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SteelSeries Siberia V3 im Test

Nachdem wir vor kurzem das SPEEDLINK Medusa XE Headset im Test hatten ist heute ein weiteres Gamer-Headset in unser Testlabor geflattert und zwar das SteelSeries Siberia V3.

Ein hochwertiges Headset noch besser zu machen, das hatten sich die Ingenieure bei SteelSeries mit dem neuen Siberia V3 vorgenommen. In Schwarz oder Weiß ausgeführt bekommt man neben dem Headset im Lieferumfang eine Kurzanleitung und ein Verlängerungskabel, welches auch den 3,5mm Klinkenstecker auf 2x 3,5mm Klinke aufteilt mit je einem Anschluss für Mikrofon und Kopfhöherausgang. Das hat den Vorteil, dass das Headset damit mit dem kürzeren Kabel z.B. für das Smartphone oder die PS4 und mit der Verlängerung am PC oder Mac verwendet werden kann. Sehr praktisch, allerdings fehlt dem Kabel eine Möglichkeit zur Lautstärkenregelung und das Kabel selbst ist relativ dünn und besitzt keinen weiteren Schutz gegen Kabelbruch. Ok, gut hier gilt es also sorgfältig damit umzugehen, dafür hat man beim mobilen Einsatz kein steifes und störrisches Kabel bei dem man nicht weiß wohin damit.

Bevor wir uns nun weiter dem Headset widmen kurz zu den technischen Daten:

Technische Daten

Kopfhörer

  • Frequenzbereich: 10 – 28000 Hz
  • Widerstand: 35 Ohm
  • Empfindlichkeit: 80 dB
  • Kabellänge: 1.2 m + 2 m Verlängerung
  • Anschlüsse: 3.5 mm & zweifach 3.5 mm PC-Adapter
  • Gewicht: ca. 250g

Mikrofon

  • Frequenzbereich: 50 – 16000 Hz
  • Richtcharakteristik: Unidirectional
  • Empfindlichkeit: -42 dB

Komfort und Bedienung

Wie schon sein Vorgänger das Siberia v2 bietet das Headset einen ausgezeichneten Tragekomfort bedingt durch das geringe Gewicht von 250g und dem Federungssystem passt sich das Headset durch das flexible Kopfband optimal an den Kopf an. Die Ohrmuscheln sind ausreichend groß und gut gepolstert. Punkto Komfort gehört nach unseren letzten Tests von verschiedenen Headsets das Siberia v3 sicher zu den besten Vertretern in seiner Kategorie. Auch nach vielen Stunden des Zockens war das Headset immer noch angenehm zu tragen und es gab keine unangenehmen Druckschmerzen.

Siberia_v3_2

Das Mikro ist in der linken Ohrmuschel untergebracht und kann für den Transport vollständig eingefahren werden. Um das Mikro stummzuschalten haben die Entwickler wie bei den meisten Headsets nicht auf einen Schalter im Kabel zurückgegriffen, sondern auf der linken Ohrmuschel einen dezenten Schiebeschalter platziert. Das funktioniert in der Praxis recht gut, einfach kurz nach oben und hinten greifen und das Mikro stummschalten. Bei Komfort und Bedienung kann das SteelSeries SIberia v3 also überzeugen, sehen wir uns doch an wie die Sache im Bereich Klang und Sprachqualität aussieht.

Klang und Sprachqualität

Das Mikrofon des Siberia v3 besitzt keine Rauschunterdrückung wie sie etwa vergleichbare andere Headsets bieten und somit kann die Sprachqualität nicht als glasklar, höchstens als ok bezeichnet werden. Kommen wir zur Klangqualität, neben dem Tragekomfort eines Gaming-Headsets sicher das zweite wichtige Kriterium bei der Beurteilung. Das Klangbild des analogen Headsets wirkt beim Hören etwas unausgegoren, so wirkt der Bass schwammig, die Höhen sind zu dominant und der Mitteltonbereich ist zu flach und verliert gegen Bass und Höhen. Mittels Equalizer lassen sich diese Bereiche aber nachjustieren und dann bekommt man auch einen ausgewogenen Sound.

Der empfohlene Verkaufspreis des Siberia v3 liegt bei knapp 100 Euro, der Straßenpreis ist mittlerweile allerdings bei einigen Onlinehändlern schon bei knapp 80 Euro angelangt.

FAZIT

Hersteller SteelSeries möchte für das Headset Siberia v3 knapp 100 Euro haben, im Bereich Preis/Leistungsfähigkeit ist das unserer Meinung allerdings zuviel. Wo das Headset mit seinem sehr gutem Tragekomfort punkten kann, verliert es allerdings bei Sprach- und Klangqualität wieder an Boden. In dieser Preisklasse gibt es definitiv Headsets die standardmäßig ausgewogener klingen und dank Rauschunterdrückung auch die bessere Sprachqualität bieten.

Die Idee mit der Kabelverlängerung und den versch. Steckern finden wir zum Beispiel sehr gut, da lässt sich das Headset auch mobil nutzen, allerdings schränkt die fehlende Lautstärkeregelung am Headset diesen Vorteil dann wieder ein. Wer also eine gute Soundkarte besitzt und mittels Equalizer bei den Frequenzbereichen nachjustieren kann, bekommt ein sehr komfortables Gamer-Headset mit gutem Klang, den Preis finden wir aber trotzdem zu hoch angesetzt.

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