R-Type Dimensions III im Test

Eine weitere stark verbesserte Umsetzung eines über 30 Jahre alten Shoot em Up Klassikers ist für PC und Konsolen erschienen. Macht euch bereit, in R-Type Dimensions III wieder einmal die Erde zu retten und das finstere Bydo-Imperium zu vernichten.

R-Type ist einer der ganz großen Klassiker der Shoot em Up Geschichte. Das 1987 für die Spielhalle erschienene Shmups der japanischen Entwicklerschmide Irem hat das Genre ganz entscheidend geprägt und im Laufe der Jahre auch eine ganze Reihe an Nachfolgern bzw. Neuauflagen erhalten. Ich habe damals mit der genialen Amiga-Version von R-Type das Genre so richtig kennen- und lieben gelernt. Der erste und zweite Teil der originalen Spiele wurde im Jahr 2009 als R-Type Dimensions für Xbox 360 und PlayStation 3 in einer überarbeiteten Fassung neu aufgelegt, 2018 kam dann eine nochmals verbesserte Fassung als R-Type Dimensions EX für PC, Nintendo Switch und PlayStation 4 heraus.

Ist nun R-Type Dimensions III eine dritte Verbesserung der beiden originalen Spiele? Nein, zum Glück nicht. R-Type Dimensions III ist eine vom Würzburger Studio Kritzelkratz 3000 erstellte Neuinterpretation von R-Type III: The Third Lightning, ursprünglich 1993 auf dem SNES (und später in einer grauenvollen Portierung auf dem Game Boy Advance) erschienen. Und es war eines der absolut besten Shmups auf der SNES. Ich bin wirklich happy, dass es jetzt eine aufwändige Portierung für den PC (und aktuelle Konsolen) erhalten hat. Ich freue mich zwar bereits genauso auf die ebenfalls von ININ für dieses Jahr angekündigte Portierung meines Amiga-Favoriten Apidya, aber jetzt ist erst einmal R-Type Dimensions III an der Reihe.

One shot – one kill

Damit meine ich leider NICHT meine Schüsse (Gegner halten oft viel mehr als nur einen Treffer aus), sondern mein R-90 Ragnarok Raumschiff. Das mag zwar der neueste Raumkampfflieger der Menschheit sein, aber er ist ein verdammt filigranes Klumpert. Sobald euch irgendein Gegner trifft, oder euch auch nur berührt (oder ihr auch nur ganz leicht einen Teil der Landschaft streift), explodiert er. Und ihr spielt nicht an der Stelle eures Todes weiter, sondern am letzten Checkpoint – und davon gibt es in den sechs Leveln nicht viele. Außerdem ist eure ganze Ausrüstung weg. Kurz – R-Type Dimensions III ist nichts für Anfänger. Ihr könnt es euch leichter machen, wenn ihr zu Beginn den Infinite Mode wählt, dann werdet ihr nicht zurückgesetzt und habt unendlich viele Leben. Herausforderung habt ihr damit aber auch keine mehr.

Die Hintergrundgeschichte ist einfach zu verstehen – das Bydo Empire bedroht wieder einmal die Menschheit, also wird der Spieler in seinem R-90 Ragnarok Fighter in die Dimension des Bydo Empires geschickt, damit er alles platt macht. Und dort starten wir dann auch gleich, ballern auf alles, was sich bewegt und sammeln diverse Extras ein, um unser Raumschiff zu verbessern. Das ikonische Extra der R-Type Serie ist natürlich das Force-Zusatzmodul, das entweder vorne oder hinten am Raumschiff befestigt werden kann und gegnerische Schüsse absorbiert. Es kann auch losgekoppelt werden und ballert dann eigenständig, was sehr nützlich in Bereichen sein kann, in denen man mit seinem Raumschiff nicht gut hinkommt. Zu Spielbeginn könnt ihr zwischen drei Force-Zusatzmodulen wählen. Alle drei haben ihre Vor- und Nachteile. Die erste Variante funktioniert wie bei den älteren R-Type-Spielen. Die zweite Wahlmöglichkeit ist ein Satellit, dessen Einsatz Fingerspitzengefühl erfordert. Er lässt sich viel schneller zum Schiff zurückholen als die anderen, und wenn er hochgefahren ist, schließen sich ihm sogar noch kleinere Satelliten an. Schließlich ist die dritte Variante mein Favorit. Er feuert zwar keine Projektile ab, aber sein Kern ist extrem leistungsstark, und ihr könnt ihn hin- und herfahren lassen (ohne dass er dazwischen angedockt sein muss). Damit lassen sich bei manchen (End-)Gegnern rasch erhebliche Schäden verursachen.

Die normale Bordwaffe des Ragnarok ist ein wenig schwachbrünstig, kann aber jederzeit durch das Halten der Feuertaste aufgeladen werden, um anschließend einen erheblich stärkeren, einzelnen Feuerstoß mit großer Durchschlagskraft abzugeben. Eine Beam-Anzeige am unteren Bildschirmrand gibt Auskunft über den Ladestand. Dummerweise ist man während des doch einige Zeit dauernden Ladevorgangs hilflos.

Verbesserungen?

Die neue 3D Grafik schaut super aus – sie wurde basierend auf der ursprünglichen Grafik komplett neu erstellt. Wer den Unterschied sehen will, wählt zu Beginn des Spieles (oder während dem Spiel) einfach die original Grafik (2D). Ich finde zwar, dass die auch toll aussieht – aber sie ist verglichen mit der neuen Grafik extrem verpixelt. Auch der Soundtrack hat eine völlig neue rockige Interpretation erhalten, der originale Soundtrack ist aber auf Wunsch auch auswählbar. Vorbildlich gelöst!

Der lokale 2-Spieler Modus wurde verbessert. Horizontale Shoot em Ups machen zu zweit einen Höllenspaß – findet sogar meine Frau! Ok, das war eine Lüge, sie hasst es, wenn ich sie zum Spielen mit mir zwinge, aber mein Sohn hat das Spiel mit mir wirklich genossen. Er hat zwar gemeint, dass Sex und Alkohol noch mehr Spaß machen, aber mit mir spielt er dann doch lieber R-Type Dimensions III – das gehört eindeutig zu den besseren lokalen 2-Spieler Co-op Games. Der Schwierigkeitsgrad kann zwischen Normal und Advanced gewählt werden. Advanced führt zu deutlich mehr Gegnern und Geschossen und ist nur etwas für Masochisten. Bereits absolvierte Level können in R-Type Dimensions III beim nächsten Spielstart direkt gestartet werden.

Mein PlayStation 5 Controller hat mit R-Type Dimensions III am PC super funktioniert, ebenso der Xbox One Controller. Ihr könnt die Steuerung im Menü detailliert an euren Bedarf anpassen. Einen High-Tech Rechner braucht ihr für das Spiel am PC nicht gerade, aber zumindest eine Nvidia Geforce GTX 1050 Ti und 8 GB RAM sollte es schon sein. R-Type Dimensions III ist für den PC erschienen, und ebenso für PS5, Xbox Series X|S, Nintendo Switch 1 and 2.

Zusammenfassung

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