Planet of Lana 2 im Test

Die Abenteuer von Lana und ihrem tierischen Begleiter Mui gehen in die zweite Runde. Auf PC und Konsolen könnt ihr in Planet of Lana II – Children of the Leaf die Geschichte fortsetzen und die Geheimnisse einer untergegangenen Zivilisation erkunden.

Ich war ein großer Fan vom 2023 erschienenen Planet of Lana. Nur wenige Tage nachdem ich es mir damals gekauft habe, hatte ich es auch schon durchgespielt. Es war relativ kurz (meine Spielzeit laut Steam: sechs Stunden) und nicht sonderlich schwer – aber auch überaus gut. Lösbare Rätsel, schaffbare Actionsequenzen, einige Geheimnisse abseits des direkten Weges, eine gute Sci-Fi Story – ganz mein Geschmack. Ich mag aber „cinematische Puzzle-Abenteuer“ auch besonders gern – sei es Limbo oder auch das uralte Another World.

Im ersten Teil haben wir das Mädchen Lana gespielt, die auf einem vor-industriellen Planeten (Novo) mit ihrer Schwester Elo lebt, als plötzlich Roboter aus dem All angreifen und die Bewohner des Dorfes – inklusive Elo – entführen. Das Spielziel war es, die Schwester (und die anderen Dorfbewohner) aus der Gefangenschaft zu befreien, wobei wir auf der gefährlichen Reise durch unbekanntes Gebiet viel über die Geschichte des Planeten Novo – und seiner früheren menschlichen Bewohner – gelernt haben. Auf unserem Abenteuer hat uns Mui begleitet – eine niedliche Mischung aus Katze und Chihuahua, die auch immer wieder zur Lösung einiger Rätsel notwendig war. Nachdem der erste Teil – Spoiler – mit einem Happy End beendet wurde, übernehmen wir nun im Nachfolger wieder die Kontrolle über Lana.

Planet of Lana II soll ein wenig umfangreicher und abwechslungsreicher als sein Vorgänger geworden sein – ich bin gespannt!

Lana und Mui – gemeinsam unterwegs

Zu Beginn des Spieles erkunden wir, die rund 14 Jahre alte Lana, zusammen mit unserer kleinen, vielleicht 8 Jahre alten Nichte die Umgebung. Die Kleine kann recht gut auf sich aufpassen, aber wir werden von überdimensionierten, lichtscheuen Spinnenwesen oder großen elektrisierenden Fischen ebenso wie von den tödlichen und unter Starkstrom stehenden Relikten der alten Welt schnell einmal getötet. Bald schließt sich Mui unserer Gruppe an. Wir können laufen, springen, uns ducken, an Seilen hochklettern oder schwingen, bei Hotspots Knöpfe drücken oder Hebel ziehen, verschiedene Geräte schieben, schwimmen, tauchen, uns im hohen Gras verstecken oder Mui streicheln. Mui können wir jederzeit zu uns rufen, ihn (sie?) an bestimmten Stellen warten lassen – und erstmals auch mehr oder weniger direkt steuern. Die Bewegungssteuerung von Mui erfolgt nur indirekt, indem wir die Stelle markieren, zu der Mui laufen soll. Mui hat eine spezielle Fähigkeit (eine Art elektrisches Feld erzeugen), die wir jederzeit auslösen können. Mui kann auch wie im ersten Teil mit manchen Hotspots interagieren und beispielsweise Seile durchbeißen. Mit diesem Repertoire an Fähigkeiten unserer zwei Protagonisten müssen wir vorankommen – im Regelfall von der einen Seite des Bildschirms zur anderen. Dabei gilt es, Gegnern auszuweichen, Hindernisse aus dem Weg zu räumen, Türen zu öffnen usw. Dabei müsst ihr euch die Gegend genau anschauen – wo kann ich klettern, was kann ich aktivieren, wo schicke ich Mui hin? Interaktionsmöglichkeiten sind grafisch meist gut (gelb) hervorgehoben, und wenn ihr ein Leben verliert fangt ihr einfach beim Bildschirmanfang wieder an.

Auf Novo hat sich seit dem Ende des ersten Teiles einiges verändert. Durch die neu entdeckte Technologie der Roboter haben sich verschiedene Gruppierungen gebildet, und vor allem die Dijinghala sind nicht unbedingt die Freundlichsten. Sie beuten mit der neuen Technologie Novo gnadenlos aus, während die Wemari genau das Gegenteil sind – sie lehnen die moderne Technik vollkommen ab. High-Tech und unberührte Natur prallen aufeinander – und Lana’s kleine Nichte wird schwer verletzt. Kann Lana ihre Nichte – oder ganz Nova – retten?

Die Charaktere in Planet of Lana II sprechen eine Fantasiesprache (voll vertont). Einige wenige Schlüsselsequenzen sind mit Untertiteln versehen, die meisten Stellen jedoch nicht. Das ist eine absichtliche Entscheidung der schwedischen Entwickler, um jedem Spieler seine eigene Interpretation der Ereignisse zu ermöglichen… mir wären durchgehende Untertitel (oder gleich eine ordentliche lokalisierte Vertonung) jedenfalls lieber gewesen.

No Bugs – low Tech

Der Spielstand wird automatisch gespeichert, mehr oder weniger nach jedem kleinen Abschnitt. Einerseits praktisch, aber das macht es auch unmöglich, zu bereits durchquerten Gebieten zurückzukehren (um beispielsweise nach unentdeckten Geheimnissen zu suchen). Immerhin könnt ihr drei Spiele nebeneinander spielen, es sind drei unabhängige Speicherstände vorhanden. Speicherstände in der Cloud werden unterstützt – ich kann also am Handheld im Zug spielen, und am Wochenende zu Hause am Fernseher weitermachen. Die Verwendung eines Gamepads wird nicht nur unterstützt, sondern sogar empfohlen. Mein XBox One Controller hat super funktioniert. Bugs sind mir während meinem gesamten Test keine untergekommen.

Die Anforderungen an den PC sind extrem niedrig – 4 GB RAM, dazu zumindest eine uralte Nvidia GTX 660 Grafikkarte. Die GTX 660 ist 2012 erschienen und war schon damals leistungsmäßig minderwertig. Auf meinem Rechner ist das Spiel problemlos am Fernseher unter einer Auflösung von 3840 x 2160 mit 120 Hz gelaufen, ebenso am Lenovo Legion Handheld. Neben dem PC gibt es auch Fassungen für Xbox Series X|S und One, PlayStation 4 und 5, Nintendo Switch und für die Switch 2. Es ist ein Xbox Play Anywhere-Titel und daher auch mit dem Xbox Game Pass verfügbar.

Zusammenfassung

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