Gamers.at
PC Reviews

Nioh 2 – The Complete Edition im Test

Dämonen im feudalen Japan? Die Möglichkeit Schutzgeister zu verpflichten und selbst in Dämonenform zu kämpfen, sollten die elf Waffensets nicht mehr ausreichen? All das und mehr bietet Nioh 2 – The Complete Edition nun auch endlich auf dem PC! Doch wie gut ist die Portierung geworden?

Fast ein Jahr ist es nun her, dass Kollege Dave sich begeistert in den Kampf gegen die Dämonen auf der PS4 stürzen konnte. Solange mussten die PC Spieler und Liebhaber von Souls-like Spielen auf die Portierung von Nioh 2 – The Complete Edition warten. Doch so bekommen sie zumindest gleich die komplette Version. Soll heißen: das Grundspiel mit den bisher veröffentlichten DLCs Der Schüler des Tengu, Dunkelheit in der Hauptstadt sowie Der erste Samurai. Unter anderem beinhaltet die PC-Version darüber hinaus zwei neue Waffen: den Split Stab sowie die Klauen.

Nioh 2 – The Complete Edition Face

Yokai, Ki und noch viel mehr

Die Story und Handlung haben sich natürlich nicht geändert, deswegen sei darauf auch nur kurz nochmals eingegangen. Man erstellt sich, im – sehr umfangreichen – Editor, seinen Krieger, der sich im weiteren Verlauf den bösen Dämonen, Yokai genannt, gegenüber stellt. Dabei schadet es nicht, dass man selbst eine dämonische Seite hat, in welche man im Kampf wechseln kann. Somit verfügt man auch über eigene Yokai-Skills, mit welchen man den Dämonen (im wahrsten Sinne des Wortes) einheizen kann. Die Aufträge können auf einer Übersichtskarte des Landes ausgewählt werden. Wie in guten Rollenspielen üblich, kann man sämtliche Fähigkeiten durch deren Anwendung direkt steigern.

Das Herz des Spiels ist jedoch natürlich das Kampfsystem. Hier spielt vor allem das KI eine große Rolle, da es die Ausdauer darstellt. Ist diese erschöpft – was sehr schnell gehen kann –, muss man erst einmal verharren, bevor man wieder zuschlägt. So kann schon ein oder zweimal daneben Hauen das Ende in den Klauen des Monsters bedeuten. Deswegen sollte man unbedingt auch das Blocken und Ausweichen nicht vergessen, was jedoch ebenso Ki verbraucht – ein wahrer Teufelskreis der Erschöpfung. Daher ist es ratsam so früh wie nur möglich den Ki-Impuls zu meistern, um Ausdauer nach jedem Schwerthieb – richtiges Timing vorausgesetzt – zurückzugewinnen.

Immer mehr, immer besser, immer weiter!

Wie auch die Story, die – für Beginner zumindest – nicht ganz so leicht verständlich ist, ist auch der Umfang und das Angebot der verschiedenen Kampfmöglichkeiten zu Beginn etwas überwältigend. Bis man den Unterschied zwischen Burst Konter, Yokai Haltung und Anima Aufladung verinnerlicht hat, sollte man sich nicht zu vorschnell an die Monster wagen. Dafür hilfreich sind die Trainings Dojos in denen man alle Fähigkeiten ausprobieren und in unterschiedlichen Lektionen testen kann. Mit den zwei neuen Waffen, die das Set Angebot auf insgesamt elf erhöhen, den neuen Top Schwierigkeitsgraden und der Möglichkeit alle Skills durch Gebrauch zu steigern übertrifft der Inhalt und Sammeltrieb sogar noch das Grundspiel.

Zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten … ohne Überraschungen

Nioh 2 – The Complete Edition bringt einige Grafikoptionen ins Spiel. Wenngleich die Vielfalt an Einstellungsmöglichkeiten in keiner Weise an z.B. Ubisofts PC-Portierungen heranreicht, so sind sie doch mehr als ausreichend, um auch auf schwächerer Hardware ein visuell ansprechendes, vor allem aber performantes Spielerlebnis zu garantieren, respektive den eigenen High-End-Rechner zum Schnaufen zu bringen, um Nioh 2 in maximaler Auflösung von 2160p und butterweichen 120 Bildern pro Sekunde zu genießen, ohne deshalb auf Ambient Occlusion, dynamische Reflektionen sowie hohe Schattenqualität verzichten zu müssen. Gerade auf niedrigen Grafikeinstellungen wirkt Nioh 2 – The Complete Edition nämlich ausgewaschen und wächsern.

Die zusätzlichen Grafikoptionen reichen dementsprechend vom Display-Modus (Fullscreen, Fenster-Modus und rahmenlosem Fenster) – bei Problemen mit Screen Tearing und Zeilenverschiebungen eine unerlässliche Auswahlmöglichkeit –, Auflösung, Frame Rate (30, 60 oder 120 FPS) bis hin zu kosmetischen Einstellungsmöglichkeiten, wie der Qualität von Texturen, Effekten und Schatten. Keine Überraschungen und nichts Aufregendes, aber – wie bereits festgehalten – ausreichend. Und ja, Motion Blur kann ausgeschalten werden. Verbindlichsten Dank!

Zusammenfassung

Ähnliche Beiträge

Kommentar abgeben

* Du erklärst dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten einverstanden. Alle weiteren Informationen und Widerrufshinweise findest du in unserer Datenschutzerklärung.