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Marvel’s Spider-Man Remastered im Test

Nach Horizon Zero Dawn und God of War bringt Publisher Sony nun auch ihren Spinnennetz-Schwing-Simulator Marvel’s Spider-Man Remastered auf den PC. Zeit herauszufinden wie viel Spaß es macht sich mit Maus und Tastatur durch die Straßen New Yorks zu schwingen.

Eine kurze Warnung für die Ungeduldigeren unter uns: Der leicht Gameplay-arme Start von Marvel’s Spider-Man Remastered verheimlicht das Potential des Remasters etwas. Die Cutscenes lassen schon durchblicken, dass der ursprüngliche Release mit dem Jahr 2018 doch eine Weile her ist. Allerdings sollte man ein Buch bekanntlicherweise nicht nach dem Einband beurteilen. Sobald man sich ins eigentliche Spielgeschehen stürzt sieht die Sache auch gleich ganz anders aus. Durch die Straßen der Stadt zu schwingen macht auf dem PC nämlich mindestens genauso viel Laune wie auf der Konsole. Ganz so intuitiv wie mit einem Gamepad fühlt sich diese Art der Fortbewegung freilich nicht an.

Nach wenigen Minuten kommt man aber doch in den Rhythmus und fliegt geradezu durch die Häuserschluchten der Großstadt. Wer allerdings ein Gampead herumliegen hat kann dieses natürlich auch nutzen. Portiert wurde Marvel’s Spider-Man Remastered übrigens vom niederländischen Studio Nixxes das schon für sorgte, dass Deus Ex: Mankind Divided und die Ableger des Tomb Raider Reboots auf dem PC gespielt werden konnten.

Marvel's Spider-Man Remastered Rhino

Aus großer Kraft folgt große Verantwortung

Früher oder später – dank Tutorial in diesem Fall eher früher als später – sollten wir als Spider-Man jedoch auch mal versuchen das eine oder andere Verbrechen zu vereiteln. Also lassen wir nicht nur unsere Spinnenetze fliegen, sondern auch unsere Fäuste. Nettes Detail am Rande: Wirft Spider-Man einen seiner Widersacher in der Hitze des Gefechts einmal vom Dach eines Wolkenkratzers, lässt er diese nicht einfach ins Verderben stürzen. Stattdessen kann man beobachten wie besagte Pechvögel per Spinnennetz sicher an die Seite des Gebäudes geklebt werden. Hoffentlich halten diese Dinger eine Weile. Im Gegensatz zur Fortbewegung hat es eine Weile gedauert um mich an das Kampfsystem zu gewöhnen.

Angelehnt an das System aus der Arkham Spielserie, gibt es wenig Zeit zum Durchatmen. In Kombination mit dem kompakten Kontrollschema kann das zu etwas Verwirrung führen. Glücklicherweise ist in Marvels Version von New York an nahezu jedem Häuserblock gerade ein Verbrechen im Gange. An Gelegenheit etwas zu üben sollte es also nicht fehlen.

Gute Grafik ist nicht alles

Während ich auf meinem System leider nicht die höchsten Grafikeinstellungen ausprobieren konnte, gibt doch einige Verbesserungen gegenüber der PlayStation Version die ich hier nicht vorenthalten will. Neben verbesserten Schatten und Spiegelungen werden nun auch größere Auflösungen als 4K und Ultrawide Bildschirme unterstützt. Das 120FPS Limit wurde entfernt und es gibt ein paar neue Einstellungen wie DLAA und DLSS. Trotz eines visuellen Glitches, der auch mehr amüsierend denn störend war, kann ich an Performance von Marvel’s Spider-Man Remastered nichts aussetzen. Selbst mit etwas reduzierten Einstellungen ist die Welt der menschlichen Spinne wunderschön anzusehen.

Insbesondere wenn die Sonne zur Dämmerung durch die Straßen zwischen den Wolkenkratzern scheint, fällt es nur zu leicht eine Pause von der Verbrecherjagd einzulegen um die Aussicht zu genießen. Genauso wichtig ist die responsive Steuerung die glücklicherweise ebenfalls gelungen ist. Diese Kombination ist es die dafür sorgt, dass es auch auf dem PC richtig viel Spaß macht durch die Straßen New Yorks zu schwingen.

Zusammenfassung

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