I Hate This Place im Test

Videospieladaptionen von Filmen gibt es ja zur genüge, aber wie sieht es denn mit Comicvorlagen aus? Broken Mirror Games und Rock Square Thunder bringen uns mit I Hate This Place aber genau solch eine Umsetzung. Ein „craft-based, isometric survival horror“ soll das Ganze nach eigenen Angaben sein. Wie sich das spielt und ob das auch richtig kickt? Wir verraten es euch!

I Hate This Place erzählt keine komplizierte Geschichte, sondern eine konsequente. Elena zieht mit ihrer Partnerin Gabby auf eine abgelegene Ranch, um ein neues Leben zu beginnen. Der Plan hält ungefähr so lange, bis der Ort beschließt, dass neue Bewohner keine gute Idee sind. Ein Fluch wird ausgelöst, die Nächte werden gefährlich, und die Ranch entwickelt sich vom Rückzugsort zum aktiven Sicherheitsrisiko.

Schnell wird klar, dass es hier nicht um ein einzelnes Monster geht, das man besiegen könnte. Der Ort selbst ist der Gegner. Eine rätselhafte Gestalt, bekannt als der Mann mit dem Hut, taucht immer wieder auf, beobachtet und verfolgt Elena und macht deutlich, dass Flucht keine dauerhafte Lösung ist. Frühere Bewohner haben es versucht. Keiner war erfolgreich.

Inhaltlich bleibt I Hate This Place angenehm unangenehm. Es erklärt wenig, deutet viel an und überlässt die Deutung größtenteils der Spielerin und dem Spieler. Der Horror entsteht weniger durch Schockmomente als durch das konstante Gefühl, fehl am Platz zu sein, ganz so, als hätte man eine Einladung angenommen, die nie für einen gedacht war.

Gameplay

Wie schon in der Einleitung erwähnt handelt es sich bei I Hate This Place um ein Survival Horror Game aus isometrischer Perspektive. Der Beginn des Games läuft noch relativ linear ab, um uns mit der Spielmechanik vertraut zu machen, wohingegen wir später quasi eine Open World spendiert bekommen. Wie für ein Survival Horror Game üblich, gilt es verschiedene Areale nach nützlichen Gegenständen abzusuchen und dann wieder in neue Gebiete vordringen zu können. Dabei müssen wir, aber nicht nur jede Menge Utensilien zum craften finden, sondern auch allerlei ekelhafte Monster erledigen.

Zur Verteidigung stehen uns neben Nahkampfwaffen auch diverse Schusswaffen zur Verfügung. Damit solltet ihr allerdings vorsichtig sein, denn Nahkampfattacken kosten Ausdauer, und Schüsse machen zu viel Lärm. Ihr solltet nicht nur aufmerksam sein, was Hunger, Energie und Ausdauer angeht, sondern vor allem darauf achten, ob ihr Geräusche verursacht. Ducken und schleichen ist der richtige Weg, wenn ihr nicht wollt, dass eure Schritte von jedem Monster um euch herum sofort gehört werden. Auch auf den Untergrund solltet ihr dabei aufpassen, denn die Scherben sind hier nicht nur der Optik wegen überall platziert. Kisten zertrümmern ist auch so ne Sache; leise geht das leider nicht. Die Kämpfe gegen so manche Monster haben es in sich, da diese schon mal einiges an Munition fressen, bevor sie endgültig das zeitliche segnen. Eine Nagelbombe hier und ein paar Kugeln da helfen aber dann doch ganz gut. Das Crafting-System überfordert nicht und die Ressourcenverteilung ist mehr als fair. Weniger erfreulich ist hingegen die Verteilung der Speicherpunkte. Oft musste ich ein ganzes Stück weg zurücklegen und an etlichen Gegnern erneut vorbei, weil ich einfach keinen Speicherpunkt in der Nähe hatte. Es gibt aber auch eine Schnellreisefunktion!

Grafik & Technik

Grafisch hat man sich hier an den Comics der 80er orientiert. Bei jeder Bewegung habt ihr kleine Worte, die eure Schrittgeräusche optisch darstellen, und die Farben sind sehr knallig gewählt. Das mildert zwar das Horrorfeeling, passt aber meiner Meinung nach richtig gut ins Spielkonzept und stellt eine tolle Umsetzung der Comicvorlage dar. Die Steuerung funktioniert zwar gut, hat mich aber aufgrund einer recht seltsamen Tastenbelegung etwas an Eingewöhnung gekostet. Man hat ja so intuitiv immer ein bisschen ein Gespür dafür, wo welche Taste liegen könnte, sobald man ein neues Game anzockt. Hier hingegen lag ich in einigen Fällen einfach komplett falsch. Kein Beinbruch, aber doch ein Punkt, den ich erwähnen wollte.

Zusammenfassung

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