2026 war bisher ein starkes Jahr für PC-Spieler: Resident Evil Requiem im Februar, Crimson Desert im März, Pragmata im April, 007 First Light im Mai und zuletzt Phantom Blade Zero Ende Oktober. Fünf große Titel von vier Studios, und doch erstaunlich ähnliche Systemanforderungen.
Ich habe mir die offiziellen Angaben auf Steam angesehen und zeige dir, was dein PC 2026 mitbringen sollte.
Die Anforderungen auf einen Blick
| Spiel | Grafik Minimum | Grafik Empfohlen | RAM | Speicher |
| Resident Evil Requiem | GTX 1660 / RX 5500 XT | RTX 2060 Super / RX 6600 | 16 GB | SSD Pflicht |
| Crimson Desert | GTX 1060 / RX 5500 XT | RTX 2080 / RX 6700 XT | 16 GB | 180 GB, SSD Pflicht |
| Pragmata | GTX 1660 / RX 5500 XT | RTX 2060 Super / RX 6600 | 16 GB | 40 GB, SSD empfohlen |
| 007 First Light | GTX 1660 / RX 5700 | RTX 3060 Ti / RX 6700 XT | 16 GB | 80 GB, SSD Pflicht |
| Phantom Blade Zero | GTX 1660 / RX 5500 XT | RTX 3060 Ti / RX 6700 XT | 16 GB | 145 GB, SSD Pflicht |
Quelle: offizielle Steam-Shopseiten, Stand 31. Oktober 2026
16 GB RAM sind gesetzt
Keines der fünf Spiele gibt sich offiziell mit 8 GB zufrieden: Alle verlangen schon im Minimum 16 GB RAM. Das ist kein Zufall, sondern ein Trend. Laut einer Auswertung von pcpruefer.de setzen 32,8 % der PC-Spiele aus 2025 bereits 16 GB RAM als Minimum voraus, bei Spielen aus 2016–2018 waren es gerade einmal 0,5 %. Wer noch mit 8 GB zockt, sollte also zuerst hier aufrüsten. 32 GB verlangt dagegen keiner der fünf Titel.
Die GTX 1660 ist der neue Einstieg
Vier der fünf Spiele nennen im Minimum eine GeForce GTX 1660, nur Crimson Desert begnügt sich noch mit einer GTX 1060. Auf AMD-Seite ist die Radeon RX 5500 XT der häufigste Einstieg. Für ein gutes Erlebnis brauchst du aber deutlich mehr: Die Empfehlungen reichen von RTX 2060 Super und RX 6600 bis zu RTX 3060 Ti und RX 6700 XT, Crimson Desert nennt sogar eine RTX 2080. Mit weniger als 8 GB Grafikspeicher taucht in der Empfehlungsspalte keine einzige Karte mehr auf.
Lies außerdem das Kleingedruckte: Phantom Blade Zero gibt das Minimum für 1080p bei 30 FPS mit aktivem Upscaling an, Resident Evil Requiem rechnet im Minimum intern sogar nur mit 640p und skaliert auf 1080p hoch. Ohne DLSS, FSR oder XeSS ist dein PC also stärker gefordert, als die Tabelle vermuten lässt. Wer lange auf das Open-World-Abenteuer von Pearl Abyss gewartet hat, findet die Hintergründe im gamers.at-Beitrag zum Release von Crimson Desert.
Ohne SSD geht fast nichts mehr
Vier der fünf Spiele schreiben eine SSD ausdrücklich vor, Pragmata empfiehlt sie zumindest. Dazu kommen gewaltige Installationsgrößen: Crimson Desert belegt 180 GB, Phantom Blade Zero 145 GB. Zusammen wären das auf einer 500-GB-SSD schon rund zwei Drittel des Platzes, bevor Windows und Updates mitgerechnet sind. Für einen Gaming-PC ist 1 TB 2026 deshalb die sinnvolle Untergrenze.
Windows 11 wird Pflicht
Resident Evil Requiem und Pragmata nennen auf Steam nur noch Windows 11 als Betriebssystem. Auch sonst wird Windows 10 zur Sackgasse: Microsoft liefert seit Oktober 2025 nur noch über das ESU-Programm Sicherheitsupdates, und NVIDIA hat angekündigt, nach Oktober 2026 keine Game-Ready-Treiber mehr für Windows 10 zu veröffentlichen. Ob dein PC umsteigen kann, hängt vor allem an TPM 2.0, Secure Boot und einem unterstützten Prozessor. Alle Details nennt Microsoft auf der Seite zu den Windows-11-Systemanforderungen.
Was das für deinen PC bedeutet
Die Formel für 2026 ist überraschend klar: 16 GB RAM, eine SSD mit viel freiem Platz, Windows 11 und eine Grafikkarte auf dem Niveau einer RTX 2060 Super oder RX 6600, besser noch einer RTX 3060 Ti oder RX 6700 XT. Damit bist du für alle fünf Titel gut aufgestellt. Wer Pragmata mit Raytracing spielen will, braucht laut Capcom eine Karte mit 12 GB wie die RTX 3060 oder RX 6700 XT. Mehr zum Sci-Fi-Abenteuer liest du in der gamers.at-Meldung zu Pragmata.
Stephan Sindera, pcpruefer.de
