Wer heute zwischen PC, PlayStation und Switch wechselt, stößt irgendwann auf dieselbe Frage: Muss ich wirklich von vorne anfangen? Die Antwort hängt davon ab, ob ein Spiel Crossplay unterstützt, Cross-Progression anbietet oder beides. Beides klingt ähnlich. Beides ist es nicht.
Was ist Crossplay?
Crossplay bezeichnet grundsätzlich die Möglichkeit, gemeinsam mit Spielern über andere Plattformen zu spielen. Ein PC-Spieler kann gegen einen PlayStation-Spieler antreten, ein Xbox-User zockt gemeinsam mit einem Handy-Spieler. Klingt technisch simpel. Unternehmenspolitisch war es in den vergangenen Jahren aber ein heikles Thema.
Bis 2018 blockierte Sony das plattformübergreifende Spielen (Crossplay) aktiv. Nicht aus technischen, sondern aus wirtschaftlichen Gründen: Wer User über die Konkurrenz-Plattformen zulässt, verliert potenzielle Umsatzkraft in seinem eigenen Ökosystem. Das geht aus Dokumenten hervor, die im Zuge des Kartellverfahrens zwischen Epic Games und Apple im Jahr 2021 veröffentlicht worden sind.
John Smedley, ehemaliger Präsident von Sony Online Entertainment, sagte die Sperre aber schon vor deren Veröffentlichung öffentlich ab. Erst als Fortnite im Sommer 2018 auf der PlayStation startete und damit bereits auf Nintendo Switch und PC Millionen Spieler zusammenzockten, fiel die Entscheidung, Crossplay freizugeben, weil es nicht mehr anders ging.
Wenn der Fortschritt dem Spieler folgt
Bei Cross-Progression ist die Sache anders gelagert. Hier geht es nicht darum, mit wem man spielt, sondern was man mitnimmt. Erfolge, gekaufte Inhalte, Level, Charaktere: Bei der Cross-Progression sind das alles Dinge, die mit einem Account verknüpft sind und nicht mit einer Plattform. Wer 200 Stunden Genshin Impact auf PC gespielt hat und dann auf dem Handy weiterspielen will, muss nicht von vorn anfangen.
Das hört sich nach einer Selbstverständlichkeit an. Ist es aber nicht. Minecraft bietet Cross-Progression zwischen den sogenannten Bedrock Editions an, also zwischen PC, Konsole und Mobilgerät. Die Java Edition hingegen, die ältere PC-Variante, die immer noch bei vielen Spielern beliebt ist, ist davon ausgenommen. Zwei Versionen desselben Spiels, zwei völlig unterschiedliche Speichersysteme.
Belohnungssysteme im Gaming
Progression ist kein Konzept, das exklusiv im Gaming existiert. Treueprogramme, Stufensysteme, Bonusstrukturen finden sich überall dort, wo Nutzer langfristig gebunden werden sollen. Im Glücksspielbereich funktioniert das ähnlich: Wer auf der Suche nach Plattformen ist, bei denen sich Engagement tatsächlich auszahlt, sollte Angebote vergleichen, bevor man sich festlegt. Für die beste Auswahl hier, kann man Plattformen wie casino.org besuchen, um faire und großzügige Casino-Boni zu nutzen, anstatt beim erstbesten Anbieter zu landen. Das Grundprinzip ähnelt dem von Cross-Progression: Wer Zeit und Geld investiert, erwartet, dass dieser Einsatz nicht an einer Plattformgrenze endet.
Crossplay und Cross-Progression im direkten Vergleich
Die Verwechslung der beiden Begriffe ist verständlich, weil sie oft zusammen auftreten. Aber sie beschreiben grundlegend verschiedene Dinge.
Crossplay ist eine Netzwerkfrage. Es geht darum, wer mit wem spielen kann: Ein PS5-Spieler trifft in Fortnite auf einen Xbox-Nutzer, weil beide Plattformen denselben Matchmaking-Server erreichen. Die technische Hürde liegt in den unterschiedlichen Netzwerkprotokollen der Plattformen und in den Vertragsstrukturen zwischen Publishern und Konsolenherstellern.
Cross-Progression ist dagegen eine Account-Frage. Was hat ein Spieler erreicht, und bleibt das erhalten, wenn er die Plattform wechselt? In Destiny 2 wandern Charakterstand, Ausrüstung und Season-Pass-Inhalte seit 2020 mit dem Account mit, egal ob auf PC oder Konsole gespielt wird. Die technische Basis dafür ist Cloud-Synchronisation, die juristische Basis ist eine Vereinbarung zwischen Entwickler und Plattforminhaber darüber, wem die gekauften Inhalte eigentlich gehören.
- Crossplay regelt, mit wem gespielt wird
- Cross-Progression regelt, was beim Plattformwechsel erhalten bleibt
- Beides zusammen ist möglich, aber kein Standard
- Crossplay ohne Cross-Progression bedeutet: gemeinsam spielen, aber getrennt leveln
Ein Spiel kann problemlos Crossplay anbieten und trotzdem verlangen, dass jeder Spieler auf jeder Plattform von vorne beginnt. Das ist kein Fehler, sondern eine Entscheidung.
Spiele, die es richtig machen, und solche, die es vermasseln
Fortnite gilt als Referenzpunkt für beides. Epic Games hat frühzeitig sowohl Crossplay als auch Cross-Progression implementiert und dabei öffentlich Druck auf Plattforminhaber ausgeübt. Der Eklat 2018 war der direkte Auslöser für Sonys Kurswechsel.
Destiny 2 liefert ein weiteres funktionierendes Beispiel: Bungie ermöglicht seit 2020 vollständige Cross-Progression. Charaktere, Ausrüstung, Season-Pass-Inhalte wandern mit dem Account. Technisch aufwendig, aber machbar, wenn es priorisiert wird.
Auf der anderen Seite steht die EA Sports-Reihe. Cross-Progression wurde dort lange kategorisch verweigert, offiziell mit Balance-Argumenten begründet. Dass separate Fortschrittssysteme auch separate Käufe begünstigen, ist naheliegend, lässt sich aber nicht direkt belegen. Die Struktur spricht trotzdem für sich.
Wohin sich die Branche bis 2030 entwickelt
Der Markt für Cross-Play-Dienste wurde laut einer Analyse von Market Research Future für das Jahr 2024 auf 1,62 Milliarden US-Dollar geschätzt, mit einer Prognose von über 8 Milliarden Dollar bis 2033. Marktprognosen in diesem Segment sind mit Vorsicht zu genießen, da sie auf Lizenzierungsmodellen und Plattformstrategien basieren, die sich schnell ändern können.
Was sich bereits abzeichnet: Microsoft hat Cross-Progression zur strategischen Priorität erklärt. Mit der Xbox-App auf anderen Systemen und dem Game Pass baut der Konzern gezielt plattformunabhängige Infrastrukturen aus. Sony bewegt sich zögerlicher in dieselbe Richtung, erkennbar an der zunehmenden Verfügbarkeit von PlayStation-Titeln auf PC.
Ob die Branche wirklich zu einem offenen, plattformübergreifenden System findet oder ob wirtschaftliche Partikularinteressen den Prozess weiter ausbremsen, bleibt offen. Die Frage, wem ein Spielstand eigentlich gehört, ist noch nicht abschließend beantwortet.