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Knockout Home Fitness im Test

Die Keks-Saison steht in den Startlöchern und als Person, die sich ihre Süßigkeiten erarbeiten muss, dachte ich mir, nach meinen sportlichen Ausflügen in Ring Fit Adventure und Fitness Boxing 2, ist es wieder an der Zeit, neue sportliche Motivation für die süßeste Zeit des Jahres ins Haus zu holen. Und da kam mir der Release von Knockout Home Fitness natürlich gerade recht!

Zeit zum Aufwärmen

Bei Knockout Home Fitness handelt es sich um ein Sportspiel, das euch aber nicht Standardübungen, wie Sit-Ups oder Liegestützen, machen lässt, sondern legt seinen Fokus voll auf Kampfsportübungen, die den Körper und die Muskelgruppen ganzheitlich trainieren sollen. Die beinhalteten Übungen stammen aus den Bereichen Boxen, Karate, Kung-Fu oder auch Muay-Thai – daher solltet ihr vor dem Start des Spiels auf jeden Fall sicherstellen, dass ihr genügend Raum für Schläge und Kicks in die Luft habt. Und ich empfehle euch auch passende Sportkleidung und Wasser, denn ihr werdet ordentlich ins Schwitzen kommen.

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Work-Out-Time

Während ihr in Ring Fit Adventure spielerisch zum Sport machen animiert werdet, ist das Ziel in Knockout Home Fitness auf den ersten Blick klar. Nach einer kurzen Einführung geht es auch schon direkt mit dem ersten Training los, natürlich nicht, ohne sich vorher kurz aufzuwärmen. Die hier verwendeten Übungen werden Besitzer*innen von Fitness Boxing 2 gleich wiedererkennen. Ich empfehle euch das Warm-Up nicht zu skippen, euer Körper wird es euch danken – ein unaufgewärmter, intensiver und schnell ausgeführter Schlag ist eine Sache, auf die ich beim Test gerne verzichtet hätte und mir eine sehr schmerzliche Erinnerung. Eine weitere wichtige Sache beim Sport, ist die korrekte Ausführung von Übungen, und hier kommen wir auch schon zu meinem ersten Minuspunkt. Ich habe nicht viel Wissen über Kampfsport, sehe mir auch keine Übertragungen von Matches an und habe daher oftmals keinen Plan gehabt, was jetzt genau von mir verlangt wird. Die Trainer*innen machen die Einheiten zwar mit, und ihr könnt euch so abschauen, was ungefähr durchgeführt werden soll, doch ich hätte es besser gefunden, mir alle Übungen erstmal im Detail ansehen zu können, und nicht erst nachdem sie das erste Mal vorgekommen sind. Falsch ausgeführte Übungen stellen leider immer ein kleines Verletzungsrisiko dar, und besonders mit zunehmendem Alter, ist das ein Aspekt, auf den man einfach achten muss.

Personal Training

In Knockout Home Fitness könnt ihr euch zwischen verschiedenen Trainer*innen entscheiden, die über unterschiedlich strenge Herangehensweisen verfügen. Ob Zuckerbrot oder Peitsche im Gym steht euch also komplett frei. Um euch bei eurer Fitness-Reise auch wirklich unterstützen zu können, müsst ihr eure Größe und Gewicht angeben, die Daten lassen sich aber mittels Code sperren, falls ihr nicht wollt, dass andere Benutzer*innen der Nintendo Switch eure Werte sehen können. Prinzipiell wurde der Titel so gestaltet, dass aus zwei Spielmodi wählen könnt: das persönliche Training und 3-Minuten-Fitness. Im persönlichen Training geht es darum täglich eine 15-30 minütige Einheit einzulegen, die dann in eurem Kalender gespeichert wird. Habt ihr das Training bewältigt, könnt ihr jedoch nicht noch eine persönliche Einheit einlegen, sondern müsst den Modus wechseln. Bei der 3-Minuten-Fitness könnt ihr aus verschiedensten Übungen euren Favoriten wählen und so viele kurze Einheiten wie ihr mögt absolvieren. Nach erfolgreich bestandenem Training wird euch natürlich aufgeschlüsselt, wie viele Kalorien ihr verbrannt habt. Unter dem Menüpunkt „Mein Protokoll“ könnt ihr jederzeit eure Daten ändern und einen Blick auf eure Erfolge werfen. Die Trainingseinheiten lassen sich individuell gestalten, und ihr könnt neben dem Ort auch auswählen, welche Muskelgruppen ihr heute beanspruchen wollt. Auch die Musik könnt ihr aus einer Hand voll Tracks wählen, die zwar verschiedene Genres wie EDM, Techno oder Rock beinhalten, doch die Kompositionen sind in meinen Augen nicht gerade  aufregend ausgefallen. Hier hätten mir ein paar bekannte Lieder besser gefallen und mehr motiviert, doch aufgrund des Lizenz-Dschungels, kann ich nachvollziehen, dass Knockout Home Fitness hier seinen eigenen musikalischen Weg geht. Zu Beginn ist die Anzahl der Lieder und Trainer*innen begrenzt, doch im Verlauf des Spiels schaltet ihr diese frei. Die Übungen passen immer zu den jeweiligen Beats, wer aber wie ich eine Nintendo Switch der ersten Stunde, mit einer leicht verzögerten Eingabe eines Joy-Cons, besitzt, der kommt ab und zu leider aus dem Takt und muss mit Punkteabzug beim Score rechnen. Aber leider auch mit meinen Ersatz Joy-Cons hatte ich das Gefühl, dass die Steuerung etwas schwammig ausgefallen ist.

Zusammenfassung

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