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Tenebris: Terra Incognita im Early Access Test

Wollt ihr ein Fantasy-Rollenspiel wie Darkest Dungeon im Weltall spielen? Dann ist das im September aus dem Early Access erscheinende Tenebris: Terra Incognita etwas für euch! Rundenbasierte Kämpfe wie bei Darkest Dungeon, nur gegen Aliens anstelle von Monstern.

Nachdem das derzeit im Early Access verfügbare Tenebris: Terra Incognita der russischen Entwickler Phantasmica Studios im September 2026 final erscheinen soll, haben wir uns diese interessante Indie-Mischung aus Darkest Dungeon mit einem Hauch von XCOM einmal genauer angesehen.

Tenebris: Terra Incognita entführt euch auf den gefährlichen Planeten Tenebris, wo ihr im Jahr 2456 mit eurer abgestürzten Raumschiffcrew ums Überleben kämpft. Tenebris wird von aggressiven Insekten bevölkert, die euch zum Fressen gern haben. Viel Kommunikation ist mit diesen Viechern nicht möglich. Bereits zu Beginn wird klar, dass jeder Einsatz ein Kampf um Leben oder Tod ist. Eigentlich seid ihr ja auf einer Mission unterwegs, um den Planeten Tenebris auf seine Eignung zur Besiedelung durch die Menschheit zu erkunden. Von den feindseligen Bewohnern war da aber keine Rede…

Die Atmosphäre ist düster und stark von Horror-Elementen geprägt, was das Spiel besonders intensiv macht – echt cool, zumindest wenn ihr keine Angst vor herausfordernden Situationen oder vor Insekten habt.

Crashlanded on Tenebris

Nach ersten Rettungsmissionen baut ihr eine Basis in eurem abgestürzten Raumschiff auf und versucht, die Bedrohung auf dem Planeten Tenebris zu verstehen. Die Geschichte wirkt zunächst einfach, wird jedoch im Verlauf der späteren Missionen ein wenig interessanter. Eure erste Entscheidung ist die Wahl des Schwierigkeitsgrades. Drei stehen zur Auswahl, und während der Easy Modus vergleichsweise nachsichtig ist, macht der Horror Movie Modus das Spiel deutlich brutaler, etwa durch permanenten Tod von Soldaten und kontinuierlichen Nachschub an Feinden. Dadurch können Gefechte schnell eskalieren und erfordern präzise Planung sowie ein hohes Maß an Vorsicht. Das Gameplay überzeugt vor allem durch taktische, rundenbasierte Kämpfe und ein solides Fortschrittssystem. Ihr könnt eure Einheiten individuell verbessern, Spezialisierungen wählen und unterschiedliche Kampfstile ausprobieren. Besonders das Talent- und Klassensystem sorgt für Abwechslung und motiviert dazu, verschiedene Strategien zu testen.

Die Kämpfe laufen rundenbasiert ab – eure Soldaten (bis zu vier) und ihre Gegner stehen sich gegenüber und die Einheit mit der höchsten Initiative (kann auch ein Gegner sein) wählt eine Handlungsoption (zB verschiedene Angriffe), danach kommt die nächste Einheit zum Zug bis alle durch sind. Oder bis eine Seite vernichtet wurde. Eure Einheiten sind alle individuell, haben verschiedene Fähigkeiten und Ausrüstungsgegenstände. Zu Beginn jeder Mission könnt ihr auswählen, wer teilnehmen soll. Nach mehreren Missionen sind manche eurer Helden zu müde und müssen aussetzen, bis sie wieder einsatzfähig sind.

Die Missionen sind nicht zufällig generiert, sondern fix designt. Dadurch wiederholen sich Abläufe schnell, was das Spiel ein wenig repetitiv machen kann. Wenn ihr sie alle auf Anhieb schafft, stört das weniger, aber besonders auf den beiden höheren Schwierigkeitsgraden und durch Mechaniken wie Erschöpfung oder Permatod wird es notwendig, Missionen mehrfach zu spielen, um voran zu kommen. Neben den Kämpfen findet ihr während einer Mission immer wieder auch Ressourcen (sofern ihr sie nicht überseht…).

Early Access

Neue Helden, neue Biome, neue Monster, neue Missionen – Tenebris: Terra Incognita war bereits bei Erscheinen im Early Access im September 2024 von den Grundmechaniken her ziemlich weit fortgeschritten, und hat mit einigen Patches seit dem vor allem an Umfang ordentlich zugelegt. Nun soll es nicht mehr lange dauern und das Spiel am 14. September 2026 in der finalen Fassung erscheinen. Passieren kann immer noch etwas, aber der aktuelle Zustand des Spieles ist bereits derart gut, dass ich mir hier zumindest keine großen Sorgen mehr machen würde. Über 200 positive Bewertungen auf Steam bezeugen auch, dass nicht nur ich bereits die Early Access-Version gut finde.

Erhältlich ist Tenebris: Terra Incognita nur für den PC. Die Hardwareanforderungen sind extrem niedrig, es reicht bereits eine GTX 260 Grafikkarte. 4 GB RAM wären auch gut, aber ohne denen läuft ja nicht einmal Windows mehr ordentlich. Kaufen könnt ihr das Spiel derzeit über Steam oder auch auf Itch.

Zusammenfassung

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