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Tentacular im Kurztest

Im März 2022 kamen Besitzer der Meta Quest 2 in den Genuss von Tentacular. Ein knappes Jahr später und somit pünktlich zum Release der PlayStation VR2 bekommen jetzt auch PlayStation 5 Besitzer die Möglichkeit das Leben, als Oktopus auszukosten.

Ob sich in diesem kurzen Zeitraum am Game selbst viel verändert hat und ob wir für die Arbeit der Entwickler:innen vom Berliner Studio Firepunchd einen „Tentakel hoch“ geben können? Wir haben uns Tentacular angesehen und teilen hier unsere Eindrücke mit euch.

„Im Leben eines jeden Jungen Menschen kommt der Tag, an dem wir Entscheidungen treffen müssen die unsere Zukunft gravierend verändern. Eine von diesen Entscheidungen ist die Berufswahl. Studium und dann arbeiten oder vielleicht doch lieber direkt eigenes Geld verdienen und Arbeiter oder Angestellter werden? Tja was soll ich sagen, mein Glück lag leider nicht in meinen Tentakeln…ähm, Händen, ich meine Hände. Ach was solls, ich sag wie es ist. Ich bin gar kein Mensch. Ich bin das Wesen das von allen nur das „Tentakelmonster“ genannt wird. Monster…tzz. Das tut weh! Ich brecht mir meine drei Herzen mit dieser Bezeichnung. Aber gut, ich will mal nicht so sein und helfe euch Menschen.“

Tentacular (7)

Octofact #1

Oktopoden haben drei Herzen! Das arterielle Herz verteilt das Blut im Körper, zwei zusätzliche Kiemenherzen sorgen für eine erhöhte Durchflussrate der Kiemen.

Mit Kraken kann man’s ja machen

Gleich zu Beginn von Tentacular wird klar, wir sind nicht menschlich. Mindestens 10-mal so groß wie alle Anderen und haben Tentakel statt Arme. Leugnen können wir hier wirklich nichts. Die Geschichte beginnt an unserem 16. Geburtstagun die Staatsoberhäupter von La Kalma erklären uns gerade, dass wir nur noch auf ihren Befehl hin agieren dürfen. Ich schnapp sie mir und werf sie ins Meer, klatsche mit Schiffscontainern auf sie ein bis sie platt sind aber sie tauchen immer wieder auf und beginnen ihre Reden wieder und wieder von Vorne. Hmm…so komm ich wohl nicht weiter. Lass mal lieber über uns ergehen sag ich mir.

Octofact #2

Kraken haben eigentlich neun Gehirne! Sie können ihre acht Arme unabhängig voneinander bewegen, da jeder Arm von einem eigenen Nervenzentrum angesteuert wird.

Arbeit nervt hier gar nicht!

Unseren Job suchen wir uns hier nicht selbst aus. Ganz im Gegenteil, die Voraussetzungen sind so unfair gestaltet, dass wir nur in eine einzige Richtung gehen können. Die Menschen haben hier einfach keinen Bock auf Zufälle. Wir bekommen also Aufgabe um Aufgabe, Arbeit um Arbeit zugeteilt. Einmal hieven wir Fässer auf ein Boot, ein anderes Mal retten wir die Bewohner mit Magneten und einer aus Stromleitungen selbstgebauten Schleuder. UFOs platzieren und festschnallen macht man auch nicht alle Tage. Mit den Magneten lassen sich auch unglaublich coole Dinge kreieren. Mit Stahlträgern, Fahrzeugen und diversen anderen Baugegenständen können und müssen wir immer wieder Gebilde errichten und diese danach als Beweis sogar fotografieren. Während wir also unseren modernen Stapelismus vollziehen und uns so bei den Bewohnern immer beliebter machen, erleben wir Stück für Stück die durchaus emotionale Story unseres liebenswerten Monsters.

Octofact #3

Krakenweibchen sind liebevolle Mütter! Sie bleiben bei ihrem Gelege und fressen während der Brutphase kaum noch etwas, wenn nötig sogar vier Jahre lang. Oftmals fangen sie dann aber an ihre eigenen Tentakel zu fressen. Fortpflanzung bedeutet eigentlich immer den Tod der Weibchen.

Geniale Physik & toller Sound

Die Steuerung unseres Charakters funktioniert so unglaublich gut, ich kann euch kaum sagen wie sehr ich das genossen habe. Die Physik ist genial. Schwere Gegenstände müssen wir mit dem dickeren Teil unserer Tentakel greifen, um mehr Kontrolle zu haben. Wir drehen Gegenstände in den „Händen“ so lange bis es sich einfach gut anfühlt und wir wissen, so können wir sie gezielt ablegen. Die Rätsel an sich sind vielleicht nicht besonders schwer aber die Positionierung der Objekte kann schon ganz schön tricky sein. Dabei ist das ganze System aber nie frustrierend, sondern immer motivierend. Das Ganze wird dann auch noch von einem wirklich erstklassigen Soundtrack abgerundet. Synthie-Sounds und wundervolle Melodien sorgen für eine Stimmung, die mir persönlich unglaublich gut gefallen hat. Klanglich ist Tentacular ohnehin perfekt gelungen. Nicht nur die Geräusche der Saugnäpfe oder der Gegenstände, wenn sie geworfen werden, sondern auch die Stimmen der Inselbewohner sind einzigartig und witzig. Die erfundene Sprache erinnert ein wenig an Minions in einem Sprachkurs für niederländisch mit französischem Touch.

Octofact #4

Oktopus-Blut ist blau! Bei uns Menschen sorgt eisenhaltiges Hämoglobin für die rote Farbe, bei Oktopoden bindet das kupferhaltige Hämocyanin den Sauerstoff.

Zusammenfassung

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