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LEGO® – Abenteuer mit Luigi im Test

Die letztes Jahr erschienene LEGO® Super Mario-Reihe war eine bis dahin noch nie dagewesene Kooperation von Nintendo mit dem großen dänischen Klemmbaustein-Hersteller. Es sollte aber nur der Beginn einer längeren Partnerschaft sein, denn vor kurzem wurde die LEGO®-Welt des italienischen Klempners mit einigen zusätzlichen Erweiterungen deutlich vergrößert. Ich habe die beiden Highlights des neuen Sortiments, das Bowsers Luftschiff sowie die Abenteuer mit Luigi, für euch zusammengebaut.

Während ihr auf der Switch-Konsole mit Super Mario Maker eure eigenen Levels digital auf dem Bildschirm erstellen könnt, verfolgt LEGO® Super Mario den gleichen Grundgedanken, nur umgelegt auf die analoge, reale Welt. Mit den verschiedensten Klemmbausteinen dürft ihr nämlich die verschiedensten Abschnitte aus den Games nachbauen und die kreierten Parcours einer Mario-Spielfigur absolvieren. Eingebaute Sensoren und ein LCD-Display sorgen dafür, dass verschiedene Bewegungen sowie Untergründe erkannt und so virtuelle Münzen eingesammelt und auch angezeigt werden. Wie ihr hier nachlesen könnt, hatten meine Tochter und ich sehr großen Spaß beim Erstellen unserer eigenen Levels und haben deswegen unsere Kreationen im Laufe der Zeit um zahlreiche zusätzliche Sets erweitert. Meistens hat dabei einer gebaut und einer hat dann versucht auf dem Parcours möglichst viele Goldmünzen einzusammeln. Kooperatives Spielvergnügen war leider nicht möglich – zumindest bis jetzt, denn mit LEGO® – Abenteuer mit Luigi darf man erstmalig gemeinsam durch die Levels hüpfen.

Lego Super Mario - Abenteuer mit Luigi Packung

Abenteuer mit Luigi …

Bei diesem Set mit der Nummer 71387 handelt es sich, genauso wie beim letztjährigen erschienenen LEGO® Abenteuer mit Mario, um ein Starterset. Das bedeutet, es enthält alles, um ein eigenes kleines Level zu kreieren, also einen Startpunkt, die Zielflagge, ein paar Hindernisse und eine Spielfigur, die natürlich den namensgebenden Luigi darstellt. Obwohl sich die LEGO®-Versionen der beiden italienischen Brüder auf den ersten Blick sehr ähnlich sehen, werden im direkten Vergleich dann doch die optischen Unterschiede sehr deutlich. Die Wiederverwertung der einzelnen Teile hält sich überraschend in Grenzen, sodass sich Luigi nicht nur als ein “umgefärbter” Mario entpuppt. Das technische Innenleben ist dagegen natürlich identisch. Farb- sowie Bewegungssensoren, LCD-Displays und Lautsprecher – alles ist da, wie gehabt, aber auch hier wurden Sounds und Anzeige teilweise passend individualisiert.

… und Mario

Zum Spielen selbst benötigt man grundsätzlich nur eine Spielfigur, will man aber die neuen Features ausprobieren benötigt man beide Startersets. Mittels Bluetooth lassen sich nämlich Mario und Luigi nun verbinden und es eröffnen sich dadurch neue Möglichkeiten im analogen Gameplay. So bekommt man beispielsweise für synchrone Bewegungen oder das gemeinsame Besiegen von Gegnern zusätzliche Goldmünzen und einigen neue eingeführte Plattformen sowie Hindernisse sind speziell für kooperative Aktionen ausgelegt. Natürlich kann auch gegeneinander gespielt werden, dann werden am Ende einer Runde einfach die Anzahl der Goldmünzen verglichen. Wie bei den Spielmodi oder aber auch beim Designen der Levels gilt das Motto “erlaubt ist was Spaß macht”. Es wird nichts vorgegeben und auch beim Absolvieren der Kreationen werden den Spielern kaum Grenzen oder Vorgaben gesetzt.

LEGO® – Abenteuer mit Luigi besteht aus insgesamt nur 280 Teilen. Darin enthalten sind unter anderem mit dem pinken Yoshi, Bumm Bumm und einen Knochen-Gumba drei bekannte Charaktere aus dem Mario-Universum. Darüber hinaus können noch mit der drehenden Wippe, einem ?-Block und dem neuen Biom ein kleines Level erstellt werden. Insgesamt ist der Inhalt damit etwas mager ausgefallen, ohne zusätzliche Sets ist damit der Spielspaß etwas begrenzt. Auch das Zusammenbauen fällt dementsprechend einfach aus und sollte selbst die jüngeren Bastler nicht überfordern. Leider gibt es auch dieses Mal wieder kein gedrucktes Handbuch, sondern nur die bekannte kostenlose Begleit-App, die abseits der Bauanleitung auch noch einige interaktive Features bietet. Ganz ohne digitales Zusatzgerät geht es auch dieses Mal leider nicht.

Bowsers Luftschiff

Das Highlight des neuen LEGO® – Super Mario Sortiments ist sicherlich Bowsers Luftschiff. Dieses Set zählt mit rund 1153 verschiedenen Klemmbausteinen zu den umfangreichsten Erweiterungen der Reihe. Der namensgebende Bösewicht ist zwar leider nicht mit dabei (den gibt es ausschließlich in der Packung Nummer 71369) wird aber von einigen seinen Schergen vertreten. Dazu gehören Rocky Schraubschlüssel, ein Gumba mit Piratenhut sowie Kamek, auf dessen magischen Besen auch Mario oder Luigi durch die Lüfte fliegen können. Als zusätzliche Spielelemente sind darüber hinaus ein neuer POW-Block sowie eine Kanonen-Startröhre enthalten, welche einen 90-Sekunden-Level-Timer (anstatt der üblichen 60 Sekunden) startet. Weitere spielerische Features sind die aus New Super Mario Bros. U bekannte Mecha-Hand von Bowser oder eine Planke, mit der sich der Schiffsmast umstoßen lässt.

Nicht nur aufgrund der höheren Teileanzahl gestaltet das Zusammenbauen des Luftschiffes als etwas komplexer, wodurch dann auch die empfohlene Altersangabe auf 8+ Jahre angehoben wurde. Zugegeben, dank der guten (digitalen) Anleitung sollte die Konstruktion selbst für diese Zielgruppe keine Probleme darstellen, aber aufgrund einiger interessanter Bauschritte sollten sich jüngere Kinder vielleicht etwas Unterstützung holen. Bowsers Luftschiff kann nämlich in der Mitte aufgeklappt werden, wodurch jederzeit ein Wechsel zwischen „Levelmodus“ und „Flugmodus“ möglich ist. Bei ersterem kommt dann der detailreiche Innenraum zum Vorschein. Dieser kann nicht nur bespielt, sondern auch mit anderen LEGO® – Super Mario Sets erweitert werden. Auf diese Weise können wirklich sehr coole und kreative neue Levels erstellt werden.

Der zweite Modus dient vor allem dazu das Flugboot zu bewegen (ist im ausgeklappten Zustand eher nicht ratsam), beziehungsweise eignet sich diese etwas kompaktere Form auch dazu, wenn man das rund 30 cm hohe, 35 cm breite und 19 cm tiefe Modell in einer Vitrine ausstellen will. Genau hier liegt einer der größten Pluspunkte des Sets, denn Bowsers Luftschiff hat nicht nur einen hohen Spielwert, sondern ist dazu ein echter Hingucker. Das Design, die Farbwahl als auch die Qualität der Steine (übrigens alles Prints, keine Sticker) sind erstklassig und geben keinerlei Anlass zur Kritik.

FAZIT

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