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Arctis Nova Pro Omni Headset im Test

SteelSeries ist bei uns aktuell die meistverkaufte Marke bei Gaming Headsets. Mal sehen, wie sich das neue Spitzenmodell für Normalsterbliche – das Arctis Nova Pro Omni (erhältlich in drei Farben) – im Test macht.

Wir haben eben erst ein wirklich tolles Headset vom Mitbewerb im Test gehabt – geht es noch besser? Kann ich mir fast nicht vorstellen, aber mal sehen. Oft sind es ja die kleinen Dinge, die nahezu perfekte Dinge noch besser machen. SteelSeries erhebt jedenfalls den Anspruch, mit seinem Arctis Nova Pro Omni Hi-Res Wireless Gaming Headset for all Systems ein Premium-Headset für Gamer auf den Markt gebracht zu haben. Wir haben ein Testgerät erhalten und ich bin wirklich gespannt, ob es meinen aktuellen Favoriten von JBL schlagen kann. Schauen wir mal, wie es sich die nächsten Wochen in der Praxis bewährt.

Was ist alles in der stabilen Packung? Da wäre das Headset selbst – logisch. Dann ist da ein großes Teil – der Wireless GamingHub. Dazu befinden sich zwei Akkus in der Packung. Zwei jeweils 1,5 m lange USB-C auf USB-A Kabel dienen dazu, sowohl den Gaminghub mit dem Rechner zu verbinden als auch bei Bedarf (z.B. für Updates) den Kopfhörer direkt am Rechner anzustecken. Sobald ihr die SteelSeries GG Software installiert habt, werden wohl auch bereits die ersten Firmware-Updates sowohl des Gaminghubs als auch des Headphones angeboten werden. Sehr komfortabel.

Ein ansteckbares Mikrofon gibt es nicht. Das Mikrophon ist fest mit dem Kopfhörer verbunden. Wenn es nicht benutzt wird, verschwindet es in der Ohrmuschel, wenn ihr es verwenden wollt, zieht ihr es einfach heraus. Eine geniale Idee, so könnt ihr es definitiv nie verlegen. Allerdings – in der Box ist auch ein Poppschutz enthalten, den ihr über das Mikrofon stecken könnt – und damit passt es nicht mehr zurück in sein Haus und muss (ein Stück) ausgefahren bleiben. Zum Transport des Kopfhörers befindet sich ein schwarzer Sack in der Box, und außerdem liegt eine relativ umfangreiche gedruckte Anleitung bei – der englische Teil hat 18 Seiten, die deutsche Übersetzung ist ein wenig komprimierter.

Das Headset hat einen Knopf zur Stummschaltung des Mikrophons, was natürlich beim Online-Spielen recht nützlich ist, wenn ihr euch kurz mit im Raum anwesenden Personen unterhalten wollt oder wenn ihr es euren Mitspielern nicht zumuten wollt, euer Schmatzen zu genießen während ihr während dem Spielen euren Burger mampft. Über ein Rad kann direkt am Kopfhörer die Lautstärke reguliert werden. Das Rad bietet auch fortschrittlichere Funktionen, beispielsweise um zwischen der Lautstärke oder der Balance zwischen Chat/Spiel hin- und herzuschalten. Dabei wird eure Aktion auf dem Display des Gamehubs angezeigt. Der Ein/Aus Knopf dient – zum Ein- und Ausschalten des Gerätes, ebenso wie um die Rauschunterdrückung ein- oder auszuschalten. Dabei wird das Resultat sowohl mit Sprachausgabe kommentiert als auch am Display des Gamehubs angezeigt.

Die Schaltzentrale – der Wireless Gaminghub

Der 11 cm breite Gaminghub wird mit USB-C an den PC angeschlossen und dient als Wireless Dongle, aber er wird auch zum Aufladen der Batterie verwendet. Mit seinem Drehknopf kann die Lautstärke reguliert und weitere Einstellungen durchgeführt werden. Außerdem hat er ein OLED Display zur Anzeige diverser Daten – vom Batterieladestand des Kopfhörers und der Ersatzbatterie im Hub, über die Lautstärke und der aktuellen Verbindung. Über einen Knopf direkt am Display kann zwischen verschiedenen Ansichten hin- und hergeschalten werden. Sehr praktisch. Hinten am Gaminghub befinden sich drei USB-C Ports und zwei Klinkenstecker. Mit einem USB-C Port wird der PC angeschlossen, an den beiden anderen können weitere Geräte verbunden werden. Der dritte Port ist speziell für die Xbox gedacht (auch andere Geräte möglich – die Xbox Funktionalität kann ausgestellt werden). Mit dem 3,5 mm Klinkenstecker (Line-Out) kann ein externer Lautsprecher angebunden werden, Line-In ist natürlich um Ton beispielsweise von einem Plattenspieler oder anderem Audiogerät abzuspielen. Insgesamt können bis zu 5 Geräte (3x USB + Line-In + BT) permanent angeschlossen werden. Nicht schlecht. SteelSeries nennt das Omniplay. Über zwei Knöpfe und den Drehregler am Gaminghub können auch unzählige Einstellungen getroffen werden – fast alles was über die App geht, geht auch direkt am Gaminghub.

SteelSeries wirbt für den Arctis Nova Pro Omni mit unbegrenzter Akkulaufzeit. Das ist natürlich eine Marketing-Lüge, aber gemeint ist damit, dass ihr bereits in der Box zwei Akkus geliefert bekommt. Während der eine Akku im Kopfhörer (verborgen durch eine mit Magnet befestigte Abdeckung) seinen Dienst tut, wird der andere Akku im Gaminghub aufgeladen, sodass ihr nie ohne geladenen Akku dasteht. Somit sollte es wirklich nur schwer passieren können, dass euch während einer Gaming-Session der Akku ausgeht. Außerdem könnt ihr den Akku so ersetzen, wenn er nach einiger Zeit nicht mehr seine volle Stärke erreicht. Ein geladener Lithium-Ionen Akku sollte rund 30 Stunden halten, je nach Anwendung. Aktivierte Geräuschunterdrückung frisst ein wenig mehr Akku, mit Bluetooth sollten hingegen auch 50 Stunden möglich sein. Und für den absoluten Notfall könnt ihr den Akku auch direkt im Kopfhörer laden – dank USB-C-Schnellladung habt ihr in 15 Minuten genug Saft für bis zu 4 Stunden Spielzeit. Dabei wird auf der linken Ohrmuschel die mit Magnet befestigte Abdeckung abgenommen, was den USB-C Port am Kopfhörer freilegt.

Die detaillierte Steuerung des Headsets erfolgt über die SteelSeries GG Anwendung für den PC. Ihr benötigt dazu für die volle Funktionalität einen (kostenlosen) SteelSeries Account. In der App konfiguriert ihr die Equalizer Einstellungen und stellt ein, wie lange der Kopfhörer bei Inaktivität bis zum automatischen Ausschalten benötigt. Für den Equalizer gibt es eine große Menge an Voreinstellungen für bestimmte Spiele – egal ob Call of Duty, Fortnite oder GTA V, es stehen über 200 vorgefertigte Profile zur Verfügung. Ihr könnt auch in der App zwischen 2,4 GHz und Bluetooth Verbindung wechseln. Über die Sonar-Einstellungen in der App könnt ihr stufenlos auswählen, ob ihr während eines Online-Spieles lieber den Chat oder das Spiel lauter hören wollt – sehr nützlich! Auch die detaillierten Einstellungen für das Mikrofon erfolgen über die App.

Lasst das ausfahrbare Mikrofon im Kopfhörer verschwinden, und ihr habt einen stylischen Kopfhörer zum Musikhören mit Geräuschunterdrückung (besonders angenehm beispielsweise im Flugzeug). Für das Handy gibt es eine eigene App – die Arctis Companion App. Damit könnt ihr eure Kopfhörer über Bluetooth mit dem Handy koppeln, um Musik zu hören und am Handy eine Menge Einstellungen (Equalizer, Geräuschunterdrückung, Verbindungsmodus, Mikrofon) vornehmen.

Multiple Eingänge

Das Arctis Nova Pro Omni verbindet sich sowohl über Bluetooth 5.3 oder über den Gaminghub mit 2,4 Ghz mit eurem Rechner (oder der PlayStation, Xbox, Switch, eurem Handy, Mac, diversen Handhelds…). Gut – aber das können andere Kopfhörer auch. Was jedoch andere Geräte nicht können – ihr könnt gleichzeitig mehrere Tonquellen anbinden und hören. Auch 2.4 Ghz + BT – gleichzeitig. Nachdem ihr bis zu fünf Audioquellen am Gamehub abschließen könnt, ist es auch möglich, bis zu zwei davon gleichzeitig zu hören. Wollt ihr Streamen? Dann ist das Gerät ideal – ihr könnt über den Line-Out Ausgang (verbunden mit dem Line-In eurer Soundkarte am Rechner) eure Stimme und den Sound vom Spiel super zusammen mixen.

Über die Bluetooth-Taste könnt ihr auch Anrufe oder eure Musik steuern – Anruf annehmen/beenden, Musik abspielen/pausieren/nächster/letzter Titel.

Was gefällt mir an dem Headset nicht? Naja, der Preis ist hoch. Aber Qualität hat eben ihren Preis. Und verglichen mit dem Arctis Nova Elite ist es gar nicht so teuer. Ich habe noch nie ein Headset mit derart vielen Funktionen gesehen. Der Gamehub bietet unzählige Funktionen, mit der SteelSeries GG App am PC könnt ihr Tage verbringen um alle Funktionen auszuprobieren, und wenn ihr euch lieber über euer Handy mit dem Kopfhörer spielt, gibt es für Android und iOS die Arctis App. Und die Qualität passt – sowohl vom Headset als auch von der Software.

  • UVP – € 399, 99
  • Hi-Res Wireless-zertifiziert – 96 kHz/24 Bit Audio
  • Gewicht – 339 Gramm
  • OmniPlay – Kompatibel mit allen Systemen (PC, PS5, Xbox, Switch und mehr)
  • ClearCast Pro-Mikrofon mit integrierter KI-Rauschunterdrückung
  • Mikrofon – 50-16.000 Hz, bis zu 32 kHz/16Bit, -40 dBV/Pa Sensitivität
  • Aktive Geräuschunterdrückung
  • Mobile App und GG/Sonar-Desktop-Software für die Audio-Steuerung in Echtzeit
  • Unbegrenzte Akkulaufzeit – Infinite Power System mit 2 Akkus für unterbrechungsfreies Spielen
  • Frequenzbereich von 10 Hz bis 40 kHz
  • Bluetooth 5.3
  • Kopfhörerimpedanz – 38 Ohm
  • Empfindlichkeit des Kopfhörers – 98 dBSPL bei 1 kHz/1 mW
  • Gesamtklirrfaktor des Kopfhörers < 1 %

Zusammenfassung

Gamers.at Editors's Choice Award Hardware

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