Psyvariar 3 im Test

Die Erde wird erneut von bösartigen Aliens belagert. Die Zeit ist gekommen, dass eine neue Generation von Psyvariaren aufsteigt um die Menschheit zu retten. Und genau das könnt ihr über 20 Jahre nach dem letzten Teil in dem Shoot em Up Psyvariar 3 auf PC und Konsole auch tun.

Psyvariar (Psyvariar Medium Unit bzw. das Update Psyvariar Revision) ist ein für die Spielhalle entwickeltes klassisches vertikal scrollendes Bullet-Hell Shoot em Up (Shmups) aus dem Jahr 2000, das später auch für die PlayStation 2 konvertiert wurde. Der Nachfolger Psyvariar 2: The Will To Fabricate ist 2003 in der Spielhalle und danach für die Sega Dreamcast, PlayStation 2 und Xbox erschienen. Am PC konntet ihr Psyvariar (Medium Unit und Revision) erst 2019 spielen, als es von City Connection als Psyvariar Delta veröffentlicht wurde. Teil 2 ist bis heute Konsolen-exklusiv geblieben.

Und nun kommt Psyvariar 3 für PC und Konsolen – mal sehen, ob das Spiel an die Qualität seiner alten Vorfahren anknüpfen kann. Die ersten beiden Psyvariar-Teile waren wohl nie absolute Top-Tier Shmups, aber dennoch klar bei den besseren Vertretern ihres Genres.

Eine Vielfalt an Spielmodi

Nach Start des Spieles steht ihr vor einen ordentlichen Auswahl an verfügbaren Spielmodi – einerseits den Arcade Modus  – quasi das normale Spiel mit sieben Leveln und der Hintergrundgeschichte. Dann gibt es den Arrange Modus – ihr ballert euch mit voll aufgeladenen Waffen durch einfachere Gegnermuster – ideal zum Abreagieren. Dann gibt es Missionen, und das sind keine Missionen aus dem Hauptspiel, sondern 49 eigene kurze Herausforderungen, die ihr schaffen müsst. Eine nette Abwechslung. Dann gibt es den Caravan Modus – ein in Japan beliebter Modus, bei dem ihr einfach zwei Minuten spielen müsst, um so viele Punkte wie nur möglich zu erhalten. Der nächste Modus ist der Endless Modus – ihr habt ein Leben und müsst in zufällig erstellten Umgebungen so lange wie möglich am Leben bleiben. Endless wird das nicht werden, das kann ich garantieren. Schließlich gibt es noch den Practice Modus – hier könnt ihr bereits freigeschaltene Abschnitte nach Belieben direkt anwählen und üben. Insgesamt sind all die Modi durchaus bekannte und in guten Shootern übliche Modi – aber sie alle in enem Spiel zu haben, und von Anfang an alle freigeschalten, ist doch ein wenig unüblich. Ich finds gut, für Anfänger ist es vielleicht ein wenig Overkill.

Ihr könnt zwischen sieben verschiedenen Schiffen (bzw. Piloten) mit unterschiedlichen Fähigkeiten wählen, darunter Cotton (der wohl bekannteste Shooter von SUCCESS) und Soph (Held aus Sophstar, dem vorherigen Shmups von den Entwicklern Banana Bytes). Im Arcade Modus sind die sieben Level sehr ähnlich aufgebaut – ein wenig Aufwärmen mit kleineren Gegnern, und dann relativ bald ein Bossgegner, der in mehreren Phasen mit Geschossen nur so um sich wirft. Hier macht es andauernd „Buzz“ (siehe nächste Absatz), auch wenn ihr den Geschossen eigentlich nie zu nahe kommen wolltet. Der Schwierigkeitsgrad ist selbst auf „easy“ ordentlich. Je nach eurer Performance könnt ihr nach einem Bosskampf auf unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden (und mit Bonus Bossgegnern) weiterspielen.

Buzz

Die Psyvariar Serie ist bekannt für ihr Buzz-Mechanik. In anderen Shootern nennt man ein vergleichbares risikobasiertes System auch Graze-Mechanik. In Psyvariar bedeutet es, dass es jedes Mal, wenn sich eine gegnerische Einheit oder Kugel eurem Schiff sehr stark nähert, ohne es tatsächlich zu treffen, zu einem „Buzz“ kommt. Für jeden Buzz erhält man Erfahrungspunkte (angezeigt durch die Leiste am oberen Bildschirmrand). Wenn genügend Erfahrung gesammelt wurde, steigt man im Level und wird vorübergehend unverwundbar. Während dieser Zeit kann man gegnerischen Einheiten durch Kollisionen Schaden zufügen. Ihr könnt diese kurze Zeitspanne nutzen, um beispielsweise besonders schwierigen Kugelmustern auszuweichen. Eure Entscheidung – hohes Risiko, hoher Gewinn (oder schneller Tod).

Psyvariar 3 spielt sich super mit dem Gamepad. Bei Verwendung meines PlayStation 5 Controllers werden sogar die korrekten Glyphen angezeigt. Das Spiel bietet einen Tate-Modus – wenn ihr euren Monitor um 90 Grad gedreht habt, könnt ihr auch das Spiel um 90 Grad drehen – auf einem FullHD Monitor habt ihr damit ein Seitenverhältnis von 9:16 (vergleichbar mit der Spielhalle von früher). Damit wird der Rand auf den Seiten viel kleiner und das tatsächliche Spielfeld viel größer – eindeutig die bevorzugte Spielvariante für Shmups, die den Tate-Modus unterstützen. Dummerweise klappt das mit meinem 85 Zoll Fernseher nicht so gut, findet zumindest meine Frau.

Die Hardwareanforderungen an euren PC sind vernachlässigbar – wenn Psyvariar 3 auf eurem Rechner nicht läuft, wird es wirklich Zeit für ein Upgrade. Schon die uralte und schwachbrünstige Geforce GT 830 sowie 3 GB RAM reichen aus – aber damit kommt ja sogar Windows ins Schwitzen. Psyvariar 3 ist neben dem PC auch für die Nintendo Switch und Switch 2, die PlayStation 5 und die Xbox Series X|S erhältlich.

Zusammenfassung

Passende Beiträge

Elgato WAVE:3 MK.2 USB-Mikrofon im Test

World of Tanks: HEAT erscheint am 26. Mai für PC und Konsolen

Forza Horizon 6 jetzt mit Raytracing und DLSS Multi Frame Generation