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Wetten auf den eSport – Schadet die Wettbranche dem Gaming?

Ohne jeden Zweifel gehört der eSport inzwischen zu den beliebtesten Sportarten der Welt, auch wenn er in einigen Ländern noch gar nicht als Diese angesehen wird. Wie in vielen anderen Disziplinen auch, hat die Wettbranche sich etwas dabei gedacht, als die ersten Wetten auf den eSport angeboten wurden. Da die Nachfrage an Wetten sehr hoch ist, lässt sich damit auch eine gute Stange Geld verdienen.

In vielen Sportarten hat die Wettbranche für Skandale gesorgt. Zumeist dann, wenn auch Spieler:innen, komplette Teams oder Schiedsrichter involviert waren und sich so ein zusätzliches Einkommen verdienen wollten. Auch im Bereich des eSport gab es bereits solche Skandale, welche wir uns genauer ansehen möchten. Am Ende werden wir dann unsere Meinung zur Wettbranche und den Wetten auf die eSport-Games präsentieren.

Unterstützung bei der Recherche haben wir von dem Vergleichsportal spielotv erhalten. Hier lassen sich zahlreiche Buchmacher und Bonusangebote aus der Sportwetten-Branche miteinander vergleichen, sodass schnell ein passender Wettanbieter für eSport-Wetten gefunden werden kann.

Wettskandale erschütterten den eSport

Wer sich etwas mit Fußball auskennt, wird sicherlich Robert Hoyzer kennen. Bereits 2005 verschob der Schiedsrichter verschiedene Spiele und sicherte sich dadurch Mehreinnahmen durch die Wett-Mafia. Scheinbar gibt es auch im Bereich des eSports einige „Wett-Paten“, die mit einer illegalen Wettabgabe einen hohen Gewinn einfahren möchten. Nicht anders ist zu erklären, dass immer wieder neue Wettskandale rund um League of Legends, DOTA2 oder Counter Strike aufgedeckt werden.

iBUYPOWER Skandal – vier der fünf Akteure waren involviert

Schauen wir uns den Wettskandal aus 2014 als Erstes an. Bei der CEVO Professional League ging das Team von iBUYPOWER als klarer Favorit ins Match gegen das unbekannte Team von NetcodeGuides.com. Was folgte war eine Schande, die gleich dazu führte, dass Untersuchungen angestellt wurden. Man verlor die Partie mit einem krachenden 4:16. Ganz besonders aufgefallen ist dabei die Unlust von vier der fünf Akteuren des Favoriten.

Monate nach diesem Match konnte die „Daily Dot“ die Spielmanipulation des Counter Strike: Global Offensive Teams nachweisen. Besonders unterhaltsam war, dass auch der NetcodeGuides.com-Gründer auf diese Partie wettete und einen satten Gewinn einfahren konnte! Alle Beteiligten wurden im Anschluss dauerhaft von Valve für weitere Turniere ausgeschlossen.

Gamer mit MaskeStarCraft: Brood War und StarCraft II sind ebenfalls in einen Wettskandal verwickelt

Bereits 2010, als der eSport noch in seinen Kinderschuhen steckte, wurde der erste Skandal im Bezug auf Sportwetten aufgedeckt. Insgesamt 10 Profis wurden im Zuge der Ermittlung für Schuldig befunden. Das Strafmaß viel jedoch unterschiedlich aus. Für alle Täter wurde jedoch ein lebenslanges Spielverbot in den KeSPA-Wettbewerben ausgegeben.

Der wohl bekannteste Profi in diesem Skandal war „sAviOr“, welcher auch als bester Innovator-Spieler aller Zeiten galt. Aufgrund des hohen Bekanntheitsgrades und dem schlechten Vorbild wurde er zu 120 Stunden gemeinnütziger Arbeit verdonnert. On Top kamen zwei Jahre auf Bewährung – ein Beispiel, welches als Abschreckungen dienen sollte.

Gerade einmal fünf Jahre vergangen, als der nächste Wettskandal bei StarCraft II aufgedeckt wurde. Auch hier wurden zahlreiche Spieler im Zuge der Ermittlungen für Schuldig befunden. Mit dem Gamer „Life“ wurde erneut ein Exemple statuiert, da er eine Haftstrafe antreten musste. Seit diesen Vorfällen ist es in StarCraft zu keinen neuen Skandalen gekommen.

Esports Integrity Comission – gegen Spielmanipulation

Die Esports Integrity Comission (ESIC) ist eine Stelle, welche sich mit den Manipulationen bei eSport-Games beschäftigt und ermittelt. Vor allem eine Wette auf das eigene Team eines Spielers, werden dabei ganz genauer unter die Lupe genommen und bewertet.

In Australien soll sich genau ein solches Verhalten abgespielt haben. Insgesamt 35 eSport-Gamer sollen gegen die Auflagen verstoßen haben und Wetten auf das eigene Team platziert haben.

Bereits im Oktober 2020 zeigte die ESIC, welche Aufmerksamkeit dem Thema geschenkt wird. Insgesamt sieben Spieler wurden für den professionellen Spielbetrieb durch die ESIC gesperrt. Zwei der Betroffenen erhielten sogar weitere Strafen.

Wie wichtig die Arbeit ist, zeigt auch das Statement der ESIC. So riet man allen Spielern im professionellen eSport-Bereich, dass keine Wetten auf das eigene Team platziert werden sollten. Die Integrität der Sportart leide durch solche Ereignisse enorm und zudem drohen empfindliche Strafen.

Fazit zu Sportwetten auf den eSport

Ohne Frage, sollten die Profis es vermeiden, auf eigene Spiele zu wetten. Sofern es eine Wettabgabe auf ein anderes Team ist, welches nicht gegen das eigene Team antritt, sehen wir hier keinerlei Schwierigkeiten. Generell sind eSport-Wetten nicht mehr aufzuhalten. Zu viele Wettanbieter halten inzwischen ein umfangreiches Angebot an Sportwetten bereit, welche auf die unterschiedlichsten eSport-Games platziert werden können.

Neben den Wettskandalen gibt es ein weiteres Thema, welches wir an dieser Stelle noch einfügen möchten. Bei einer Wettabgabe handelt es sich um ein Glücksspiel. Als Außenstehender hat man keinerlei Einfluss auf das Spielgeschehen, sodass auch ein Verlust durchaus möglich ist. Genau aus diesem Grund sollte nur mit Guthaben gewettet werden, welches frei zu Verfügung steht. Kommt es einmal zu hohen Verlusten, welche ein Unwohlsein auslösen, gibt es im Internet zahlreiche Anlaufstellen, die sich umfangreich mit den Betroffenen einer Spielsucht auseinandersetzen und eine direkte Hilfestellung anbieten können.

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