Super Mario Bros. Wonder + Gemeinsam im Bellabel-Park im Test

Während Super Mario Bros. Wonder das Genre mit neuen kreativen Ideen wiederbelebt hat, fokussiert sich die Erweiterung „Gemeinsam im Bellabel-Park“ auf das gemeinsame Miteinander. Hier geht es nicht mehr nur um den perfekten Sprung, sondern um das kollektive Entdecken einer neuen Spielzone. In unserem Review untersuchen wir, ob der Ausflug in den Park mehr als eine nette, aber flüchtige Zugabe zum großen Hauptabenteuer bleibt.

Vor etwas mehr als zwei Jahren erschien mit Super Mario Bros. Wonder ein neues klassisches 2D-Jump-’n’-Run rund um den berühmten Klempner auf der Switch 1. Der Titel überzeugte damals mit kreativen Spielmechaniken und bewahrte zugleich den typischen Charme eines traditionellen Mario-Abenteuers. Dass das Spiel früher oder später auch seinen Weg auf Nintendos neue Hardware finden würde, ist daher kaum überraschend. Ähnlich wie bei Super Mario Party Jamboree erscheint das Spiel in einer erweiterten Fassung für die aktuelle Switch 2 Konsole, inklusive exklusivem Zusatzinhalt. Diese trägt den Titel „Gemeinsam im Bellabel-Park“ und rückt den Multiplayer stärker in den Fokus. Besitzer der ursprünglichen Version müssen sich nun aber für die neue Konsole nicht das Gesamt-Paket kaufen, sondern können gegen einen Aufpreis von rund 20 Euro auch auf die Erweiterung separat erwerben.

Inhaltlich führt die Erweiterung in einen bislang unbekannten Bereich des Blumenkönigreichs. Eine klassische, durchinszenierte Handlung sucht man dabei jedoch vergeblich: Die Koopalinge haben die kostbaren Bellabell-Blumen gestohlen und Mario und Co. müssen sie wieder zurückerobern. Dafür gibt es mit Rosalina einen neuen spielbaren Charakter und mit dem „Superblumentopf“ ein neues Power-Up, mit welchen man sich in eine Blume verwandeln kann.

Zeltwiese und die Attraktionenwelt

Das namensgebende neue Areal eist mehr als nur eine dekorative Ergänzung, denn vielmehr fungiert der Bellabel-Park als zentraler, klar auf Multiplayer ausgelegter Hub, der das ursprüngliche Spielprinzip von Super Mario Bros. Wonder gezielt um soziale Komponenten erweitert. Strukturell gliedert sich das Gelände in zwei Bereiche: die Zeltwiese und die Attraktionenwelt.

Die Zeltwiese übernimmt dabei die Rolle eines klassischen Dreh- und Angelpunkts für den Spielfortschritt. Hier trifft man unter anderem auf Captain Toad, der den Spieler mit Aufträgen versorgt. Diese bestehen meist aus bekannten Levelabschnitten, die in einem Bosskampf enden. Im Verlauf der Geschichte erscheinen hier nacheinander weitere Zelte, die den Fortschritt der Jagd nach den Koopalingen markieren. Gleichzeitig dient die Zeltwiese als erzählerisches Zentrum: Figuren wie Professor Channel oder die Poplins streuen Hinweise und Gerüchte rund um die verschwundenen Schätze. Darüber hinaus lassen sich hier neue Abzeichen-Fähigkeiten freischalten. Ergänzt wird das Angebot durch das Trainingslager des Toad-Trupps, in dem sich bis zu vier Spieler lokalen Koop-Herausforderungen stellen können. Mit den damit verdienten Items kann der Park verschönert werden.

Dem gegenüber steht die Attraktionenwelt, die konsequent auf Mehrspieler-Erlebnisse setzt. In der sogenannten lokalen Plaza stehen zahlreiche Aktivitäten für bis zu vier Spieler im Couch-Koop bereit. Diese reichen von kompetitiven Minispielen bis hin zu kooperativen Herausforderungen, etwa bei einem klassischen Münzen-Wettlauf oder beim gemeinsamen Überqueren von Hindernissen mittels temporärer Plattformen. Wer mehrere dieser Aktivitäten am Stück erleben möchte, kann sie über die Funktion „Tour-Plaza“ miteinander verknüpfen. Die Spielraum-Plaza erweitert dieses Konzept schließlich im Online-Bereich: Hier treffen bis zu zwölf Spieler über das Internet oder acht über eine lokale Verbindung aufeinander. Die einzelnen Modi bleiben bewusst leicht zugänglich, entfalten ihren Reiz aber durch das Zusammenspiel oder das Gegeneinander mehrerer Spieler.

Neue Switch 2 Features

Der wohl auffälligste Unterschied zwischen der ursprünglichen Nintendo-Switch-Version von Super Mario Bros. Wonder und der Switch-2-Edition liegt in der deutlich verbesserten Bildqualität. Während die Version für die erste Switch im Dock-Modus häufig mit dynamischer Auflösung von bis zu 1080p und im Handheld-Betrieb mit bis zu 720p arbeitete, nutzt die Switch 2 ihre zusätzliche Leistung für ein sichtbar saubereres Bild. Im Dock-Modus wird nun natives 4K (2160p) unterstützt, während im Handheld-Modus 1080p möglich sind. Dadurch wirken Texturen und die farbenfrohen Animationen auf einem 4K-Fernseher deutlich plastischer und detailreicher.

Darüber hinaus profitieren Spieler von mehreren Quality-of-Life-Verbesserungen. Besonders die Ladezeiten wurden spürbar reduziert, wodurch der Wechsel zwischen Weltkarte und einzelnen Levels nahezu ohne Verzögerung erfolgt.

Auch im Mehrspielermodus bringt die Switch-2-Edition von Super Mario Bros. Wonder neue Funktionen mit sich. Über die GameShare-Funktion kann das Spiel lokal mit mehreren Spielern geteilt werden, auch dann, wenn einige Mitspieler nur eine Switch 1 besitzen. Online ist das Teilen über „GameChat“ jedoch ausschließlich nur Switch-2-Konsolen-Besitzern vorbehalten.

Eine weitere Neuerung betrifft das kooperative Gameplay: Ein zusätzlicher Spieler kann die Rolle des Assist-Charakters Luma übernehmen. Dieser lässt sich optional per Mausfunktion der Switch 2 steuern, bewegt sich frei über den Bildschirm und unterstützt die anderen Spieler, indem er Gegner ausschaltet oder Münzen einsammelt, während diese sich auf das klassische Rennen und Springen konzentrieren.

Zusammenfassung

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