This Bed We Made im Test

In einem Hotel tummeln sich die seltsamsten Gäste – alle haben ihre eigene Geschichte – und manche auch ein mörderisches Geheimnis. In This Bed We Made könnt ihr am PC oder auf Konsole als Zimmermädchen die dunklen Geheimnisse eurer Gäste ausforschen – wenn ihr es überlebt!

Der Job einer Putzfrau in einem Hotel ist wahrlich kein Traumjob, dennoch versetzen euch die kanadischen Entwickler von Lowbirth Games in genau diese Rolle. Genauer gesagt spielt ihr Sophie Roy, eine 21 Jahre alte Frau, die im fiktionalen Clarington Hotel in Montreal als Zimmermädchen arbeitet. Unverheiratet, mit einer pflegebedürftigen Mutter zu Hause, reinigt sie die Zimmer im fünften Stock des Hotels.

This Bed We Made ist bereits Ende 2023 für den PC erschienen, mit Anfang August ist nun aber auch eine Fortsetzung mit dem Namen Lost & Found: A This Bed We Made Story veröffentlicht worden, die die Geschichte von Sophie zwei Jahre später – und nun als Stewardess auf einem Schiff – fortsetzt. In meinem Test habe ich mich aber auf das erste Spiel gestürzt, das ich noch nicht gekannt habe.

Kriminalgeschichte

Das Spiel beginnt in der Polizeistation von Montreal, wo euch ein Detektiv auffordert, die Ereignisse des Tages zu erzählen. Und da hat sich einiges getan… auch wenn es ganz unspektakulär beginnt. Ihr macht das Bett, ihr reinigt den Boden von der Asche des umgestoßenen Aschenbechers (damals gabs noch keine Nichtraucherzimmer), leert den Mistkübel, putzt das Bad und stierlt in den Sachen des Zimmergastes herum (wow, der Typ ist ordentlich verschuldet) – ganz so, wie es sich für ein Zimmermädchen eben gehört.

Nunja, Zeit für die Pause. Eure Kolleginnen sind fies zu euch, aber die lesbische Empfangsdame ist immer gut für ein nettes Gespräch. Außerdem hat sie spannende Arbeit für uns – eine umgeworfene Vase aufräumen und den Boden aufwischen. Yea. Flirten wir lieber mit Andrew oder belauschen wir unseren Chef Bernard mit seiner eifersüchtigen Frau? Wenn ihr einmal nicht weiter wisst, könnt ihr euch die Gedanken von Sophie anhören. Zumindest wenn ihr englisch oder französisch könnt – das Spiel ist zwar voll vertont, aber sowohl Text als auch Sprachausgabe ist nur in den beiden Sprachen vorhanden. Schon bald wird es ein wenig seltsam – einer der Gäste hat im Bad eine Menge Fotos entwickelt – von uns! Ein irrer Stalker? Und wozu hat er eine Pistole im Tresor?

Walking Simulator

Ihr steuert Sophie mit Tastatur oder Gamepad in der Schulteransicht durch das Hotel. An diversen Hotspots könnt ihr Interaktionen starten. Es handelt sich bei This Bed We Made also um einen typischen Walking Simulator. Keine Kämpfe, keine Kletter- oder Schleichpassagen. Kleine Rätsel beziehungsweise einfach eure Handlungen treiben die Geschichte voran. Ihr entscheidet, wo ihr hingeht, ihr entscheidet, was ihr tut und wie ihr mit den diversen Personen kommuniziert. Gespeichert wird automatisch, ihr könnt aber auch händische Spielstände anlegen.

Das mit der Unreal Engine 5 entwickelte Spiel benötigt keine leistungsfähige moderne Grafikkarte und nur 8 GB RAM – es sollte also auf fast jedem PC laufen, auf dem Windows 11 halbwegs problemlos funktioniert. Eigentlich war bei Erscheinen des Spieles nur eine PC-Version geplant, aber später kamen auch PlayStation und Xbox Versionen heraus.

Zusammenfassung

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