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Was sind Cozy Games?

Die letzten Jahre haben beim Gaming für zahlreiche Umbrüche gesorgt. Die Umsätze steigen rasant an und immer neue Trends sorgen für noch mehr Spieler*innen. Einer dieser Trends betrifft die sogenannten Cozy Games.

Diese haben sich vor allem in den kälteren Monaten des Jahres zu einem wahren Hit entwickelt. Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff?

Der Name ist Programm

Cozy Games oder auch Casual Games sind genau das, was der Name schon verrät. Hier geht es darum, es sich gemütlich zu machen und Videospiele zu genießen, die für Entspannung und Wohlfühlatmosphäre sorgen. Anders als im klassischen Gaming steht hier nicht der Wettkampfcharakter oder das Vorankommen im Vordergrund, sondern die Unterhaltung ohne Druck.

Diese Befreiung von dem Duell um Punkte und Erfolge hat die Cozy Games weltweit sehr beliebt gemacht. Immer mehr Menschen machen es sich beim Spielen gemütlich und verzichten dabei auf Stress. Cozy Games sind leicht und schnell verständlich und für Jedermann einfach zu spielen. Sie zeichnen sich durch eine hohe Ästhetik und ein stressfreies Gameplay aus. Angenehme Farben und ein gefälliges Design sorgen dafür, dass man sich in der digitalen Welt rundum wohlfühlt.

Die Bandbreite an Spielen ist dabei enorm. Wichtig ist der Faktor der Entspannung. Das kann bei einfachen Games ebenso funktionieren, wie bei eSport Wetten. Schließlich überlässt man dabei das Zocken den Profis und verfolgt höchstens ihren Erfolg oder Misserfolg. Wichtig ist lediglich beim Spielen abschalten zu können und den Stress des Alltags hinter sich zu lassen.

Fantasie statt harter Realität

Bei den Inhalten setzen die Entwickler zumeist auf eine Fantasywelt. Die Hauptdarsteller der Cozy Games findet man oft und gerne in verzauberten Wäldern, auf Farmen oder in kleinen Cafés. Hier ist die Welt noch in Ordnung und kann so gespielt werden, wie man es auch gerne in der realen Welt hätte. Dabei geht es nicht darum, Kämpfe zu gewinnen oder ein Ziel zu erreichen, sondern um die Interaktion mit den fiktiven Figuren in einer oftmals heilen Welt. Damit sind genug, sind die Spieler*innen meistens auch gefordert, sich ihre eigene Welt aufzubauen. Wie im richtigen Leben geht es in Cozy Games gerne darum, die bestehende Welt zu verschönern oder neu aufzubauen. So erschaffen die Gamer ihre virtuelle Welt so, wie sie es gerne haben.

Animal Crossing New Horizons Karneval Feder

Animal Crossing entführt in ein Dorf sprechender Tiere

Zu den beliebtesten Cozy Games gehört zweifellos das Game Animal Crossing. Der Erfolg hat in der Zwischenzeit dazu geführt, dass das Game zu einer ganzen Serie angewachsen ist. Was vor 20 Jahren begann, ist nun ein weltweiter Hit geworden. Als menschliche Spielerin oder Spieler zieht man dabei in ein Dorf sprechender Tiere und beginnt sich sein Leben aufzubauen. Mit verschiedenen Tätigkeiten verdient der Spieler*innen Geld und kann so sein kleines Haus immer weiter vergrößern. Im Mittelpunkt steht dabei auch die Interaktion mit den Tieren, die in ihrem Verhalten das gewohnte soziale Umfeld widerspiegeln.

Stardew Valley vereint Simulation und Rollenspiel

Die Handlung beginnt damit, dass die Spielerin oder der Spieler vom Großvater eine Farm erbt. Man beschließt, seinen Job zu kündigen und den heruntergekommenen Bauernhof wieder aufzubauen und zu bewirtschaften. Auch hier ist die soziale Interaktion ein wichtiger Aspekt. Die Spieler*innen von Stardew Valley können Freundschaften und sogar eine Ehe schließen. Zahlreiche Minispiele, wie Angeln oder Münzspiele bringen Abwechslung in den Farmeralltag. Als großer Handlungsrahmen dient daneben auch der Aufbau eines Gemeinschaftszentrums im Dorf. Dazu sammeln die Spieler*innen Gegenstände und schalten gesperrte Teile der Karte sowie neue Funktionen frei.

Als Spiritfarer auf hoher See

Dieses Game wird oft und gerne mit dem Superhit Animal Crossing verglichen. Hier geht es allerdings darum, die Bedürfnisse von Geistern an Bord eines Schiffes zu befriedigen. Dazu zählen nicht nur Lebensmittel, sondern auch jede Menge Zubehör für das Schiff selbst. Daher müssen die Spieler*innen bei Spiritfarer auf der Reise Material sammeln und das Schiff so umbauen, dass sich die Geister wie zu Hause fühlen können. Daneben kann man Minispiele spielen, um weitere Materialien zu erhalten. Auf dem Schiff sind zahlreiche Händler vorhanden, die ihre Waren gerne verkaufen. Doch zunächst gilt es sich die Spielwährung zu verdienen. Mit dem erarbeiteten Geld können die Spieler in Folge das Schiff so gestalten, dass sie sich ebenso wohlfühlen, wie die Geister. Ziel des Spiels ist es über das Meer zu segeln, neue Geister zu finden und deren letzte Wünsche zu erfüllen.

Rückzug in das eigene Heim

Die Antwort auf die Frage, warum Cozy Games derzeit so populär sind, gibt die Realität. Je komplexer und schwer verständlicher die reale Welt wird, desto eher suchen Spieler*innen eine Flucht daraus. Nach einem langen und anstrengenden Arbeitstag haben viele Menschen genug von Risiko und anstrengenden Aktivitäten. Sie suchen Ruhe und Entspannung in einer Art heilen Welt. Diese bieten die Cozy Games nur allzu gerne an.

Hier geht es nicht darum, sich durchzusetzen, sondern darum kreativ zu sein. Fröhliche Farben und ein entspanntes Tempo sorgen so für eine Reduktion von Stress und viele entspannte Stunden beim Spielen. Cozy Games sind zumeist nicht nur für Android oder iOS erhältlich, sondern auch für den PC und Konsolen. Angesichts des Wohlfühlfaktors ist es ratsam, diese jedoch am Smartphone oder Tablet zu spielen, um so gleichzeitig die Gemütlichkeit des eigenen Sofas genießen zu können.

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