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The Division: Test

Klonkrieger kämpfen in einer irrelevanten Geschichte um möglichst coolen Loot zu bekommen und das sieht richtig gut aus. Das ist so ungefähr die Spielerfahrung von The Division in den ersten Tagen. Was aber nicht heißt, dass es ein schlechtes Spiel ist.

The Divison löst ambivalente Gefühle in mir als Spieler aus. Einerseits ist die Welt richtig lässig gestaltet, das zerstörte Manhattan wirkt realistisch und glaubhaft. Andererseits ist die Story völlig banal und belanglos. Das Intro ist zum Einschlafen und die pseudocoolen Charaktere sind mir völlig wurscht. Wegen der Story spielt man dieses Spiel sicherlich nicht, auch wegen Logiklücken die sich hoffentlich noch aufklären. Eine Gegnergruppe sind etwa die Cleaner die mit Flammenwerfer versuchen alles infizierte auszulöschen. Da stellt sich doch die Frage, warum bekämpfe ich die Leute die versuchen das Virus einzudämmen?

Egal, The Division hat einige Dinge zu bieten die mich als Spieler an der Stange halten. Da wäre zum einen die wirklich gute Shooter- und Deckungsmechanik. The Division fühlt sich beim Trefferfeedback viel besser an als etwa Destiny. Es ploppen zwar Zahlen über den getroffenen Gegnern auf, aber man hat immer das Gefühl, es kommt darauf an wie gut man trifft. Die Gefechte spielen sich auch herrlich schnell. Man wird mit Granaten eingedeckt, hechtet von einer Deckung zur nächsten und prügelt sich auch mal kurzfristig im Nahkampf. Das ist gut gemacht!

Von den Gefechten kommen wir auch zu einem Herzstück von The Division – Loot. Es gibt massenhaft Zeug zu sammeln. Und dieses Zeug lässt sich modden und zerlegen das es eine Freude ist. Jede Waffe lässt sich etwa mit Mods für Lauf, Handgriff und Magazin sowie Visier verändern. Mit gewissen Visieren, lässt sich im Gefecht auch in ein Fadenkreuz switchen. Man wird zu Beginn ein bisschen erschlagen von den Möglichkeiten die es gibt. Es kommt etwas später im Spiel auch noch das Craften dazu. Laut den Entwicklern sollen sich auch Highlevel-Gegenstände basteln lassen.

Die besten Gegenstände findet man aber immer noch in der DarkZone, dem Multiplayerbereich von The Division. Wer dort hingeht sucht Spannung. Und findet sie meistens auch. Die DarkZone ist mit Abstand das großartigste Element an The Division. Spannende Gefechte und lässige Action ist dort fasst garantiert. In der DarkZone sammelt man besonders mächtige Gegenstände von starken NPC-Gegnern, oder man raubt andere Spieler aus. Das besondere ist diese Gefahr durch die anderen Mitspieler. Jeder Gegenstand aus der DarkZone muss per Helikopter aus der Zone gebracht werden. Dann wird er desinfiziert und erst dann kann man ihn verwenden. Diese Extractionzone sind regelmäßig Schauplatz großer Schießereien zwischen menschlichen Spielern. Den jeder Spieler muss an einem Seil seinen Loot befestigen um ihn aus der DarkZone zu bekommen. Ein gefundenes Fressen für manche Spieler.

FAZIT Elias

Alles in allem ist The Division ein sehr gutes aber kein ausgezeichnetes Spiel. Die Grafik stimmt, der Sound ist knackig und das Gameplay hervorragend aber die Story ist der Pferdefuß. Sie ist einem schlichtweg wurscht. Wer aber einen guten Shooter mit Diablosuchtgefahr haben will, liegt mit The Division genau richtig. Einziges Manko, Uplay ist Pflicht.

FAZIT Hannes

Nachdem ich nun einige Zeit in der PS4-Version von The Division und auch in der Dark Zone verbracht habe, ist es Zeit euch meine persönlichen Eindrücke zu schildern. Die technische Umsetzung des Open-World Action-RPG’s ist auch auf der Konsole wirklich gelungen, die Grafik ist TOP, der Sound stimmig und endlich werden bei einem PS4-Game auch die Lautsprecher im Controller sinnvoll genutzt. Leider kämpft meine PS4-Konsole immer noch mit zahlreichen Abstürzen, auch nach mehreren Patches, das ist lästig und passiert gut 1-2x pro Spielesession. Manchmal kann ich zwar an der Stelle an der Absturz erfolgt ist, nach einem Neustart wieder weiter machen, aber ärgerlich ist das trotzdem.

Die Spielewelt selbst ist aber sehr stimmig und es gibt einiges zu tun. Waffen und Verbesserungen findet man genug, oder kann diese selbst herstellen bzw. bei diversen Händlern gegen bare Münze erstehen. Nach längerem Spielen fehlt mir allerdings die Abwechslung bei den Missionen, das spielt sich alles sehr ähnlich, obwohl das gemeinsame Bestreiten der Hauptmissionen mit anderen Spielern sehr viel Spaß macht. Auch die Dark Zone konnte mich nicht vollends überzeugen, das Gameplaykonzept des PvP greift hier nicht, fast keiner lässt sich darauf ein als Abtrünniger sein Loot zu verlieren und das Erledigen von Bossgegnern wird irgendwann auch fad. Ab dem momentanen Maximallevel von 30 ist irgendwie die Luft raus, man hat gutes Zeug und das nochmalige Spielen der Missionen wird fad. The Division ist alles in allem ein tolles Spiel, dem aber irgendwie nach längerem Spiel die Motivation abhanden kommt, aber Ubisoft wird sicher versuchen hier mit neuem Content und ein paar Gameplayänderungen entgegenzuwirken.

Gesamtwertung: 8.4

Einzelwertungen: Grafik: 10 | Sound: 10 | Handling: 10 | Spieldesign: 4 | Motivation: 8

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