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Deponia Doomsday – TEST

Als sich Rufus in selbstmörderischer Heldenmanier in den Tod stürzte um seine Freunde, sowie ganz Deponia zu retten, kam dieses Ende für einige Adventure-Spieler schon in „Mass Effect“-Regionen der Empörung. Trotzdem hieß es, die Trilogie sei damit offiziell beendet.

Doch wie heißt es so schön schon bei 007? „Sag niemals nie!“ Und wie kann man Ereignisse am besten umdrehen bzw. rückgängig machen? Nun ein Zeit-Paradoxon hat schon so einiges gelöst, das weiß nicht nur Dr. „Doc“ Emmett Brown. Also wird Rufus schnurstracks in eine Zeitschleife geschickt, die er in seiner unnachahmlichen Art natürlich auf jede denkbare Art verschlimmbessert. Während es zuerst so scheint als sei sein ganzes Abenteuer um Elysium nur ein verrückter Traum gewesen, wird schon bald offenbar, dass hier größeres vorgeht – spätestens dann, wenn der Zeitreisende McChronicle Tonis Kristallgläser über den Haufen fährt. Der Humor und die Handlung wird also Deponia-typisch sarkastisch mit Zeitreise Paradoxen und Anspielungen auf alle drei Teile gewürzt.

Während hier also Rufus seine gewohnt sympathische Art ausspielen kann, wird es bei den Rätseln zeitweise öfter vorkommen, dass man Dinge wiederholt einsammelt, da es gerade wieder einen Zeitsprung gab.. manchmal selbst veranlasst, manchmal unvermittelt. Infolge dessen kann es auch vorkommen, dass eine Lösung, die beim ersten Mal funktioniert, beim zweiten Mal nicht mehr hinhaut. Auch einen gewissen Ekelfaktor haben sich die Entwickler bei Doomsday nicht nehmen lassen, wenn man zum Beispiel aus Madenbabies ein leckeres Mahl machen muss oder in der Sauna ein Gleitmittel benötigt wird.

Leider hat man auch vereinzelt auf eine Art QuickTime Events nicht verzichtet, diese sind jedoch zumindest nicht zu störend. Abgesehen davon ist die Qualität der Rätsel nicht wirklich immer mit logisch zu beschreiben, aber zumindest nicht wirklich unfair.

Grafik und Musik, sowie Sprachausgabe sind Daedalic/Deponia gemäß professionell umgesetzt, mit liebevoll animierten Hintergründen und Animationen. So grüßt einen unter anderem beim ersten Betreten einer Kreuzung ein Schnabeltier aus seinem Reifenbau, Rufus selbst langweilt sich naturgemäß auch recht schnell und vollbringt allerhand Schabernack, wenn man ihn zu lange sich selbst überlässt. Auch die Kommentare bei den – öfter mal notwendigen – Try and Error Kombinationen, sind meistens sehr amüsant und heben sich wohltuend von dem nervigen „Das geht so nicht“ Standard ab.

FAZIT:

Wer sich also schon immer über das Ende der Trilogie geärgert hat, oder einfach Entzugserscheinungen von einer Deponia Abstinenz hat, der kann sich ruhigeren Gewissens auf Zeitreise begeben. Wer noch nicht das Vergnügen hatte Rufus und seine verrückte Truppe kennen zu lernen, sollte dies jedoch vorher nachholen, da man sonst die vielen Querverweise auf die Vorgängerspiele nicht wahr nimmt.

Gesamtwertung: 9.2

Einzelwertungen: Grafik: 10 | Sound: 8 | Handling: 8 | Spieldesign: 10 | Motivation: 10

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