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Big Brain Academy: Kopf an Kopf im Kurztest

Im Jahr 2005 wurden mit Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging und Big Brain Academy gleich zwei Denkspiele für das Nintendo DS veröffentlicht. Während ersteres ein Zielpublikum mit einem etwas größeren Altersspektrum für sich gewinnen konnte, waren die eher simpleren Logik- und Puzzle-Aufgaben der großen Gehirn-Akademie für eine zumeist etwas jüngere Spielerschaft gedacht. Mit Big Brain Academy: Kopf an Kopf erscheint nun endlich eine Umsetzung für Nintendo Switch.

Als Student von Prof. Lobo sollen wir uns bei Big Brain Academy: Kopf an Kopf in rund 20 verschiedenen Aufgaben beweisen, die sich in 5 Kategorien unterteilen. Im Bereich Vision gilt es beispielsweise Formen oder Bilder so schnell wie möglich zu erkennen und bei Memoria wird die Merkfähigkeit getestet. Darüber hinaus sollen in Analyse mehr oder weniger komplexe Zusammenhänge in kurzer Zeit erfasst und zugeordnet werden, in Algebra werden mathematische Probleme gelöst und Piktura überprüft das räumliche Denken. Jede dieser Kategorien besteht wiederum aus vier Minispielen, je nach Fortschritt und Schwierigkeitsgrad ändert sich dabei das Tempo oder die Komplexität der gestellten Aufgaben.

Im Einzelspielermodus können wir unseren Gehirnwert und -typ ermitteln, wobei die abschließenden Analysen der Ergebnisse sehr, wirklich sehr oberflächlich ausfallen. Der Fokus liegt aber sicher auf dem partytauglichen Multiplayermodus, bei dem sich bis zu vier Spieler*innen miteinander messen können. Hier kann dann jede Teilnehmerin oder jeder Teilnehmer seinen Schwierigkeitsgrad individuell einstellen, sodass, unabhängig von Alter und Können, einem fairen Wettkampf nichts im Wege steht. Zumindest in der Theorie, denn aufgrund der stellenweise doch komplexeren und längeren Aufgabenstellungen, sind Spieler*innen auf niedrigere Spielstufen deutlich im Vorteil. Etwa beim Käfigdreh, wo wir die jene Gehege finden sollen, in denen sich die Vögel befinden. Während Spieler*innen auf der Stufe Anfänger bereits nach wenigen Sekunden mit dem Lösen der Aufgabe beginnen können, müssen Pros zunächst erst abwarten, bis Prof. Lobo alle Käfige auf die Endpositionen verschoben hat. Das Erfolgserlebnis sei den meist jüngeren Kontrahenten gewährt, trotzdem – ein sportlicher Wettkampf sieht anders aus.

Big Brain Academy Kategorien

Duell gegen Mensch und Geist

Spielen zwei Spieler*innen gegeneinander, dann können diese im Splitscreen sogar im Handheldmodus gegeneinander antretet und dabei den Touchscreen der Switch-Konsole verwenden. Das ist zwar etwas sehr kuschelig, dafür ist diese Eingabemethode aber auch viel präziser, als die Cursor-Steuerung über die Controller. Vor allem im Einzelspielermodus, wenn es um Sekundenbruchteile geht, um neue Rekorde aufzustellen, dann sollte man definitiv die Konsole aus der Docking-Station nehmen.

Eine Neuerung von Big Brain Academy: Kopf an Kopf stellt der Geist-Kampf dar, bei dem ihr euch einem direkten Duell gegen andere kluge Köpfe auf der ganzen Welt stellen könnt. Der Bildschirm wechselt dabei in den Splitscreen, wo ihr dann gegen die aufgezeichnete Sitzung einer anderen Spielerin oder eines anderen Spielers antretet. Voraussetzung dafür ist natürlich eine kostenpflichtige Mitgliedschaft für Nintendo Switch Online. Es gibt aber auch die Möglichkeit gegen einen „Geist aus der Familie“ anzutreten, das bedeutet man spiel gegen einen anderen Account auf der gleichen Konsole, wodurch quasi ein asynchroner Multiplayermodus möglich wird. Im Gegensatz zum Online-Modus ist das ein wirklich sehr cooles Feature.

Spielen für Kleidung

Die Präsentation von Big Brain Academy: Kopf an Kopf ist bunt und zweckmäßig, aber gleichzeitig auch irgendwie charmant. Selbiges gilt für die akustische Umsetzung, denn auch hier sind die Soundeffekte, die brabbelnde Sprachausgaben sowie die Musikuntermalung eher zweckmäßig und bieten weder negative noch positive Highlights. Weitere optische Objekte lassen sich übrigens freispielen. Mit denen könnt ihr dann euren Avatar ausrüsten und so individuell gestalten. Das soll neben der Highscore-Jagd zusätzlich motivieren – etwas das vor allem beim jüngeren Publikum ganz gut gelingt.

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