Just Dance: Decades of Hits im Test

Von Disco-Klassikern bis zu modernen Chart-Hits: Just Dance: Decades of Hits lädt zur musikalischen Zeitreise durch sechs Jahrzehnte ein. Doch bringt Ubisoft damit frischen Schwung auf die Tanzfläche oder werden hier lediglich altbekannte Schritte neu aufgewärmt?

Schlaghosen, Schulterpolster, Boybands und TikTok-Hits – die Musikgeschichte hat so manche modische und musikalische Geschmacksverirrung hervorgebracht. Eines haben die vergangenen Jahrzehnte jedoch gemeinsam: Sobald die richtigen Beats aus den Lautsprechern dröhnen, können sich selbst eingefleischte Tanzmuffel kaum noch auf der Couch halten. Genau hier setzt Ubisoft mit Just Dance: Decades of Hits an und lädt zu einer musikalischen Zeitreise ein, bei der Jung und Alt auf ihre Kosten kommen sollen.

Mit insgesamt 35 Songs aus sechs Jahrzehnten, einem brandneuen Adventure-Modus und den bewährten Party-Elementen möchte Ubisoft sowohl langjährige Fans als auch tanzfreudige Neueinsteiger auf die virtuelle Tanzfläche locken. Doch reicht eine ordentliche Portion Nostalgie, gepaart mit einigen spielerischen Neuerungen, tatsächlich aus, um der traditionsreichen Reihe frischen Schwung zu verleihen?

Rein ins Abenteuer

Am grundlegenden Spielprinzip hält Ubisoft auch diesmal fest: Nach wie vor gilt es, die vorgegebenen Choreografien möglichst schwungvoll und präzise nachzutanzen. Wer sich näher mit den bewährten Spielmechaniken beschäftigen möchte, dem empfehlen wir einen Blick auf unsere Tests der vergangenen Jahre. Deutlich mehr frischen Wind verspricht hingegen der erstmals integrierte Adventure-Modus, der das bekannte Tanzvergnügen um ein kleines Story-Abenteuer erweitert. Gemeinsam mit Lyra, der Tochter des Wissenschaftlers Dr. Gigavolt, begeben wir uns auf eine musikalische Zeitreise durch sechs Jahrzehnte, um ihren spurlos verschwundenen Vater aufzuspüren. Dabei führt uns das Abenteuer durch sechs thematisch gestaltete Welten, in denen neben den gewohnten Tanzeinlagen auch verschiedene Mini-Aktivitäten und freischaltbare Belohnungen auf uns warten.

Auch abseits des Abenteuers hat Ubisoft einige Neuerungen im Gepäck: Das Multiple Dancer Card System ermöglicht erstmals die individuelle Gestaltung mehrerer Spielerprofile, während der Party-Modus mit wechselnden Regeln für zusätzliche Abwechslung auf der Tanzfläche sorgen soll. Wer hingegen lieber Kalorien statt Highscores zählt, kann sich im Workout-Modus ordentlich auspowern. Wie bereits im Vorgänger setzt Ubisoft zudem auf eine übergreifende Songbibliothek, über die sich sämtliche Titel aus den Just Dance-Editionen 2023 bis 2026 sowie kompatible Zusatzinhalte zentral abrufen lassen. Was in der Theorie nach einer durchaus praktischen Lösung klingt, erweist sich in der Praxis allerdings weiterhin als wenig übersichtlich. Insbesondere die Unterscheidung zwischen bereits verfügbaren und zusätzlich kostenpflichtigen Inhalten lässt zu wünschen übrig. Ob die wenig transparente Menüführung schlicht unglücklich gestaltet ist oder vielleicht doch ganz bewusst den einen oder anderen spontanen Kaufimpuls auslösen soll, sei dahingestellt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Eine musikalische Zeitreise mit Höhen und Tiefen

In der Songauswahl setzt Ubisoft diesmal ganz bewusst auf einen bunten Mix aus Nostalgie und aktuellen Chart-Hits. Insgesamt 35 Songs aus sechs Jahrzehnten sollen dafür sorgen, dass vom Disco-Fan bis zum TikTok-Tänzer möglichst jeder auf seine Kosten kommt. Los geht die musikalische Zeitreise in den 70ern mit Klassikern wie „Mamma Mia“ von ABBA oder „Crocodile Rock“ von Elton John, bevor uns Billy Joel mit „Uptown Girl“ und Run-DMC mit „It’s Tricky“ in die 80er entführen. In den 90ern dürfen natürlich auch die Spice Girls mit „Wannabe“ nicht fehlen, während *NSYNC mit „Bye Bye Bye“, Gorillaz mit „Feel Good Inc.“ und DJ Snake mit „Turn Down for What“ für reichlich Abwechslung in den darauffolgenden Jahrzehnten sorgen. Mit Sabrina Carpenters „Manchild“ und Bad Bunnys „NUEVAYoL“ kommen schließlich auch Fans aktueller Musik auf ihre Kosten.

Technisch gibt sich Just Dance: Decades of Hits weitgehend unspektakulär. Die gewohnt farbenfrohe Präsentation, die abwechslungsreichen Hintergründe und die aufwendig inszenierten Choreografien sorgen nach wie vor für ordentlich Partystimmung. Große technische Neuerungen sucht man hingegen vergeblich.

Zusammenfassung

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