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Captain Tsubasa: Rise of New Champions im Test

Der vom Fußball für den Fußball gerettete Tsubasa Ozora ist zurück, um die Nankatsu Mittelschule und mit ihr den gesamten japanischen Fußball als solchen auf ein neues Level zu heben. Denn die Konkurrenz schläft nicht. Mit Captain Tsubasa: Rise of New Champions liegt der mittlerweile neunzehnte Videospiel-Eintrag in die ursprünglich von 1981 bis 1988 als Manga veröffentlichte Geschichte um den titelgebenden Tsubasa vor und verspricht ein spielbarer Anime zu sein.

Episode Tsubasa

Dementsprechend verfügt Captain Tsubasa: Rise of New Champions gleich über zwei Story-Modi. Die erste Kampagne – Episode: Tsubasa – folgt den Geschehnissen des zweiten Story-Bogens des originalen Mangas (Boys Fight oder auch Middle School Arc genannt). Tsubasa hat die Nankatsu Mitteschule bereits zweimal erfolgreich zum Meisterschaftstitel geführt und nun steht das sechzehnte Mittelschulmeisterschaftsturnier an. Tsubasa, festen Willens Japans bester Fußballspieler zu werden, um der Verwirklichung seines großen Traumes näher zu kommen endlich für ein brasilianisches Team Fußball spielen zu dürfen, sucht das unmögliche möglich zu machen: das Tripple muss her. Und wir sollen ihm dabei helfen.

Die Geschichte wird dabei in der Regel jedoch leider nicht mittels richtiger Anime-Sequenzen erzählt, sondern in mehr oder minder statisch animierten Standbildern, in welchen sich die Spieler miteinander unterhalten. Mundbewegungen beim Sprechen, vor Entsetzen aufgerissene Augen mit schockstarren glasigen Pupillen sowie theatralisches Gestikulieren sind da schon das Höchste bewegter Gefühle. Ganz ähnlich, wenngleich ein wenig aufwändiger hinsichtlich des Schnittes, verhält es sich mit freischaltbaren Erinnerungssequenzen, die wir durch Siege oder das erfolgreiche Bestehen der unterschiedlichsten Herausforderungen erhalten. Spannender wird es da schon während der Matches selbst. Diese werden – selten aber doch – durch richtige Video-Sequenzen unterbrochen. So haben wir in einem Spiel der Tsubasa-Kampagne keine andere Wahl, als dass wir zwei Gegentore über uns ergehen lassen müssen. Dies ist Teil der Story und eben diese wird an besagten Stellen durch richtige Anime-Sequenzen erzählt. Das geht mitunter jedoch so weit, dass der Gegner aus dem eigenen Strafraum heraus ein Tor erzielt, da er sich aufgrund des Nankatsu-Pressings aus demselben nicht zu befreien vermag, die Story jedoch ein Gegentor verlangt. Soll sein, denn die Inszenierung ist während der Matches wirklich gelungen. Was von den Dialogen zwischen den Spielen nicht immer behauptet werden kann. Lokalisiert sind auch diese jedoch stets hervorragend, wenngleich ausschließlich in japanischer Sprachausgabe. Dafür gibt es auch deutsche Untertitel, was es jedoch nur bedingt leichter macht dem japanischen Kommentator während der Matches zu folgen.

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