Eine Störung des Xbox-Netzwerks verhinderte am 27. Juli über viele Stunden die Anmeldung, den Zugriff auf Spielbibliotheken und den Start gekaufter Spiele. Microsoft führt den Ausfall auf einen fehlerhaften Lizenzierungsdienst zurück.
Das Xbox-Netzwerk war am Montag über viele Stunden nur eingeschränkt nutzbar. Betroffene konnten sich teilweise nicht anmelden, ihre digitale Bibliothek nicht aufrufen oder bereits gekaufte Spiele nicht starten. Auch der Xbox Store und weitere verbundene Dienste waren zeitweise beeinträchtigt.
Microsoft stellte den regulären Betrieb nach eigenen Angaben am 27. Juli um 14:30 Uhr pazifischer Zeit wieder her – das entspricht 23:30 Uhr in Mitteleuropa. Fachmedien berichten von einer Ausfalldauer von rund 15 Stunden, wobei die Auswirkungen je nach Konto, Plattform und Region unterschiedlich ausgefallen sein dürften.
Lizenzierungsdienst löste die Störung aus
Xbox-Technikchef Scott Van Vliet erklärte nach der Wiederherstellung, dass ein Lizenzierungsdienst außerhalb der eigentlichen Xbox-Infrastruktur ausgefallen sei. Da Xbox für die Prüfung von Besitzrechten auf diesen Dienst angewiesen ist, entstanden Folgeprobleme bei der Anmeldung, der Anzeige von Bibliotheken und beim Start von Spielen.
Van Vliet bezeichnete die Situation als „inakzeptabel“ und kündigte weitere Informationen zu dem Vorfall an. Hinweise auf einen Cyberangriff nannte Microsoft nicht.
Berichte über Probleme mit physischen Spielen
Neben digitalen Käufen sollen laut Nutzerberichten teilweise auch installierte Spiele mit eingelegter Disc nicht gestartet sein. Microsoft hat bislang nicht im Detail aufgeschlüsselt, welche Disc-Titel oder Konsolenkonfigurationen davon betroffen waren.
Der Vorfall wirft damit erneut die Frage auf, wie stark auch lokal installierte Spiele von zentralen Lizenz- und Kontodiensten abhängig sind. Selbst Titel ohne zwingende Online-Funktionen können unzugänglich werden, wenn die Plattform eine erforderliche Besitzprüfung nicht durchführen kann.
Xbox-Dienste wieder verfügbar
Der größere Ausfall ist inzwischen behoben. Microsoft will nach Angaben des Xbox-Technikchefs in den kommenden Wochen transparenter über den Vorfall und geplante Verbesserungen an der Plattforminfrastruktur informieren.