschnitten mit unterschiedlichen Platforming- und Kampfpassagen sowie zusätzlichen Boss- beziehungsweise Zwischenbossbegegnungen. Das bekannte Prinzip, nach dem besiegte Robot Master neue Spezialwaffen freischalten, bleibt dagegen erhalten. Diese Fähigkeiten sollen nicht ausschließlich im Kampf Verwendung finden: Eine der bislang gezeigten Spezialwaffen kann beispielsweise gleichzeitig zur Fortbewegung eingesetzt werden und Mega Man über größere Abgründe tragen.

Zusammenfassung

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