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Der Gaming-PC am Scheideweg: Braucht man überhaupt maximale Leistung?

Um aktuelle Spiele-Blockbuster bequem von zu Hause spielen zu können, braucht es einen guten Gaming-PC. Aufgrund der hochauflösenden Grafiken und der teilweise riesigen Spielwelten wird ein immer leistungsstärkeres Gerät verlangt.

Dementsprechend wird die Wahl des idealen Computers zunehmend komplexer. Vor allem vor dem Hintergrund der stetig steigenden Preise stellen sich viele Gamer die Frage, ob es für den eigenen Bedarf unbedingt ein Gaming-PC mit maximaler Leistung sein muss.

Ob Shooter, Strategiespiel oder auch Sportsimulation – die moderne Gaming-Welt hat jede Menge zu bieten. Auch im Bereich Glücksspiel sorgt die zunehmende Digitalisierung für einen Zuwachs des Angebots im Internet und wie auf Eggertspiele.de eröffnen sich hier virtuelle Spielhallen mit einer großen Vielfalt an abwechslungsreicher Unterhaltung. Mit ein wenig Glück können sogar Gewinne erzielt werden.

Besonders großen Spaß macht das Spielen auf einem leistungsstarken Computer, der für ein flüssiges Bild und beeindruckend scharfe Grafik sorgt. Nicht immer wird dafür allerdings die maximal erhältliche Leistung benötigt.

Gaming-PCs und die Gefahr der steigenden Preise

Mit Blick auf die jüngste Vergangenheit lassen sich stetige Preissteigerungen für Gaming-PCs feststellen. Nicht selten erfuhren diese speziellen Computer erhebliche Preissprünge oder waren überhaupt nicht lieferbar. In der Branche ist diesbezüglich vielerorts bereits vom „Luxusgut Gaming-PC“ die Rede.

Die unliebsame Entwicklung stellt die technisch äußerst spannenden Neuerscheinungen auf dem Markt der Gaming-PCs ein wenig in den Schatten und sorgt für Sorgenfalten im Gesicht vieler Fans. So gibt es kaum Produktsegmente, die für Gamer mit einem kleineren Geldbeutel erhältlich sind. Eine ziemlich ernüchternde Erkenntnis.

Das hat natürlich auch erhebliche Auswirkungen auf die gesamte Gaming-Branche. Bezüglich des Computers als beliebte Plattform für aktuelle Videospiele gehen viele Kenner der Branche von einer langfristigen Schädigung aus. Die Konkurrenz heißt Konsolen-Gaming. Jene Sparte, die sich in der Vergangenheit ohnehin schon immer größerer Beliebtheit erfreute.

Immer häufiger werden exklusive Videospiel-Titel für die Konsole veröffentlicht. Teilweise werden solche Titel zwar auch für den PC auf den Markt gebracht, dann allerdings stets deutlich zeitverzögert. Darüber hinaus werden die treibenden Entwicklungen der modernen Gaming-Welt dementsprechend zunehmend auf den tendenziell günstigeren Spielekonsolen vorangetrieben.

Entscheidend ist am Ende wie so oft die Verfügbarkeit. Aufgrund der hohen Kosten bezüglich der Anschaffung und dem Aufrüsten von Gaming-PCs ist es kein Wunder, dass die Attraktivität von Spielekonsolen in der jüngsten Vergangenheit deutlich zugenommen hat.

Daraus ergibt sich die spannende Frage, ob die immer teurer werdenden High-End-Gaming-PCs für die breite Masse überhaupt noch eine Zukunft haben. Die Branche der Gaming-PCs richtet sich zunehmend an finanzkräftige Enthusiasten und verliert zugleich die Zielgruppe der klassischen Gamer aus den Augen.

Dies ist eine Entwicklung, die allerdings nicht gleichbedeutend mit dem Aus des Gaming-PCs ist. Vielmehr gewinnt das Ausweichen auf qualitativ schwächere und ältere Hardware an Reiz. Auch mit einem solchen Set-up ist in der aktuellen Gaming-Welt eine Menge anzufangen.

Die entscheidenden Komponenten für den passenden Gaming-PC

Ob Einsteigermodell oder High-End-Gaming-PC, bei der Betrachtung der Qualität des eigenen Gaming-PCs kommt es naturgemäß auf die verbaute Hardware an. Es sind die einzelnen Komponenten, die die Leistungsfähigkeit des Computers bestimmen. Dementsprechend lohnt sich ein Blick auf die besonders entscheidenden Bauteile eines modernen Gaming-PCs.

Die Grafikkarte

Als eines der Herzstücke von Gaming-PCs gilt zu Recht die verbaute Grafikkarte. Dort werden sämtliche visuellen Elemente, die innerhalb des Spiels auftauchen, verarbeitet. Je besser die Grafikkarte, desto flüssiger läuft das Videospiel. Unterschieden wird zwischen Onboard-Grafikkarten und den sogenannten dedizierten Grafikkarten.

Onboard-Grafikkarten sind fest im Prozessor verbaut und stellen sich als ungeeignet für die hohen Anforderungen der modernen Gaming-Welt dar. Für detaillierte und hochauflösende Grafiken sowie schnelle Bilderfolgen reichen die stromsparenden Onboard-Grafikkarten auf keinen Fall aus.

Die dedizierten Grafikkarten dagegen sind separate Komponenten, die besonders häufig in Gaming-PCs zum Einsatz kommen. Von dieser Art von Grafikkarten gibt es auf dem Markt eine schier unüberschaubare Masse. Dementsprechend wichtig ist es, zu wissen, worauf besonders geachtet werden sollte.

Hilfreich ist diesbezüglich vor allem der sogenannte FPS-Wert, der für „Frames per second“ oder auf Deutsch für „Bilder pro Sekunde“ steht. Je höher der in Benchmarks angegebene FPS-Wert, desto leistungsstärker stellt sich die Grafikkarte dar. Ebenfalls von großer Bedeutung ist neben der Taktrate auch der Grafikspeicher. Hier werden aktuell mindestens 6 GB, besser 8 GB oder mehr Grafikspeicher empfohlen.

Allerdings sind schnelle Grafikkarten neben der CPU die „teuerste“ Komponente im PC.

Der Prozessor

Auch oft als Herzstück bezeichnet wird der verbaute Prozessor (kurz CPU), welcher die komplette Steuerung innerhalb der digitalen Spielwelt übernimmt. Die CPU berechnet computergesteuerte Gegner, Explosionen und alle anderen in der Spielwelt vonstatten gehenden Vorgänge. Bezüglich Gaming-PCs wird dementsprechend ein möglichst leistungsstarker Prozessor verlangt, der sowohl über eine hohe Taktfrequenz als auch über möglichst viele Kerne verfügt. Einfach gesagt: je mehr, desto besser. Mit der Anzahl an Taktung und Kernen steigt die Leistungsfähigkeit von Prozessoren.

Ohne den Prozessor läuft bei einem Computer schlicht gar nichts. Vielmehr übernimmt die CPU solch zentrale Aufgaben, dass ohne deren Arbeit alle anderen Komponenten vollständig funktionsunfähig wären. Die Wahl des passenden Prozessors für den eigenen Gaming-PC ist also von großer Bedeutung. Der aktuelle Markt sorgt für ein riesiges Angebot an unterschiedlichen CPUs.

Ein Blick auf die besten Gaming-Prozessoren schafft diesbezüglich Klarheit:

Moderne Gaming-PCs sind mittlerweile in der Regel mit sechskernigen Prozessoren ausgestattet, die auch eine Übertaktung ermöglichen. Empfohlen wird mindestens ein vierkerniger Prozessor. Idealerweise liegt die Taktfrequenz bei mindestens 3 GHz. Als untere Grenze bezüglich eines brauchbaren Gaming-PCs gilt ein Intel Core i5 oder AMD Ryzen 5 Prozessor.

Der Arbeitsspeicher und der Datenträger

Als Arbeitsspeicher (RAM) wird als eine Art Notizblock des verbauten Prozessors bezeichnet. Durch den Arbeitsspeicher kann die CPU auf wichtige Informationen zugreifen. So greift der Prozessor nicht etwa direkt auf die Festplatte oder den internen Speicher zu, sondern ausschließlich auf den eingebauten Arbeitsspeicher.

Gleichbedeutend ist diese Funktionsweise allerdings auch damit, dass jegliche angeforderten Anwendungen zunächst in den Arbeitsspeicher geladen werden. Dementsprechend sorgt ein leistungsstarker Arbeitsspeicher für erhebliche Geschwindigkeitsvorteile.

Insbesondere in Bezug auf leistungsintensive Videospiele sind durchschnittliche Arbeitsspeicher schnell vollständig ausgelastet. Kein Wunder, dass in speziellen Gaming-PCs bevorzugt große Arbeitsspeicher zum Einsatz kommen.

Abgesehen von der Kapazität des Arbeitsspeichers ist auch die Leistungsfähigkeit der Speichermodule von großer Bedeutung. Gemessen an der absoluten Latenz gibt die Leistungsfähigkeit an, wie schnell der verbaute Arbeitsspeicher ist. Für einen gewöhnlichen Gaming-PC gilt ein Arbeitsspeicher von mindestens 8 GB RAM als ausreichend, auf der sicheren Seite ist man aber aktuell mit 16 GB.

Beim Datenträger ist neben ausreichend Platz für die Installation der datenhungrigen Spiele auch auf die zugrunde liegende Technik und Ausstattung Wert zu legen. So sind die beste Wahl für Gaming-PC’s schnelle SSDs mit mindestens 1 GB Volumen und angebunden über das NVM-Protokoll. Die besten Modelle erreichen derzeit Übertragungsraten von bis zu 7 Gigabyte pro Sekunde.

Das Gehäuse und Zubehör

Grundsätzlich unterscheidet sich das Gehäuse von Gaming-PCs nicht von denen herkömmlicher Computer. Allerdings sind zusätzliche Details bei Gaming-PCs ein besonders gern gesehenes Extra. Ob eine Seitenabdeckung aus Glas oder auch eine integrierte RGB-Beleuchtung – ein echter Gaming-PC ist oft mehr, als nur ein Gehäuse mit leistungsstarken Bauteilen. Auch das Innenleben des Gaming-PCs kann durch Details wie einer Wasserkühlung des verbauten Prozessors sinnvoll optimiert werden.

Natürlich sollten auch hier alle verbauten Komponenten im Gehäuse untergebracht werden. Darüber hinaus ist unbedingt darauf zu achten, dass alle verbauten Komponenten sowohl untereinander als auch mit dem Gehäuse kompatibel sind. Bekannt sind die Computer der Gaming-Szene vor allem für die auffallende Optik der computereigenen Gehäuse. Notwendig sind solche optischen Spielereien natürlich nicht. Doch ein außergewöhnliches Erscheinungsbild kann dem eigenen Gaming-PC den letzten Schliff geben.

SureFire-Gaming

Vom Einsteigermodell bis zum High-End-Gaming-PC

Naturgemäß gibt es auch im Sektor der Gaming-PCs große Unterschiede in Qualität und damit eng verbunden auch mit dem Preis. Mittlerweile sind günstige Einsteiger-Modelle bereits ab einem Preis von rund 750 Euro erhältlich. Für einen mittelklassigen Gaming-PC mit ein wenig mehr Leistung muss mit Kosten zwischen 1.000 und 1.500 Euro gerechnet werden.

Die Königsklasse bilden die sogenannten High-End-Gaming-PCs, die in der Regel mindestens 2.000 Euro kosten. Selbstverständlich ist die Klassifizierung keinesfalls unveränderlich. Vielmehr verschiebt sich die Systematik durch verschiedene Faktoren kontinuierlich. Trotzdem kann eine solche Klassifizierung vor allem für Einsteiger als Orientierung hilfreich sein.

  • Einsteiger-Modelle: ab 750 Euro
  • Mittelklasse-Modelle: 1.000 bis 1.500 Euro
  • High-End-Modelle: ab 2.000 Euro

Eng verbunden mit den aufgerufenen Preisen für Gaming-PCs ist natürlich die Qualität der darin verbauten Komponenten. Dementsprechend ist vor dem Kauf unbedingt darauf zu achten, dass ein Vergleich zwischen verlangtem Preis und der verbauten Hardware vorgenommen wird.

Leistungsstarker Gaming-PC: alternativlos oder ersetzbar?

Grundsätzlich unterscheiden sich Gaming-PCs vor allem durch die größere Leistungsstärke von gewöhnlichen Computern. Mit hoch getakteten Prozessoren, einer dedizierten Grafikkarte, einem großen Arbeitsspeicher und einer ausgeklügelten Kühlung wird ein Gaming-PC zu einer beeindruckenden Plattform, um in die Welt der Videospiele einzutauchen.

Wer überlegt, sich einen teuren Gaming-PC anzuschaffen, sollte zuerst die voraussichtliche Nutzung in Betracht ziehen. Mit dem potenziellen Nutzerverhalten geht dann die Wahl des individuell besten Gaming-PCs einher. Hier zeigen sich in der Praxis erhebliche Unterschiede. Für leistungstechnisch weniger intensive Spiele wie Fortnite, Rocket League oder auch CS:GO wird der Kauf eines günstigen Einsteigermodells ausreichen.

Bei der Nutzung eines Gaming-Monitors mit mindestens 144 Hz-Bildwiederholrate wird allerdings bereits ein Mittelklasse-Modell nötig sein. Für alle mit dem Wunsch nach einem zukunftssicheren Gaming-PC mit der leistungsstärksten Hardware des aktuellen Marktes stehen die deutlich teureren High-End-Gaming-PCs bereit.

Mit Blick auf die Welt des Gamings ist davon auszugehen, dass die Videospiele der Zukunft immer höhere Anforderungen an die Leistung der Computer stellen werden. So geht die ideale Wahl des eigenen Gaming-PCs zunehmend mit einer gewissen Einarbeitungszeit und Recherche in die Materie einher.

Vergleiche und Erfahrungsberichte von Nutzern können sich dabei als besonders hilfreich darstellen. Am Ende steht allerdings das eigene Nutzerverhalten im Vordergrund. Danach richtet sich auch die Beantwortung der Frage, ob bei der Ausstattung des eigenen Gaming-PCs die maximale Leistung nötig ist.

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