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Parappa the Rapper im Kurztest

Es ist fast 20 Jahre her, da eroberte ein rappender Hund im Sturm die Herzen zahlreichen Playstation-Fans. Nun bekommt sein großer Auftritt ein Remastering spendiert … die Frage ist nur: Wie ist das Spielprinzip von Parappa gealtert? Wie guter Wein, oder doch eher wie Milch?

Für alle, denen Parappa the Rapper an und für sich nichts sagt, hier die Kurzfassung. Parappa ist ein Hund, der in einer 3D-Welt voller 2D-Figuren versucht das Mädchen seiner Träume zu erobern: Sunny Flowers. Dafür versucht er sich in Kampfunterricht, macht den Führerschein, kocht etwas und erlebt diverse andere Abenteuer … sechs, um genau zu sein. So viele Songs gibt es nämlich im Spiel, die wiederum die Levels darstellen. Parappa the Rapper ist nämlich ein Musikspiel. Heute nichts außergewöhnliches, damals aber durchaus neu und revolutionär.

Es war nicht nur das erste seiner Art, sondern begründete auch ein ganzes Genre, das mit Ablegern wie Guitar Hero oder Rockband in der Mitte der Nullerjahre dann seine Hochzeit hatte. Während man bei den Nachahmern meist auf billigen Plastikinstrumenten in die Tasten oder auf die Trommel hämmerte, verwendete man bei Parappa the Rapper noch ganz klassisch den Controller. Das Spielprinzip ist aber identisch: Möglichst schnell, die am Bildschirm angezeigten Tasten drücken.

Weil es damals aber etwas ganz Neues und Einzigartiges war, hat es auch niemanden gestört, dass man zum Durchspielen der sechs Songs mit etwas Übung gerade mal 30 Minuten braucht – vielleicht 60, wenn man sich alle Cutscenes in Original-Optik aus PS1-Zeiten (also verwaschen) ansieht. Nicht unbedingt üppig – nicht einmal für den recht günstigen Preis von 15 Euro.

Dafür muss man Parappa the Rapper damals wie heute zu Gute halten, dass die Songs durchaus ins Ohr gehen. Zudem ist die ganze Story und Inszenierung an sich einfach herrlich abstrus und gleichzeitig charmant. Schade nur, dass man sich bei der Präsentation für das Remake nur eingeschränkt Mühe gab. Wie schon gesagt wurden die Cutscenes nämlich 1:1 übernommen und sehen damit nach heutigen Maßstäben schlicht zum Davonlaufen aus … da hilft nicht einmal, dass die Entwickler sich nicht einmal getraut haben sie auf den vollen Screen zu strecken, sondern mit einem knallbunten Rahmen zu versehen.

Dass die Optik an sich aber auch heute noch wirken kann, zeigen die Gameplay-Sequenzen selbst. Diese werden nämlich in vollem 1080p, auf der PS4 Pro sogar in 4K, berechnet und zeigen Parappa somit so scharf und flüssig wie noch nie zuvor.

FAZIT

Mit einem Preispunkt von 15 Euro war fast zu befürchten, dass man es hier mit keinem richtig vollwertigem Remake zu tun bekommt. Eine Angst, die das fertige Produkt leider bestätigt. In meinen Augen hätte sich Parappa mehr verdient als das. Dennoch: Das Spielprinzip ist immer noch spaßig und für Nostalgiker sicherlich einen Blick wert. Aber auch nur für die.

Gesamtwertung: 5.2

Einzelwertungen: Grafik: 4 | Sound: 10 | Handling: 6 | Spieldesign: 4 | Motivation: 2

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