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Rainbow Six Extraction im Test

Ein Parasit breitet sich virusartig auf der ganzen Welt aus – und nur ihr (zusammen mit 2 Freunden) könnt ihn stoppen. Nicht mit Impfungen, das einzig wirksame Medikament gegen diese Bedrohung sind automatische Schnellfeuerwaffen (und Sprengstoff, wenn es sein muss).

Ein Spin-off von Rainbow Six Siege? Muss ich mir ansehen! Auch wenn es diesmal in eine ganz andere Richtung geht als im seit Jahren so erfolgreichen Multiplayer-Shooter. In Rainbox Six Extraction kämpft ihr nicht gegen ein anderes Team als Terroristen oder Sondereinsatzkommandos – sondern ihr kämpft in einem Team gegen einen Parasiten, der die Welt bedroht.

Nicht PvP steht im Mittelpunkt, sondern gemeinsames Vorgehen gegen einen tödlichen Feind. Ihr spielt das Game am besten zu Dritt, wobei es aber auch möglich ist, alleine zu zocken. So wirklich Spaß macht es aber vor allem mit Freunden. Rainbow Six Extraction ist ein Koop-Shooter, ganz in der Tradition von Spielen wie Left 4 Dead und seinen unzähligen Nachahmern.

Tom Clancy’s Rainbow Six Extraction - Screenshot

Der Parasit

Nach dem 50 GB Download erwartet uns ein kurzes Training in der Virtuellen Realität. Ihr müsst ja zumindest die Grundlagen verstehen, bevor ihr in den Kampf gegen das tödliche Virus geschickt werdet. Nach der ersten (Solo) Trainingsmission geht es jedoch auch schon los – der tödliche Parasit muss bekämpft werden. Irgendwas ist irgendwo vom Himmel gefallen, und nun sind seltsame Auswüchse an verschiedenen Orten aus der Erde herausgekommen und haben ganze Gebäude verseucht. Schleimige Nester produzieren neue Monster (Archaeen genannt), eine schwarze Masse, die unsere Bewegung verlangsamt, überzieht den Boden. Da hilft nur eines – auf in den Kampf gegen diesen (außerirdischen?) Parasiten.

Die Basis von REACT – so nennt sich das Team aus Soldaten und Wissenschaftlern, die gegen den Parasiten kämpfen – ist ein hochmodernes Schiff. Es schaut zwar aus wie ein billiger Containerfrachter, aber hier finden sich nicht nur ein Spital zur Behandlung verletzter Operatoren oder ein Hubschrauberlandeplatz, sondern auch ein Forschungslabor um Details über den Parasiten herauszufinden und ein Entwicklungsbereich, um neue Waffen gegen die neue Bedrohung herzustellen.

Operatoren im Einsatz

Drohnen rollen über das zukünftige Einsatzgebiet, schlüpfen durch winzige Durchgänge und geben euch einen ersten Überblick über die Situation. Leider hält die Batterie selten lange, aber man kann sich trotzdem schon mal einiges ansehen, ohne den eigenen Operator zu gefährden. Auch in Rainbow Six Extraction könnt ihr wieder auf diverse Operatoren mit ihren einzigartigen Fähigkeiten und vor allem Gadgets zurückgreifen. 18 Operatoren stehen zur Verfügung, davon sind zu Beginn aber nur 9 freigeschalten. Die anderen werden erst im Laufe des Spiels verfügbar.

Operatoren können ihre Feuerwaffen nutzen, aber damit alarmieren sie auch alle anderen Gegner in der Umgebung. Besser ist es, sich von hinten anzuschleichen und Gegner lautlos auszuschalten, oder Waffen mit Schalldaämpfer zu benutzen. Oder mit einer Nebelgranate blind zu machen und im Nebel zu eliminieren, geht auch. Türen und Fenster können verbarrikadiert werden, Fallen ausgelegt werden, verletzte Freunde zum Levelausgang getragen werden. Rainbow Six Extraction bietet wieder weit mehr als nur Ballern – wobei das natürlich immer noch die wichtigste Fähigkeit jedes Operators bleibt.

Missionen

Jede Einsatzzone stellt euch vor eine Aufgabe, die ihr erfüllen müsst. Die Aufgaben sind vielfältig, es kann sich dabei um das Ausschalten eines Gegners, das Einsammeln von Samples, das Platzieren von Trackern in Parasitennestern oder das Befreien von Kameraden oder Wissenschaftlern handeln. Insgesamt 14 verschiedene Aufgaben sind möglich und werden zufällig zu Missionsbeginn ausgewählt. Jede Mission besteht aus drei Einsatzzonen, die ihr nach der Reihe absolvieren müsst, um die Mission erfolgreich zu beenden. Die drei Einsatzzonen sind durch Schleusen getrennt, wenn ihr eine Schleuse durchschreitet, gibt es kein zurück in die vorherige Zone mehr. Am Ende jeder Mission werdet ihr von einem Hubschrauber abgeholt – sofern ihr euch auch am Abholpunkt befindet.

Während einer Mission verlorene Gesundheit kann nicht wieder hergestellt werden – allerdings gibt es Gesundheits-Booster, die euch zumindest temporär wieder fit machen. Der Effekt lässt allerdings mit der Zeit wieder nach. Selbst zwischen den Missionen werden Operatoren nicht sofort wieder geheilt – es dauert einige Zeit, bis sie wieder voll genesen sind, in dieser Zeit könnt ihr mit anderen Operatoren spielen. Dumm ist es nur, wenn ein Operator stirbt. In diesem Fall könnt ihr während der nächsten Mission versuchen ihn aus der Macht des Parasiten zu entreißen und zurück in die Basis zu bringen – oder er bleibt tot.

Das Spiel findet in vier verschiedenen Regionen (New York, San Franzisko, Alaska,…) statt, die nach und nach freigeschalten werden (und immer schwieriger werden) und jeweils mehrere Missionen bieten. Daneben gibt es auch zwei (freischaltbare) weitere Spielmodi (Assignments bzw. das Maelstrom Protocol). Es gibt auch einen Echtgeld-Shop, aber hier könnt ihr (zumindest derzeit) nur ein paar kosmetische Items (Skins) kaufen.

Story

Rainbow Six Extraction (das übrigens ursprünglich Rainbow Six Quarantine heissen sollte) bietet nur eine recht rudimentäre Story. Bei Erreichen bestimmter Meilensteine (meist vor oder nach der erstmaligen Absolvierung von Missionen) laufen kurze Videos ab, die die Rahmenhandlung erzählen. Nicht aufregend, aber ganz nett gemacht.

Zusammenfassung

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